Stand: 09.01.2014  0 Kommentare

Die Royal Mint hat ihre gesamten Bestände an Sovereign Goldmünzen des aktuellen Jahrganges verkauft und muss die Lieferung bis voraussichtlich Ende des Monats einstellen, berichtete Bloomberg am 8. Januar 2014. Goldpreise im Bereich eines 6-Montas-Tiefs haben zu einer "außergewöhnlichen Nachfrage" nach den traditionsreichen Münzen geführt und die aktuellen Lieferschwierigkeiten verursacht, so die britische Prägeanstalt.

Britische Goldmünzen in Südeuropa "extrem gefragt"

"Seit dem Preisrutsch stellen wir in allen wichtigen Märkten eine steigende Nachfrage nach unsere Goldmünzen fest und bisher ist kein Ende dieser Entwicklung in Sicht", äußerste sich die Royal Mint in einer Pressemitteilung. Die Münzprägeanstalt plant, dem laufenden Trend durch eine Steigerung der Produktion von Sovereign Münzen zu entsprechen. Die Goldmünze Britannia ist hingegen nicht von dem Lieferengpass betroffen.

"Aufgrund niedriger Preise erleben wir derzeit eine hohe Nachfrage", bestätigt Daniel Marburger, von der Jewellers Trade Services Ltd. die Beobachtung der Royal Mint. Britische Goldmünzen sind derzeit vor allem in südeuropäischen Ländern wie Griechenland und Italien "extrem gefragt", so Marburger.

Schwacher Goldpreis 2013 beschert Münzprägeanstalten Erfolgsjahr

Der aktuelle Run auf Sovereigns setzt ein weltweit feststellbares Verhaltensmuster fort, das sich im letzten Jahr etabliert hat: Käufer von Goldmünzen nutzen niedrige Preise, um die eigenen Edelmetallbestände günstig aufzustocken; (verhältnismäßig) hohe Preise führen hingegen eher zur Kaufzurückhaltung.

Der insgesamt schwache Goldpreis 2013 hatte der australischen Prägeanstalt Perth Mint einen Anstieg der Goldverkäufe um 41 % im Vergleich zum Vorjahr beschert. Die United States Mint konnte ihre Verkäufe der Goldmünze American Eagle um 13 % steigern. Die geringsten Verkaufszahlen verzeichnete die US Mint hingegen gerade in der Phase anziehender Goldpreise im August.

Die steigende Kaufbereitschaft bei günstigen Preisen korrespondiert auch mit anderen Bereichen der physischen Goldnachfrage, wie sich insbesondere an den massiv gestiegenen Goldimporten Chinas im letzten Jahr zeigt. Sie steht jedoch im genauen Gegensatz zum Verhalten der spekulativen und eher kurzfristig orientierten ETF-Anleger, die Gold als börsengehandelten Bestandteil ihres Portfolios halten und fallende Preise zum Anlass nehmen, Buchverluste zu realisieren.

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