Stand: 13.01.2016  1 Kommentare

Eine US-amerikanische 10-Cent-Münze aus dem späten 19. Jahrhundert ist in den USA für rund 2 Millionen Dollar versteigert worden. Die kleine aber äußerst seltene Münze gehört zu den großen Raritäten der amerikanischen Numismatik.

Eine amerikanische 10-Cent-Münze - ein so genannter "Barber Dime" - aus dem Jahr 1894 hat bei einer Auktion in Tampa im US-Bundesstaat Florida für knapp 2 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt. Das Gebot, das den Zuschlag erhielt, ging von einem anonymen Bieter über das Internet ein. Er setzte sich damit gegen insgesamt 16 andere bietende Münzsammler durch, die um den Zuschlag für die seltene Münze konkurrierten. Der Zuschlag erfolgte schließlich beim Preis von 1.997.500 Dollar, wie das Branchenportal Coin News am Montag (11.01.16) berichtete.

10-Cent-Münze ein Klassiker der amerikanischen Numismatik

Demzufolge wurde die kleine Münze mit einem Nennwert von 10 Cent im Jahr 1894 in der Prägeanstalt von San Francisco geprägt und nach dem Graveur Charles Barber benannt - daher auch der Name "Barber Dime". "Dime" ist in den USA der allgemein verwendete Name für eine 10-Cent-Münze. Nach Angaben des Auktionshauses Heritage Auctions, unter dessen Hammer die Münze kam, wurden im gesamten Prägejahr 1894 lediglich 24 Exemplare dieser Münzen angefertigt. Zum Vergleich: Im Jahr davor, also 1893, prägte die US-Mint in San Francisco stolze 2,5 Millionen dieser 10-Cent-Stücke. Dass es ein Jahr später nur eine so extrem geringe Stückzahl gab, erklärt sich das Auktionshaus mit dem Umstand, dass es in jenem Jahr zu einem wirtschaftlichen Schock in den USA gekommen war und die Nachfrage nach kleinem Münzgeld einbrach. Von den lediglich 24 geprägten 10-Cent-Münzen sollen heute weltweit nur noch acht oder neun existieren, was das hohe Preisschild teilweise erklärt. Der Präsident des Auktionshauses Heritage Auctions, Greg Rohan, sagte demzufolge über die seltene Münze:

"Sie ist ein Klassiker unter amerikanischem Münzgeld und wird häufig zusammen mit der Dollarmünze von 1804 und dem Liberty Nickel von 1913 als "The Big Three" der seltenen US-Münzen gehandelt."

Eine solche Gelegenheit, eine der "berühmtesten, rätselhaftesten und nur sehr schwer zu beschaffenden Münzen der amerikanischen Numismatik" auf einer Auktion zu erwerben, gebe es nur "einmal in einer Generation", ergänzte Rohan.

"Barber Dime": 2 Millionen Dollar für Eiskrem ausgegeben

Tatsächlich hat die jetzt versteigerte 10-Cent-Münze in den vergangenen 120 Jahren nur dreimal den Besitzer gewechselt, wie das Auktionshaus betont. Dennoch ranken sich um diese Münzen zahllose Mythen und Legenden. Eine davon ist, dass nach dem abrupten Prägestopp im Juni 1894 ein paar der 24 Münzen in Umlauf gingen und auch heute noch in den USA von Geldbeutel zu Geldbeutel wandern. Nicht wenige Menschen sollen deshalb ständig ihr Wechselgeld prüfen, um zu verhindern, dass sie sich etwa einen Kaugummi mit einer 10-Cent-Münze kaufen, die rund 2 Millionen Dollar wert ist. Denn so ähnlich soll es im Jahr 1894 der Tochter eines Bankiers ergangen sein. Dem Vater, der über den verhängten Prägestopp Bescheid wusste, soll es damals gelungen sein, drei dieser 10-Cent-Münzen an sich zu bringen.

Er soll sie daraufhin seiner kleinen Tochter übergeben haben mit der Anweisung, diese gut aufzubewahren, da sie eines Tages ein Vermögen wert sein könnten, wie er schon damals zu glauben wusste. Die Tochter nahm das Kleingeld an sich und ging nach Hause. Da es sich offenbar um einen heißen Tag gehandelt hatte, soll sich das Mädchen auf dem Heimweg für einen "Barber Dime" eine ordentliche Portion Eiskrem gegönnt haben. Die anderen zwei Münzen behielt sie. Erst mehr als 50 Jahre später, im Jahr 1949, soll sie diese zwei Münzen auf einer Auktion angeboten haben und für beide rund 2,75 Millionen Dollar bekommen haben. Die Dame verstarb im Jahr 1964 offenbar gut betucht. Dennoch soll ihr zeit ihres Lebens diese Eiskrem im Sommer des Jahres 1894 nicht mehr aus dem Sinn gekommen sein.

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Kommentare [1]
  • von Gar Me | 21.01.2016, 10:14 Antworten

    So viel Geld, 2 Millionen Euro- 20 Ferrari kaufen dann mieten hast besser von LEBEN.

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Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"