10-Euro-Gedenkmünze: künftig weniger Silber?
Donnerstag, 09.09.2010
Unter Sammlern ist sie äußerst beliebt: die 10-Euro-Silbermünze. Bisher betrug der Silberanteil dieser deutschen Gedenkmünzen 925/1000, glaubt man diversen Onlineberichten und Spekulationen in Internetforen, dann wird sich dies 2011 ändern. Die Münzen sollen dann nur noch aus 625er Silber bestehen, außerdem soll ihr Gewicht von 18 auf 16 Gramm sinken.
Laut FAZ.net hat das Bundesfinanzministerium die geplanten Änderungen bestätigt. Die Informationen waren durch ein Schreiben der Bundesbank an die deutschen Banken durchgesickert, in dem zu lesen ist, dass „das Bundesfinanzministerium der Finanzen beabsichtigt, dem Bundeskabinett die Anpassung der Legierung der deutschen 10-Euro-Gedenkmünzen von 925er Silber auf 625er Silber sowie eine Reduzierung des Gewichts von 18g auf 16g ab dem Jahr 2011 vorzuschlagen“.
Entschieden ist also noch nichts, jedoch sind die Änderungen nachvollziehbar. Bei einem weiter steigenden Silberpreis würden die Münzen für die Bundesbank unrentabel werden, die Prägekosten den Nennwert von 10 Euro übersteigen und zu einem Minusgeschäft führen. Ein silberner Zehner enthält rund 16,5 Gramm Silber und hätte bei einem derzeitigen Silberpreis von 15,67 Euro pro Unze (Stand 9. September 2010) einen Silberwert von etwas mehr als 8 Euro.
Sechs verschiedenen Münzen gibt es im Jahr 2010. Sie sind folgenden Persönlichkeiten, Errungenschaften und Ereignissen gewidmet: Robert Schumann (200. Geburtstag), Konrad Zuse (100. Geburtstag), Porzellanherstellung (300 Jahre), Deutsche Einheit (20 Jahre), Eisenbahn (175 Jahre), Alpine Ski-WM. 10-Euro-Gedenkmünzen in Normalprägung gibt es derzeit bei der Bundesbank und den Bankfilialen für 10 Euro, die Ausgaben in Spiegelglanz sind bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen (Vfs) für 15 Euro erhältlich.
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