Stand: 04.05.2018 von Egmond Haidt 0 Kommentare

Der Goldpreis ist in die Nähe des Vier-Monats-Tiefs gesunken. Scheinbar hat das Interesse der Investoren an dem Edelmetall in den vergangenen zwei Wochen kräftig nachgelassen. Umso bemerkenswerter ist was ein ägyptischer Milliardär in dem Umfeld getan hat.

Der Goldpreis schwächelt spürbar. Das ist nach den Ergebnissen der Sitzung der US-Notenbank vom 2. Mai umso bemerkenswerter. Dabei hatte die Fed geschrieben, dass sich die Inflation in Richtung des „symmetrischen“ Inflationsziels entwickle und dabei erstmals das Wort „symmetrisch“ eingeführt.

Investoren haben das Unisono so interpretiert, dass die Fed nicht mit verstärkten Zinserhöhungen reagieren werde, wenn die Inflation kurzfristig über die Marke von 2,0 Prozent steigen werde. Gleichzeitig hat die Fed den Satz gestrichen.

„Der Ausblick für die Wirtschaft hat sich in den vergangenen Monaten verbessert“

Offensichtlich geht es der US-Wirtschaft doch nicht so gut wie viele Experten behaupten.

Diese zwei Sachen deuten darauf hin, dass die US-Notenbank entgegen den Erwartungen vieler Investoren den Zinserhöhungskurs trotz steigender Inflation nicht verschärften will, was eigentlich die Goldpreisentwicklung stützen müsste.

In den vergangenen Wochen hatten zunehmende Inflationssorgen für steigende Zinsen für zehnjährige US-Anleihen gesorgt und das wiederum für einen kräftigen Anstieg des Dollar. Gerade letzteres hatte den Goldpreis deutlich belastet. Auf Euro-Basis tendiert der Goldpreis allerdings seit ein paar Wochen seitwärts, weil der Euro gegenüber dem Dollar gesunken ist.

Ägyptischer Milliardär setzt auf Gold

Während viele Investoren von Gold derzeit kaum was wissen wollen, ist der ägyptische Milliardär Naguib Sawiris zur Tat geschritten. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hat er die Hälfte seines Nettovermögens von 5,7 Mrd. Dollar in Gold gesteckt.

Er ist der Überzeugung, dass der Preis auf 1.800 Dollar je Unze steigen werde, während es am „überbewerteten“ Aktienmarkt einen Crash geben werde.

Zur Erinnerung:

Trotz des zwischenzeitlichen Kursrückgangs ist der S&P500 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16,3 höher bewertet als selten zuvor.

Zuletzt hatte der ehemalige Fondsmanager Mark Mobius gewarnt, dass ein kräftiger Kursrutsch am US-Aktienmarkt droht.

„Es kann einen Rückgang von 30 Prozent geben“, sagte Mobius. „Der Markt sieht so aus, als ob er nur auf einen Auslöser für den Rutsch wartet“, so der Experte.

„China wird nicht aufhören Gold nachzufragen“, sagte Sawiris. „Zudem tendieren die Leute dazu, in Krisenzeiten zu Gold zu greifen, und es gibt derzeit eine Menge Krisen“, so der Finanzprofi. „Schauen Sie sich den Nahen Osten an und den Rest der Welt und (US-Präsident Donald Trump) ist nicht (gerade) hilfreich.“

Goldpreis 10 Jahres Chart in US-Dollar

Sawiris hat meiner Meinung nach völlig Recht, dass es eine Menge Krisen gibt. So dürfte China im Handelskrieg mit den USA keineswegs einknicken, sondern vielmehr die Zähne zeigen. Sollte sich die Lage weiter hochschaukeln, würde das die Weltwirtschaft erheblich belasten.

Syrien ist ein weiterer Krisenherd. Zudem gehe ich davon aus, dass Trump bis zum 12. Mai den Atom-Deal mit dem Iran aufkündigen wird. Vor dem Hintergrund ist es mehr als verständlich, dass Sawiris kräftig auf Gold setzt. Er ist der Sohn von Onsi Sawiris, der die Baufirma Orascom Construction gegründet hat.

Die nächsten Monate am Finanzmarkt dürften spannend werden. Steigen die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen weiter und ziehen damit den Dollar weiter nach oben? Das dürfte zunehmenden Gegenwind für den US-Aktienmarkt bedeuten. In dem Umfeld wird sich zeigen, wie sich der Goldpreis entwickelt.

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Ägyptischer Milliardär steckt die Hälfte seines Vermögens in Gold
Egmond Haidt - Nach der Bankausbildung und dem BWL-Studium begann Egmond Haidt im Jahr 2000 als Redakteur bei BÖRSE ONLINE. Seit dem Verkauf von BÖRSE ONLINE an den Finanzen Verlag im Januar 2013 arbeitet Egmond als freier Finanzjournalist und schreibt über Themen wie Wirtschaft, Aktien, Währungen, Rohstoffe und Edelmetalle. Seit der 2008er-Schuldenkrise beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Gold.
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