Stand: 25.08.2015  0 Kommentare

Die Aktienmärkte in Asien haben am Montag mit massiven Verlusten geschlossen. Den Druck hat auch der Deutsche Aktienindex zu spüren bekommen. Bereits zu Handelsbeginn war der Dax unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Zählern gerutscht.

Vor allem die chinesischen Aktienmärkte sahen sich am Montag (24.08.15) heftigen Turbulenzen ausgesetzt. Auf der Shanghaier Börse ging es querbeet bei allen wichtigen Aktienindizes um gut acht Prozent auf Talfahrt. Das entspricht den größten Verlusten seit mindestens acht Jahren. In der Folge gab auch der japanische Nikkei um gut fünf Prozent nach. Die Einbrüche in Fernost ließen auch die deutschen Aktienmärkte nicht kalt. Der deutsche Leitindex Dax ist erstmals seit Januar wieder unter die Marke von 10.000 Punkten durchgebrochen.

Kursverluste sorgen für "Panic Monday"

Am späten Nachmittaghandel taumelte der Dax laut dem Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) sogar bei unter 9.500 Zählern. Somit hat der Dax Innerhalb kürzester Zeit die gesamten Kursgewinne, die ihn seit Jahresbeginn stellenweise auf Allzeithochs von mehr als 12.000 Punkten getragen hatten, wieder eingebüßt. Aufgrund der rapiden Kursverluste sprachen Beobachter deshalb bereits von einem "Panic Monday" auf den Aktienmärkten. Die Entwicklungen in China machen insbesondere den Papieren deutscher Automobilhersteller wie BMW, VW und Daimler zu schaffen, da China ein großer und wichtiger Absatzmarkt ist.

Denn obgleich die Wirtschaft in China in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um rund sieben Prozent gewachsen ist, entspricht dies dem schwächsten Wachstum der vergangenen 25 Jahre. Um dem für chinesische Verhältnisse trägen Wachstum entgegen zu wirken, hat China bereits seine Landeswährung Yuan drastisch abgewertet. Das soll unter anderem der chinesischen Exportwirtschaft auf die Sprünge helfen, sorgt zugleich aber für eine nachlassende chinesische Nachfrage nach ausländischen Gütern, darunter auch und gerade Autos aus Deutschland.

Gewinner Euro, Verlierer Ölpreis

Unterdessen konnte die europäische Gemeinschaftswährung von den schwachen Konjunkturaussichten profitieren. Bereits seit mehreren Tagen waren deutliche Kursgewinne zu verzeichnen. Am Montag schließlich kletterte der Euro gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit sechs Monaten. Am Nachmittag war der Euro laut DAF mehr als 1,14 Dollar wert. Beobachter vermuten, dass der Euro aufgrund der turbulenten Entwicklungen auf den Aktienmärkten von Anlegern derzeit als sicherer Hafen wahrgenommen wird.

Ein großer Verlierer war dagegen der Ölpreis. Er reagierte auf den Kursverfall von wichtigen Aktienindizes mit einem Preisrutsch auf den niedrigsten Stand seit mehr als sechs Jahren. Am Montagnachmittag war ein Barrel Öl (159 Liter) für etwas mehr als 39 Dollar zu haben.

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