Stand: 07.02.2016 von © Gold.de Redaktion JB/SH 1 Kommentare

In der vergangenen Woche kletterte der Goldpreis um fünf Prozent nach oben und generierte dadurch gleich zwei starke Kaufsignale. Zum einen wurde nämlich die 200-Tage-Linie markant überwunden und zum anderen gelang dem Goldpreis ein Ausbruch aus dem seit drei Jahren intakten Abwärtstrendkanal.

Starke Goldnachfrage in China bei zugleich rückläufiger Goldproduktion

Am vergangenen Mittwoch meldete die China Gold Association für das Jahr 2015 eine wachsende Goldnachfrage bei zugleich rückläufiger Goldproduktion. Letztere hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf 450,05 Tonnen ermäßigt, während die Gesamtnachfrage um 3,7 Prozent auf 985,9 Tonnen anzog (siehe Grafik). Damit wurde der im Jahr 2013 erzielte Rekordwert in Höhe von 1.176,4 Tonnen dennoch um mehr als 16 Prozent unterschritten.

Das prozentual geringste Wachstum wurde im mengenmäßig wichtigsten Marktsegment erzielt, dem Schmucksektor. Hier kletterte die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf 721,58 Tonnen.

Goldbarren Nachfrage stieg deutlich an

Deutlich stärker nahm das Interesse an Goldbarren zu, wo mit 173,08 Tonnen ein Jahresplus von 4,8 Prozent erzielt wurde. Der stärkste Nachfrageboom war allerdings bei Goldmünzen registriert worden. Deren Absatz explodierte förmlich und legte um 78 Prozent auf 22,8 Tonnen zu. Außerdem verbuchte die industrielle Nachfrage einen Zuwachs um 3,5 Prozent auf 68,44 Tonnen.

China Goldnachfrage in den Jahren 2012, 2013, 2014 bis 2015Goldnachfrage in China im Zeitraum von 2012 bis 2015

Ausblick für die laufende Woche

In dieser Woche müssen die Goldmärkte wegen den anstehenden Neujahrsfeierlichkeiten ohne die traditionell goldhungrigen Chinesen auskommen. Man darf daher gespannt sein, ob das gelbe Edelmetall das erhöhte Niveau erfolgreich verteidigen kann. Nach dem Überwinden der 200-Tage-Linie und dem Ausbruch aus dem seit drei Jahren intakten Abwärtstrendkanal sind zuletzt auch chartorientierte Investoren auf Gold aufmerksam geworden.

Ein Timingindikator mahnt allerdings zur Vorsicht: der Relative-Stärke-Index. Dieser bewegt sich mit über 75 Prozent bereits in der überkauften Zone. Chartisten würden einen Rutsch unter die Marke von 70 Prozent allerdings als Verkaufssignal interpretieren. Ein solches Signal könnte aber auch Fed-Chefin Janet Yellen auslösen. Sie muss nämlich vor dem US-Kongress und dem US-Senat Rechenschaft über ihre Geldpolitik ablegen. Ein schwacher Januarbericht zur Lage am US-Arbeitsmarkt hat die Angst vor steigenden US-Leitzinsen deutlich abklingen lassen.

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Kommentare [1]
  • von Mr Silver | 11.02.2016, 14:56 Antworten

    Auch der Cot Report gibt noch grünes Licht für Gold.
    Die Kontraktzahl ist am Montag um 4000 Stück zurückgegangen.
    So feuern die Spekulanten den Goldpreis nach oben bis die Commercial irgendwann den Markt wieder stopfen. Das Gold wird dann teuer verkauft, der Geldfluss nimmt dann auch wieder ab, die Aktien fangen wider an zu steigen, und der Goldpreis fällt ins Tal der Tränen.
    Kursziel ca 1360 und max Kursziel 1520 US Dollar, doch dann fällt der Preis wie ein Stein in das Wasser

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