Stand: 13.10.2014  8 Kommentare

Wie das Handelsblatt am 9. Oktober 2014 berichtete, hat die AfD (Alternative für Deutschland) einen eigenen Gold-Shop eröffnet, in dem Goldbarren und klassische Anlagemünzen aus Gold angeboten werden. Die zuletzt bei der Europawahl sowie den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen erfolgreiche Partei versucht, mit dem Verkauf von Gold die eigenen Finanzen aufzubessern und zugleich ein politisches Zeichen zu setzen.

AfD kann staatliche Teilfinanzierung nicht ausschöpfen

Laut Handelsblatt stehen der AfD aufgrund ihrer jüngsten Wahlerfolge 5 Millionen Euro an staatlicher Parteienfinanzierung zu. Allerdings ist die zu beanspruchende Summe grundsätzlich durch die wirtschaftliche Eigenleistung von Parteien gedeckelt. Die Bezuschussung darf die Eigenbeiträge - zum Beispiel in Form von Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Immobilienbesitz oder unternehmerischen Tätigkeiten - nicht überschreiten.

Da das Vermögen der erst vor eineinhalb Jahren gegründeten AfD sich bislang auf einen Betrag von lediglich drei Millionen Euro beläuft, ist es "denkbar, dass die AfD den ihr eigentlich wegen ihrer guten Wahlergebnisse zustehenden Teil aus der staatlichen Teilfinanzierung wegen fehlender Eigeneinnahmen nicht ausschöpfen kann."

Das Sortiment im Gold-Shop der AfD

Mit den Einnahmen aus dem Verkauf von Goldmünzen und Goldbarren soll die wirtschaftliche Eigenleistung nun angehoben werden. Dabei setzt die AfD zunächst auf eine kleine Auswahl stark nachgefragter Anlageprodukte aus Gold. Dazu gehören die Goldmünzen

  • Krügerrand
  • Maple Leaf
  • Wiener Philharmoniker
  • Australian Kangaroo
  • Goldmark 2001

sowie Barren mit einem Feingewicht von 1 g Gold bis 1 oz Gold. Als Kassenschlager stellt sich bezeichnenderweise die Goldmark aus 2001 heraus. Sie scheint unter den Anhängern aufgrund der Eurokritik der Partei besonders beliebt zu sein.

Goldverkauf als politisches Statement

Der Webseite der AfD ist zu entnehmen, dass die Wahl des Edelmetallverkaufs zur Verbesserung der eigenen Finanzlage durchaus auch als politisches Signal gegen die deutsche und EU-weite Finanzpolitik zu verstehen ist:

"Die AfD ist gegründet worden, weil wir den Euro als instabil betrachten. Die negativen Auswirkungen der Euro-Rettungsaktionen auf die Ersparnisse, Vermögensbildung und Rentenansprüche der Bürger werden immer deutlicher. Die klassische Methode, durch Bildung von Sparguthaben oder den Abschluss von Sparverträgen und Lebensversicherungen Rücklagen für das Alter und für Notzeiten zu bilden, ist angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank für viele Bürger kaum noch rentabel.

Sie suchen andere Möglichkeiten, sich für das Alter und die Unwägbarkeiten des Lebens abzusichern. Einige setzen gegen die Verwerfungen des Eurosystems auf den Erwerb von Gold in Münzen oder Barren", so die aktuelle Stellungnahme der Partei. Ob sich der AfD Goldhandel am Markt oder zumindest bei Anhängern der Partei, die vielleicht auch eine Affinität zu Edelmetallen teilen, dauerhaft etablieren kann, bleibt angesichts der eher im mittleren Preissegment angesiedelten Verkaufspreise abzuwarten.

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Kommentare [8]
  • von Klaus | 31.10.2014, 22:40 Antworten

    alles dreht sich bei der AfD um den eigenen Vorteil - damit für mich als politisches Vorbild raus

  • von Kulber | 31.10.2014, 22:35 Antworten

    Es ist schon bedrückend wie hilflos ein linker Laienprediger namens Stegner in "Hart aber Fair" mit einem Gutmensch-Qualm vergeblich gegen wirtschaftliche Argumente ankämpft. Mit seinem Gold-Shop handelt Herr Lucke nur konsequent infolge seiner Analysen. Ob er Recht behält ... ist eine andere Frage.

  • von Mag_keine_Clowns | 31.10.2014, 19:27 Antworten

    Tolle Wahlpropaganda. 12g Gold für 459 EUR ! Super!

  • von Thorsten | 28.10.2014, 10:08 Antworten

    Die Vergangenheit hat uns schon gezeigt wer in Krisenzeiten oder schlimmer Edelmetall besaß stand besser da als der Rest.

  • von andreasaurum | 14.10.2014, 13:38 Antworten

    Hallo,
    eine tolle Geschichte. Ich mag die Partei. Hoffe, die Nazis werden aus der Partei austreten, dann werde ich sie wählen.

  • von w. Barkow | 13.10.2014, 21:55 Antworten

    Finde ich gut

    Gruß Blaubronco

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Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"