Indien kauft 200 Tonnen Gold vom IWF
Dienstag, 03.11.2009
Indien hat innerhalb von wenigen Tagen 200 Tonnen Gold vom IWF (Internationaler Währungsfonds) gekauft. Preis: rund 6,7 Milliarden US-Dollar, das sind im Schnitt 1045 US-Dollar pro Unze. Auch durch den im Oktober anhaltenden hohen Goldpreis ließen sich die Inder nicht davon abhalten, rund die Hälfte des zum Verkauf stehenden Goldes des IWF zu erstehen. Damit hält der Trend bei den Emerging Markets an, ihre Dollarreseven in Gold anzulegen. In Indien standen im Oktober (vor dem Neukauf) 286,3 Milliarden US-Dollar zu Buche, 10,2 Milliarden davon in Gold. Das asiatische Land liegt damit auf Platz 10 der Zentralbanken mit dem den größten Geldmengen.
Bereits im April 2009 hatte China seine Goldreserven auf 1076 Tonnen aufgestockt. Wer die restlichen 203 Tonnen kaufen wird, ist nicht klar, spekuliert wird über China. Die Gründe für die Veräußerung des Goldes liegen darin, dass der IWF mit dem Geld günstige Kredite an ärmere Länder vergeben will. Die Europäischen Zentralbanken (inkl. IWF) hatten im August beschlossen, in den kommenden 5 Jahren zusammen maximal 400 Tonnen Gold pro Jahr zu veräußern.