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Silber hat die größte elektrische Leitfähigkeit aller Elemente und die größte thermische Leitfähigkeit aller Metalle. Es ist relativ weich und gut formbar. |
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Der Name Silber geht zurück auf das germanische Wort „silubra“ bzw. das althochdeutsche „silabar“. Das Land Argentinien hat seinen Namen vom lateinischen Wort für Silber = Argentum. |
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Silber kommt z. B. zur Anwendung bei der Herstellung von: + Glasscheiben, Spiegeln + Katalysatoren, Solaranlagen + Kühlschränken, Wasseraufbereitung + Batterien, Plasmabildschirmen + Musikinstrumenten + Tafelsilber, Bestecken, sakralen Gegenständen + in der Medizintechnik (antibakterielle Wirkung): Silberbeschichtungen bei endoskopischen Geräten, in silberhaltigen Wundauflagen/Salben, Silberlegierung in der Zahntechnik + als Schmuck und Münzen |
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Während für Goldmünzen, die zu Anlagezwecken gekauft werden, keine Mehrwertsteuer bezahlen muss, fällt beim Kauf von Silberbullionmünzen der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 % an. Das gilt allerdings nur für Münzen. Bei Silberbarren kommen die vollen 19 % hinzu. |
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Silber hat normalerweise einen metallischen, hellen, grauen Glanz. Je stärker die Metallteilchen zerkleinert werden, je dunkler werden die Körner (schwarze Silberkristalle in der Fotografie). Durch den in der Luft vorhandenen Sauerstoff und Schwefelwasserstoff verändert sich ebenfalls die Farbe von Silber: es oxidiert, läuft an (Schmuck, Besteck u. ä. werden schwarz). Silbersalze wiederum färben Emaille und Glas gelb. |
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Silber kommt in der Natur, ebenso wie Gold, gediegen (als reines chemisches Element) vor. Es ist körnerförmig oder bildet ein drahtähnliches, verästeltes Geflecht. Silber kommt auch in sulfidischen Mineralien vor, also in Metall-Schwefel-Verbindungen. Silber kann aus Silbererzen und auch aus Bleierzen oder Kupfererzen gewonnen werden, bei deren Verarbeitung es als Nebenprodukt abfällt. |
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Folgende Staaten gehören zu den größten Silberförderländern (Tonnen Gold in 2008): Peru (3500 t), Mexiko (3000 t), China (2560 t), Chile (1900 t), Australien (1880 t), USA (1260 t), Polen (1200 t), Kanada (800 t). Insgesamt wurden 2008 rund 20.800 Tonnen Silber gefördert (im Vergleich dazu die Fördermenge von vor 100 Jahren: 6.320 Tonnen). |
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Lange Zeit waren Silbertaler das wichtigste Zahlungsmittel weltweit. Der Wert der Münzen entsprach weitgehend dem Wert des Metalls. Hier spricht man von Kurantmünzen. Die Deckung der Währung durch Silber (sogenannter Silberstandard) wurde 1870 durch den Goldstandard abgelöst. Neuere Münzen bestehen hauptsächlich aus Eisen, Zink oder Nickel und haben einen weitaus geringeren Metall- als Münzwert. Sie werden Scheidemünzen genannt. |
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Die Schätzungen von Wissenschaftlern über die Reichweite der Ressourcen bewegen sich zwischen den Werten 13 Jahren und 30 Jahren. Die größten Reserven werden dabei Polen zugeschrieben (140.000 Tonnen). Hinzu kommt, dass Silber auch recycelt werden kann und so für den Einsatz in der Industrie wiederverwertet wird. |
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Der Schmelzpunkt von Silber liegt bei 961,78 Grad Celsius (1234,93 Kelvin), der Siedepunkt bei 2162 °C (2435 K). |
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Die Griechen prägten rund 600 Jahre vor Christus die ersten Silbermünzen, die Drachmen. Der Spruch „Eulen nach Athen tragen“ geht zurück auf diese Münzen, die mit einer Eule geschmückt waren. Silbermünzen galten weltweit lange Zeit als Zahlungsmittel (in Deutschland bis 1871). Ab 1870 übernahm jedoch Gold die wichtigste Rolle als Währungsmetall und die wirtschaftliche Bedeutung sank. |
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Die größte Silbervorkommen in der Antike lagen in Laurion, einer Region südlich von Athen. Seit dem Mittelalter gab es Silber im Harz (Goslar), Erzgebirge, südlicher Schwarzwald, Slowakei, Böhmen und Tirol (Schwaz). Mit der Entdeckung von Amerika wurden die Minen in Bolivien ausgebeutet und auch die Japaner fanden Silber. Durch die Entwicklung von rostfreiem Stahl ging die Bedeutung des Edelmetalls auch im Bereich der Gebrauchsgegenstände („Tafelsilber“, Leuchter etc.) zurück. Dafür stieg die Verwendung in der Fotoindustrie: Silbersalze waren hier lange nicht wegzudenken – bis zur Erfindung der Digitalfotografie. |
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Das chemische Elementsymbol für Silber ist Ag (leitet sich ab von der lateinischen Bezeichnung für Silber: Argentum) |
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Silber wird bei der Herstellung von Schmuck, Besteck oder Münzen oft in Kombination mit Kupfer verwendet. Die wichtigste Silberlegierung ist dabei 925er Silber (925 von 1000 Teilen sind Silber), es wird auch Sterlingsilber genannt (nach der britischen Währung). Eine zusätzliche Silberbeschichtung soll verhindern, dass die Waren allzuschnell „anlaufen“. Es gibt auch Silberlegierungen in 800/1000, 835/1000 und 935/1000. |
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Einen historischen Höchststand gab es im Januar 1980, als 49,45 US-Dollar für eine Feinunze Silber gezahlt werden mussten. Danach ging es abwärts, bis im März 2008 erstmals wieder die 20-Dollar-Marke geknackt wurde. |
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Die wichtigsten Silberminen liegen heute in Peru, Mexiko, China, Australien und den USA. In Deutschland wird seit 1993 kein Silber mehr gefördert. |
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Kommt Silberschmuck oder Besteck in der Luft (Sauerstoff) mit Schwefelwasserstoff in Berührung, läuft es grau, schwarz oder grün-bläulich an (weil sich Silbersulfid bildet). Nutzt man die Artikel nicht regelmäßig kann es helfen, sie in Alufolie – und damit luftdicht – einzupacken. Geeignete Silberputztücher oder Silberbäder gibt es im Fachhandel. |








