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Zahngold / Dentalgold Ratgeber auf Gold.de

Zahngold AnkaufAls Zahngold werden Dentallegierungen bezeichnet, die aus Gold, Silber und Platin oder Palladium hergestellt werden.

Der Zahnarzt setzt sie als Inlays ein oder als Ganz- beziehungsweise Teilimplantate. Sie werden heute mit einer Keramikschicht verblendet, sodass kein blitzendes Metall im Mund zu sehen ist. Das war früher jedoch nicht üblich.

Herstellung und Recycling von Zahngold

Die Implantate aus Zahngold werden in einem Dentallabor nach Gipsabdrücken des entsprechenden Gebisses hergestellt. Der Vorgang erfolgt durch Gießen, Fräsen und teilweise im schichtweisen Aufbau, dem sogenannten Galvanogoldverfahren. Das Ergebnis hält viele Jahrzehnte und oft lebenslänglich, daher sind viele Zahnärzte auch heute noch davon überzeugt, dass Goldkronen die langlebigste und auch gesündeste Lösung bei der Zahnsanierung darstellen.

Es gibt freilich Alternativen aus Vollkeramik oder Zirkon, ebenso Metalllegierungen aus Titan oder Molybdän-Chrom-Kobalt. Diese Varianten sind noch relativ jung. Bei Zahnsanierungen bis ins letzte Drittel des 20. Jahrhunderts wurde vorrangig Zahngold verwendet, preiswertere Lösungen stellten sich als nicht haltbar und sogar als ungesund heraus (etwa Amalgam).

Zahngold wird recycelt, es ist viel zu wertvoll, als dass man es aufgeben könnte. Innerhalb des Rohstoffkreislaufes der Edelmetalle ist dies ein wichtiger Baustein, die gesamte Goldproduktion beruht zu einem Drittel aus Recycling. Neben Zahngold gehört auch Schmuck- und Elektronikschrottrecycling dazu. Das senkt erheblich die Kosten für Gold insgesamt, denn die Förderung aus Rohstofflagerstätten ist sehr teuer. Es gehört dazu nicht nur die Förderung des Erzes, auch chemisch-thermische Verfahren zur Extrahierung des Edelmetalles müssen angewandt werden, die sehr aufwendig sind. Daher wird Altgold, also auch Zahngold, regelmäßig gehandelt, es gibt einen liquiden Markt hierfür, auf dem sich exakte Preise bilden.

Materialbestimmung von Zahngold

Zahngold HerstellungZahngold wird bisweilen daheim aufbewahrt, es stammt von früheren Familienmitgliedern. Auch wer soeben eine Zahnbehandlung durchführen ließ, erhält danach vom Zahnarzt oft altes Zahngold, das nun verkauft werden kann. Dentallabore und Zahnarztpraxen wiederum sammeln die geringfügigen Abfälle beim Anfertigen von Zahnimplantaten aus Gold, das sogenannte Gekrätz, das sich durch Feilungen, auch an den Gusskegeln sammelt.

Da es sehr verschiedene Zahngoldlegierungen gibt, muss für einen Verkauf die Materialzusammensetzung bestimmt werden. Kleinere Shops können diese bisweilen nicht vornehmen, weil es dazu bestimmter Analysemöglichkeiten bedarf. Diese Ankäufer bestimmen lediglich das Gewicht, kalkulieren einen Ankaufpreis und nehmen einen Risikoabschlag vor. Das ist an den pauschalen Preisangaben für ein Gramm Zahngold zu erkennen, die nicht dem differenzierten Anteil von Gold, Silber und Platin oder Palladium entsprechen können. Teilweise wird der Verkäufer auch gefragt, was er für Preisvorstellungen hat, was im modernen Goldhandel ganz und gar unüblich ist. Entsprechend ausgerüstete Scheideanstalten nehmen hingegen eine exakte Bestimmung des Metallanteils vor.

Das ist allein deshalb notwendig, weil beispielsweise bei silberfarbenem Zahngold weder die visuelle Beurteilung noch ein Säuretest ein brauchbares Ergebnis liefern. Es könnte sich um Gold-Platin (sehr hochwertig), Silber-Palladium (weniger hochwertig) oder Stahl (Molybdän-Chrom-Cobalt, fast wertlos) handeln. Schnelle Analysegeräte stellen die Legierung jedoch in Sekunden fest und bestimmen einen fairen Ankaufswert.
Es werden prinzipiell unterschieden:
  • Gelbes Zahngold aus 50 bis 90 Prozent Gold, 1 bis 30 Prozent Silber,
    0 bis 20 Palladium, 0 bis 12 Platin und Beimischmetallen
  • Weißes Zahngold aus den Legierungen Gold-Platin mit einer gängigen
    Zusammensetzung von 82,2 Prozent Gold und 16,2 Prozent Platin
  • Silber-Palladium-Legierung. Diese Legierungen wurden seit den
    1980er Jahren verwendet, sie gelten als weniger wertvoll und
    sind gesundheitlich teilweise umstritten, daher nicht mehr so häufig im Einsatz
  • Stahllegierung Mo/Cr/Co/Ti, im Prinzip wertlos, oft als Prothesen verwendet.
    Der Ankauf lohnt sich erst ab 1 Kilogramm Gesamtmenge.
Ankäufer mit der entsprechenden Analysetechnik kaufen ab 0,1 Gramm an,
wenn das Zahngold entsprechend werthaltig ist, also Gelb- oder Weißgold.

Der Verkauf bzw. Ankauf des Zahngoldes

Um das Zahngold zu verkaufen, wird es mit der Post an den Aufkäufer gesandt, dieser nimmt eine kostenlose Wertbestimmung vor und schlägt einen Preis vor, der akzeptiert werden kann. Die meisten Aufkäufer versichern die eingesandten Päckchen auf eigene Rechnung bis etwa 2.500 Euro, geben allerdings entsprechende Versandinformationen mit, an die man sich halten muss. Vorrangig muss der Versand neutral erfolgen. Bei Lieferungen über dem Versicherungswert bieten die meisten professionellen Aufkäufer die Abholung über eine Werttransportfirma an.
Bildquellen: © O.K. - Fotolia.com | © ANASTASIA PYRYEVA - Fotolia.com
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