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goldjunge01
500 g Barren Mitglied

Anmeldedatum: 10.07.2011
Beiträge: 756
Geschlecht: 
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nameschonweg
Moderator

Anmeldedatum: 20.03.2010
Beiträge: 1400
Wohnort: Diesseits des Weisswurst-Äquators
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Hmmm ... mal abgesehen von der im BDI mutmaßlich herauszulesenden wirtschaftlichen Entwicklung - wir haben doch jetzt Erfahrung im Auflegen von Rettungsfonds. Da wird mal schnell noch ein "Frachtschiffsfondsrettungsfonds" oder meintwegen auch ein Hilfsprogramm für "notleidende Frachter" aufgelegt. Wir haben doch genügend ehemalige Investmentbanker, die sich gerade unfreiwillig in einem mehrjährigen Sabbatical befinden und zur Verfügung stehen. Damit werden zwar auch nur wieder Banken gerettet, aber man hat endlich mal eine neue Überschrift in der Zeitung. Zudem kann man da tolle 1-Euro-Jobs für unsere freigestellten Banker draus machen und hält so die Kosten für die Steuerzahler in Grenzen.
Einige in Verschwörungsfragen bewanderte User werden auch schon wissen, was man mit so vielen Frachtern auf Reede alternativ (ja es gibt noch Dinge mit Alternativen) anfangen kann. In früheren Zeiten hatte ein Schiffskiel noch einen sozialen Zusatznutzen ... _________________ “The greatest tragedy in mankind's entire history may be the hijacking of morality by religion.”, Arthur C. Clarke
"Papierwährungen sind die Glasperlen des Industriezeitalters" |
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Jupp
10 Unzen Mitglied
Anmeldedatum: 27.12.2011
Beiträge: 364
Geschlecht: 
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Alles kein Problem, jetzt gibt es erstmal Nachschussforderungen an die Schafe, die sich Schiffsfonds haben andrehen lassen. Erst wenn die völlig ausgeplündert sind und wach werden kommt das Kielholen  |
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Donki
2 Unzen Mitglied
Anmeldedatum: 29.01.2011
Beiträge: 40
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Auf Querschüsse (http://www.querschuesse.de/baltic-dry-index-mit-neuem-tief-bei-662-punkten/) gibt es einen Chart vom Baltic Dry Index ab 1990 bis heute - also über einen Zeitraum von über 20 Jahren.
Dort erkennt man sehr schnell, dass es einen Hype im Index zwischen 2004 und 2008 gegeben hat! In diesem Zeitraum ist er von 2000 auf über 11.000 (mit kurzfristigen deftigen Kurssprüngen) gelaufen, um dann 2008 wieder auf das übliche Level abzustürzen!
Es bestand also eine Anormalität zwischen 2004 und 2008.
Zur Zeit bewegt er sich eindeutig wieder in der Normalzone.
Abgesehen davon: was misst der Index denn eigentlich?
Es ist doch nichts weiter als ein Preisindex für das weltweite Verschiffen von Trockengütern (hauptsächlich Kohle, Eisenerz und Getreide) auf Standardrouten. Nicht mehr und nicht weniger. Je ausgelasteter die Schiffe sind, desto höher der Frachtpreis.
Was war in den Jahren 2004 bis 2008 los? Ich weiß es nicht.
Aber angenommen, in China gab es eine Dürrekatastrophe. Dann hätten die Chinesen en Masse Getreide aus anderen Ländern importieren müssen. Da werden dann eine ganze Menge Schiffe losgeschickt, um tonnenweise Getreide nach China zu karren. Jedes Schiff wäre in so einem Fall ausgelastet gewesen.
Oder: Aufschwung mit Bauboom in den Jahren 2004 bis 2008 in China. Benötigt wurden Rohstoffe, Kohle und Stahl, jedenfalls mehr als China selbst produzieren konnte. Doch China schläft nicht. Es wurden u.a. auch Stahlwerke gebaut. Diese Stahlfabriken liefern heute einen Teil des benötigten Stahls. China muss also heute weniger Stahl importieren als zwischen 2004 und 2008. Weniger importieren heißt für den Rest der Welt weniger nach China verschiffen = es werden weniger Schiffen benötigt = die Schiffe sind nicht mehr ausgelastet = der Index fällt auf sein Normalniveau zurück.
Oder - wie wäre es hiermit:
Vielleicht sind zwischen 2004 und 2008 so viele Schiffe untergegangen, verschrottet oder fahruntüchtig geworden, sodass weniger Schiffe zur Verfügung standen.
Oder, oder, oder.
Ich kann mir noch tausend andere Gründe vorstellen. Aber dann wird dieser Beitrag noch länger.
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