Gut zu wissen!
Geschichte von Platin
Bereits die Ägypter und Ureinwohner Südamerikas nutzen Platin für ihre Schmuckstücke (allerdings in geringerer Menge als Gold). Da Platin...
|
|
|
|
|
Tageskurse in EUR je Feinunze:
Gold 1.312,15 EUR |
Silber 25,54 EUR |
Platin 1.233,18 EUR |
Palladium 536,38 EUR
|
|
Gut zu wissen!
Platin ist das zweitwertvollste Metall unter den Edelmetallen (nach Rhodium und vor Gold). Es findet nicht nur in Münzen Verwendung, sondern vor allem in der Industrie (Katalysatoren) und bei der Schmuckherstellung. Als Münzmetall spielte Platin eine untergeordnete Rolle, lediglich in Russland wurden im 19. Jahrhundert Rubelmünzen aus Platin geprägt. Als Investment dienen heutzutage Platinmünzen wie der Noble, der Koala, das Maple Leaf oder die Münzen der Cook Islands. Die größten Mengen Platin werden heutzutage in Südafrika gefördert.
|
|
|
Der Name Platin leitet sich ab von dem spanischen Wort Platina, der Verkleinerungsform von Plata = Silber; die spanischen Eroberer fanden beim Waschen von Gold auch kleine silbergraue Kügelchen, die sie nicht kannten und nannten das Material „kleines Silber“. Platin ist auch unter der im englischen Sprachraum üblichen Bezeichnung Platinum bekannt.
|
|
|
|
Platin lässt sich gut dehnen, ist aber trotzdem sehr stabil. Aus einem 30 g leichten Platinstück lässt sich ein über 3 km langer Draht herstellen. Der Erfinder Thomas Edison benutzte einen Platindraht als Glühdraht in seiner ersten Glühbirne.
|
|
|
|
Platin hat eine noch höhere Dichte als Gold: 21,45 g/cm3 (Gramm pro Kubikzentimeter). Es ist damit nach Osmium und Iridium das Element mit der drittgrößten Dichte.
|
|
|
|
Erfindungen und Einsatzbereiche von Platin
Ein Platindraht diente Thomas Edison als Glühfaden in seiner Glühbirne, Platin wurde außerdem als Schaltkontakt in den ersten Telegrafen eingesetzt und eine Platinspirale diente als Katalysator zur Herstellung von Salpetersäure. Rund die Hälfte des heutzutage geförderten Platins wird in der Industrie zur Herstellung von Katalysatoren (z. B. für Autos) verwendet. Zweitwichtigster Abnehmer ist die Schmuckindustrie (oft auch als Legierung aus 94 % Platin und 4 % Palladium bzw. Kupfer). Außerdem wird es in Thermoelementen, in Schmelztiegeln für die Glasherstellung, Raketenverkleidungen oder bei medizinischen Implantaten eingesetzt.
|
|
|
|
Bereits die Ägypter und Ureinwohner Südamerikas nutzen Platin für ihre Schmuckstücke (allerdings in geringerer Menge als Gold). Da Platin ein ähnliches Gewicht und ähnliche Eigenschaften wie Gold hat, machten sich Fälscher dies zunutze und stellten Münzen und Gegenstände aus Platin her, die sie lediglich mit Gold überzogen. Die spanische Regierung beschloss daraufhin ein Importverbot.
|
|
|
|
Das chemische Elementsymbol für Platin ist Pt.
|
|
|
|
Als Zahlungsmittel dienten die Platinmünzen nie. Ende des 18. Jahrhunderts wurden in Spanien die ersten Gedenkmünzen geprägt, 1828 erschienen Rubelmünzen zu Ehren des russischen Zaren Nikolaus.
|
|
|
|
Platinvorkommen und Föderung
Platin kommt meist gemeinsam mit anderen Platin(neben)metallen wie Palladium oder Rhodium vor und fällt auch als Nebenprodukt bei der Nickelraffination an. Anfangs des 19. Jahrhunderts kam das meiste Platin aus Kolumbien, später aus Russland. Südafrika ist heute das wichtigste Land, wenn es um die Förderung von Platin geht: 2003 wurden 140 Tonnen gefördert, Russland kam nur auf die Hälfte, Kanada und die USA liegen weit abgeschlagen auf den Plätzen 3 und 4. Mehr als 6 Millionen Unzen werden jährlich gefördert.
|
|
|
|
Schmelzpunkt und Siedepunkt von Platin
Der Schmelzpunkt von Platin liegt bei 1772 Grad Celsius (2045 Kelvin), der Siedepunkt bei 3827 °C (4100 K).
|

|
|