Schwere Inflation wegen 14 Gelddruckmaschinen?
Freitag, 26.02.2010
Die Spekulationen über eine schwere Inflation über 5 Prozent werden mal wieder lauter und die Gerüchteküche brodelt, dass in Geldscheinen bald RFID Chips eingebaut sein könnten oder gar bereits neue/alte DM-Scheine gedruckt würden. Und warum das alles? Weil eine Thüringer Firma einen Auftrag über den Bau von 14 Anlagen erhalten hat, mit denen sich druckfrische Geldscheine bearbeiten lassen. Mehr ist nicht bekannt und ihren Auftraggeber wollen die Thüringer auch nicht nennen. Das weltweit agierende Unternehmen ist u. a. in der Chipkartenprozesstechnik tätig, der Auftrag soll in den kommenden zwei Jahren erledigt werden und beläuft sich auf einen Umsatz von mehr als 2 Millionen Euro.
Über das Anziehen der Verbraucherpreise wird seit Jahren spekuliert. Ziemlich genau vor einem Jahr, Mitte Februar 2009, ließ der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Straubhaar mit folgendem Satz aufhorchen: „Schon in einigen Monaten wird die Inflation deutlich nach oben schießen.“ Außerdem rechne er „mit einer Geldentwertung zwischen 5 und 10 Prozent pro Jahr für die Zeit nach 2010“. Ein Blick in die Listen des Statistischen Bundesamtes zu den Verbraucherpreisindizes zeigte im vergangenen Jahr jedoch folgendes: Im Januar 2009 lag die Inflation bei 0,9 Prozent, zwischen Mai und Oktober 2009 schwankte die Inflation zwischen 0 und minus 0,5 Prozent, im Dezember 2009 hatte sie mit 0,9 Prozent wieder den Wert vom Januar erreicht. Ähnlich gering stiegen die Verbraucherpreise auch in den ersten Wochen des Jahres 2010 an. Bleibt also abzuwarten, wann die Prognose des Experten eintrifft.