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Ladon
Moderator

Anmeldedatum: 17.05.2010
Beiträge: 1884
Wohnort: Terra
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Teils aus aktuellem Anlass (hier: http://www.gold.de/forum/crash-time-t3015-s800.html), aber auch weil die Begriffe oft fälschlich synonym verwendet werden, habe ich mir die M Ühe gemacht, mal tief im Archiv zu kramen und ein paar - hoffentlich erhellende - Fakten und Richtigstellungen auszugraben.
1. Goldstandard bedeutet eine bestimmte "Deckung" des umlaufenden Geldes mit Gold
Das ist falsch. Ohne wenn und aber. Statt "Goldstandard" sollte man lieber "über Gold standardisierte Währung" sagen. Das mag auf den ersten Blick kniefieselig wirken, ist es aber nicht! Eine Währung im Goldstandard sagt nichts - ich wiederhole: NICHTS - über irgendeine quantitative Deckungsvorschrift aus! Es gab sogar "Goldstandard-Währungen" OHNE jede gesetzliche Deckungsvorschrift! Sicher weiß ich das von Frankreich vor 1870.
Natürlich bedingt das implizierte Einlöseversprechen für Papiergeld in Goldumlaufwährung eine gewisse Reserve an Gold bei den Noten ausgebenden Banken, aber "Goldstandard" an sich hat mit der Menge oder dem Verhältnis dieser Reserve zum umlaufenden Geld absolut nichts zu tun. Der "Goldstandard" wurde entwickelt, um den internationalen Handel zu erleichtern - Geldwertstabilität o.ä. spielten dabei keine Rolle. Es geht rein um die Interessen international agierender ... ja, sagen wir mal: Kaufleute. Das wird schon deswegen klar, weil die Ursprünge der Sache in einer Zeit "echten Hartgeldes" zu suchen sind (siehe unten).
"Goldstandard" bedeutet die definitorische Gleichsetzung einer Währungseinheit (z.B. Mark) mit einer bestimmten Menge Gold.
Warum das eben NICHT gleichbedeutend mit einer bestimmten Deckung ist, mag ein ein kleiner Rückblick zu den Anfängen - oder den Gründen zur Entwicklung - des "Goldstandards" geben, der v.a. von England vorangetrieben wurde.
Die neuen Probleme im 17. Jahrhundert
Anfang des 17. Jahrhunderts sahen sich die großen Überseemächte (England, Spanien, Portugal) mit einem neuartigen Problem konfrontiert, das enorme Auswirkungen auf den Handel und die Geldwirtschaft hatte: Die "Globalisierung"! Wenn man in alten Dokumenten stöbert manifestiert sich das vor allem beim Silber, der damals gängigen, bzw. üblichen Umlaufwährung.
Schon im Dezember 1660 beklagt der Council of Trade die Abhängigkeit des Zu- und Abflusses von (vor allem) Silber von der "Handelsbilanz". Hohe Importe = Abfluss; hohe Exporte = Zufluss. Explizit in England stellt auch der Bedarf an "Geld" in den Kolonien (es wird die Ostindien-Kompanie genannt) ein Problem dar.
Die gesetzlichen Bestimmungen erlauben den Export von "Bullion" oder ausländischer Währung. Daher kommt es zum massiven und volkswirtschaftlich spürbaren Horten und EInschmelzen von Silbermünzen, die dann ins Ausland (zum Kauf, für Investition) exportiert werden. Gelgentlich wird die Zahl von 7/8 der geschlagenen Münzen genannt! In der Folge verspürt die Royal Mint einen eklatanten Mangel an Silber, das zum Münzschlagen bei ihr abgegeben wird. Die Krone reagiert schließlich (1666) sogar mit dem Wegfall der Seigniorage (also des Schlagschatzes, des "Gewinns" für Münzen schlagen), damit "mehr Geld" entsteht.
IN der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts drängt ein Problem mehr und mehr in den Vordergrund, das an anderer Stelle hier im Forum von mir bereits als ein Hauptproblem von "Warengeld" genannt wurde:
Preisschwankungen der Ware ermöglichen Gewinne rein durch das "Verschieben" von Geld!
In der Praxis sieht (und sah tatsächlich real) das so aus:
Ausgegangen wird davon dass 1 Währungseinheit (Geld) aus exakt so viel Silber besteht, wie man für diese Einheit erstehen kann (Ware).
Verändert sich nun - z.B. im Ausland oder (das war in den iberischen Staaten das Hauptproblem) durch enorme Bestandsveränderung der Ware - der Preis der Ware am Markt, kann der findige Spekulant profitieren:
Fall A: Der Preis der "Ware" steigt.
Da die Ware gleichzeitig Geld ist, kommt es zu dem Phänomen, dass auf dem Geldstück "weniger" drauf steht, als man an Gegenwert auf dem "Markt" für die Ware aus der das Geldstück besteht ertauschen kann.
Folgen: Ist das im Ausland der Fall wird - wie in England damals - das "Geld" eingechmolzen (verschwindet als "Geld" aus der Volkswirtschaft), als Barren ins Ausland gebracht, um dort den Gewinn einzustreichen. Im Inland selbst werden Münzen verkleinert ("clipt money" wird häufig beklagt, später sogar gesetzlich mit Annahmezwang versehen (1696)) und der Überschuss ist wieder "Gewinn". Oder es werden leichtere Münzen mit gleichem Nominal herausgegeben (auch das ist geschehen; s. Fall B). Wieder kann über den Materialumweg - also die Umwandlung des Geldes in die Ware (ich kann mit dem GELD mehr WARE kaufen, als es "wert" ist) - Rendite erzielt werden.
Fall B: Der Preis der "Ware" fällt.
Das Nominal übersteigt den Warenwert, das "Geld" ist mehr wert als die Ware. Auch das ist ein Problem, wie der Bericht des Board of Trade Ende 1698 zeigt: Die Kaufkraft eines solchen Geldes ist attraktiv für Leute im Ausland, die in England Waren kaufen wollen. Durch Transport von Silber nach England und dortiges Münzen kann man "mehr" erstehen, als mit der reinen Quantität des Silbers. Konkret sieht das so aus, dass man letztlich mit einer Münze zu (z.B.) 1 Schilling die aus SIlber für 0,94 Schilling besteht "irgendwo" durch geschickte Transaktion die Differenz als Gewinn einstreichen kann (exakt so geschehen; historische Dokumente machen genau diese Rechnung auf).
Vor allem aber liegt der Gewinn in dem Moment, wo die "Erleichterung" geschieht. Alle Kontrake, Schuldscheine, "Termingeschäfte", die vor diesem Zeitpunkt abgeschlossen, aber erst danach fällig werden haben "Schuld" sozusagen weginflationiert.
Ich möchte noch einmal betonen, dass es sich hierbei nicht um missgünstige Fantasien von mir handelt, sondern um reales Geschehen in einem "Hartgeld" (!) Währungssystem.
Das Fazit liegt auf der Hand: Internationale Kontrollmechanismen, Standardisierung (und HIER ist das Wort jetzt) und Globalisierung. Es dauert noch bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, bis sich dann der "Goldstandard" in weiten Teilen der Welt etabliert hat.
Er diente dazu die augenfälligsten Probleme, die ich oben angedeutet habe, zu umgehen, indem man erstens EINE Ware als Standard wählt. (Was enorm wichtig ist, denn der oben beschriebene Mechanismus der Geldvermehrung bei Fall B kann - und hat - natürlich noch extremere Formen angenommen, wenn man im Gold ein zweites Warengeld zur Verfügung hat!)
Und indem man zweitens die Konvertibilität der nationalen Währungen zueinander standardisiert, indem man ihren jeweiligen Einheiten genaue Warenmengen zuschreibt.
Allerdings bleiben die grundsätzlichen Probleme bestehen: Wenn eine "Ware" gleichzeitig "Geld" ist, hat jede Veränderung, sei es im Bestand oder im Preis auf dem Markt, direkten Einfluss auf das Geld! Mit volkswirtschaftlichen Folgen UND Möglichkeiten zur Spekulation.
Und nicht zuletzt bleibt festzustellen, dass der "Goldstandard" also historisch gesehen lediglich eine internationale Standardisierung des Geldsystems zum Wohle des globalisierten Handels darstellt. Keinen menschenfreundlichen Mechanismus, um die Ersparnisse der breiten Masse zu sichern. _________________ When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.
Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
Zuletzt bearbeitet von Ladon am 19.01.2012, 11:08, insgesamt einmal bearbeitet |
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Ladon
Moderator

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2. "Golddeckung" bedeutet ein bestimmtes Verhältnis von umlaufender Papiergeldmenge zur Goldreserve
Auch ein verbreiteter "Mythos".
"Goldstandard" ist, wie oben beschrieben, nicht mit "Deckungsvorschrift" gleichzusetzen, sondern bedeutet die internationale Standardisierung nationaler Währungen auf Goldbasis (Also praktisch eine Fixierung der Wechselkurse!). Letzten Endes resultierte das in einem "Teildeckungssystem" für die umlaufenden Banknoten, das aber bei weitem nicht nur Gold zugelassen hat.
Im 19. Jahrhundert gab es vor allem die folgenden Deckungssysteme:
1. Das "englische" System
Quantitativ festgelegte Kontingentierung der Papiergeldmenge basierend auf Goldreserve und Staatsschuldverschreibungen. (Auch in Finnland und Rußland)
2. Das "amerikanische" System
Deckung durch "schwer realisierbare Aktiva" (Anleihen, aber auch z.B. Gold) ohne Kontingent.
"Amerikanisches System" ist evt. etwas irreführend, weil die Währungsgeschichte in den USA ziemlich turbulent verlief und es neben den verschiedenen Zentralbanken (FED erst 1913) auch die staatlichen Greenbacks gab, die "ungedeckt" waren (Prinzipiell gab es ein ähnliches System zumindest zeitweise auch in Japan).
3. Das "deutsche" System
Neben einem Goldkern wird das Papiergeld durch "bankenmäßige" Deckung (mit "guten Handelswechsel" (Bankgesetz)) abgesichert. Das Kontingent an umlaufendem Papiergeld ist "elastisch". Bei Überschreiten des Kontingentes wurde eine Notensteuer fällig (ähnlich auch in Österreich-Ungarn).
4. Das "französische" System
Keine gesetzliche Deckungsvorschrift! Tatsächlich!
Vertrauen in die Papierwährungen mit "Golddeckung" entsteht in allen Fällen durch die "Einlösegarantie" (Auch in Frankreich war die Notenbank natürlich gehalten dafür zu sorgen, dass im üblichen Geschäftsverkehr jederzeit eine Note in Gold getauscht werden konnte - eine definierte Deckungsvorschrift gab es dabei aber nicht!). Niemals war meines Wissens die im späten 19. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung gewinnende Giralgeldmenge irgendwie "gedeckt" - nur über den Umweg Auszahlung in Banknoten > Goldeinlösegarantie. Über die TATSÄCHLICHE Deckung unter diesem Gesichtspunkt gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Das sei der Vollständigkeit halber vermerkt.
Auch hier muss man sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Da wird (nehmen wir als Beispiel Deutschland) eine "Einlösegarantie" (!) gesetzlich festgeschrieben, obwohl im gleichen Gesetz eine erheblich größere Menge umlaufendes Geld erlaubt wird. Das ist schon dreist. _________________ When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.
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Ladon
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Weil der alte Greenspan ja so gerne zitiert wird (Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen) aus dem gleichen Text noch ein paar erhellende Worte, was Herr Greenspan EIGENTLICH meint. Der Artikel erschien zuerst 1966 in einem Informationsbrief mit dem Namen "The Objetivist". Er wurde dann wieder abgedruckt in dem Buch "Capitalism the Unknown Ideal" von Ayn Rand.
Zur Frage des Goldbesitzes:
[In einem Goldstandard werden] individuelle Goldbesitzer [...] durch Zinszahlungen dazu gebracht, ihr Gold in einer Bank einzulegen, worauf sie Schecks ziehen können.
Zur Globalisierung:
Obwohl die Tauscheinheiten (Dollar, Pfund, Franc etc.) von Land zu Land uneinheitlich sind, so funktionieren die Wirtschaften der einzelnen Länder doch wie eine einheitliche Wirtschaft, wenn die Einheiten alle in Gold definiert sind
Zur Gefahr der Besitzverbote:
Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müsste die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde.
Das ist also das gern angeführte Zitat im Zusammenhang! Warum Gold nur dann "sicheres Wertaufbewahrungmittel" sein soll, wenn es (siehe erstes Zitat) bei der Notenbank liegt, bleibt ein Geheimnis von Mr. Greenspan, das er nicht erläutert. Dass er dann praktisch Besitzverbote als logische Folgerung selbst anführt, entbehrt nicht einer gewissen Komik - auch wenn man natürlich berücksichtigen muss, dass er in einer kaum nachvollziehbaren, gedanklichen Volte postuliert, dass das amerikanische Goldverbot keinen Zusammenhang mit der damaligen Golddeckung des Dollars hat. _________________ When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.
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Komet
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Besten Dank an den Mod. für die Mühe uns in die Tiefen des "Goldstandarts" einzuweisen.
Wirklich interessant zu lesen.  _________________ ***********************************************************************************
Es ist nicht alles Gold was glänzt, gelegentlich tut's auch Nickel, but "In Gold we trust".
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Chinese
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Alleine die Befürchtung des es zu einen Goldverbot kommen könnte beweist doch indirekt das Gold mehr als ein wertvolles Metall ist und sehr wohl monetär ist.
Chinese _________________ »Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein |
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Ladon
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| Chinese hat Folgendes geschrieben: |
... dass Gold mehr als ein wertvolles Metall ist und sehr wohl monetär ist.
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Wer hier würde wohl etwas anderes behaupten wollen? _________________ When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.
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Jupp
10 Unzen Mitglied
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Ben "Helicopter" Bernake hat in der Öffentlichkeit etwas anderes behauptet. Leider war ich nicht dabei, sonst hätte ich im ein paar alte Gold Dollars hinhalten können um zu fragen, was das denn dann wohl für ein komisches Zeuges ist. |
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Ladon
Moderator

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| Ladon hat Folgendes geschrieben: |
...
Wer hier ... |
Der Ben liest ja hier auch nicht mit  _________________ When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.
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Komet
10 Unzen Mitglied

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| Ladon hat Folgendes geschrieben: |
| Ladon hat Folgendes geschrieben: |
...
Wer hier ... |
Der Ben liest ja hier auch nicht mit  |
Glaube mal das hier mehr (ge) wichtige Herrschaften mitlesen als uns allen vieleicht irgend wann einmal lieb ist.
Also, Augen auf beim Datenaustausch  _________________ ***********************************************************************************
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Jupp
10 Unzen Mitglied
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Vermutlich liesst der nicht persönlich hier mit, könnte aber durchaus sein, das er hier mitlesen lässt. Denn im Gegensatz zu seinen öffentlichen Behauptungen weiss der ganz sicher was Gold ist und was nicht. Und das deutsche Privatanleger letztes Jahr 55 Tonnen Gold gegen ihre Euros oder sonstiges Papier eingetauscht haben, ist da auch nicht völlig belanglos. Das hat schon so seine Gründe das man in USA wieder anfängt über Golddeckung zu reden. |
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Datenreisender
Gold-Guru

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Ökonomen schmettern Rückkehr zum Goldstandard ab
Die Forderung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Ron Paul, den Dollar wieder fest an Gold zu binden, wurde von einem Gremium aus Ökonomen abgeschmettert. “Eine Rückkehr zum Regime des Goldstandards wäre eine Katastrophe”, waren sich die Experten einig.
http://www.gegenfrage.com/oekonomen....kehr-zum-goldstandard-ab/ |
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Ladon
Moderator

Anmeldedatum: 17.05.2010
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Möchte nur kurz einschieben:
Bitte hier keine Grundsatzdiskussion für und wider einen Goldstandard. Hier sollte es um die notwendigen Informationen gehen (also z.B. Was heißt "Goldstandard" eigentlich? Woher kommt er? Wie funktioniert er? ...), um diese Grundsatzdiskussion abseits von Ideologie und Politparole führen zu können.
Wie schreibt ein User "Tester" zu dem vom Datenreisenden verlinkten Artikel als Kommentar so treffend?
Tester sagt:
23. Januar 2012 um 12:12
Gold macht auch keinen Sinn, da haben sie absolut recht. Jedoch aus anderen Gründen – ein Großteil davon gehört im Moment jenen, die uns bereits das jetzige System eingebrockt haben. Also wäre das keine wirkliche Veränderung, nur die Werkzeuge wären anders.
Ich verweise an dieser Stelle nochmal auf meinen kurzen Abriss der Entwicklungen im 17. Jahrhundert. Da wird ziemlich klar, dass es beim "Goldstandard" nicht um Geldwertstabilität oder ähnliche menschenfreundliche Dinge geht, sondern um internationale Standardisierung der Währungen, fixe Wechselkurse, "Sicherheit" für global agierende Kaufleute usw.
Allerdings auch um die Verhinderung von Kapitalspekulation - daran will heute aber keiner rütteln ...
Und die Sogwirkung der Zentralbank auf das private Gold in einem Golddeckungssystem (in einem "Goldstandard") bestätigt, wie oben gezeigt, ja auch der gern - aber immer nur in den "genehmen" Teilen - zitierte Greenspan. _________________ When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.
Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1) |
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