Stand: 12.02.2013  1 Kommentare

Durch einen 45 Meter langen Tunnel sind Unbekannte in eine Volksbank in Berlin-Steglitz eingebrochen. Die Vorbereitungen für den Tunnel mussten monatelang vorbereitet werden, er sei professionell gebaut und mit Balken abgestützt gewesen. Unter falschem Namen und mit gefälschten Papieren wurde in einer Tiefgarage eine große Doppelgarage angemietet. Die Garage war durch eine Rolltor vor Blicken geschützt, sodass die Täter umbemerkt und ungestört sich direkt unter das Bankgebäude vorgraben konnten. Der Bodenaushub wurde vermutlich mit Fahrzeugen abtransportiert. Mit ca. 1,5 m Höhe war der Tunnel so hoch, dass ein Mensch in gebückter Haltung darin gehen konnte.

Die Täter sind mit großer Professionalität vorgegangen. Erleichternd kam hinzu, dass es sich bei der Bank um alleinstehendes Gebäude handelt, sodass durch die Aushebung des Tunnels entstehender Lärm umbemerkt blieb. Von 900 bis mehr als 1000 vermieteten Schließfächern ist bei verschiedenen Quellen die Rede, aufgebrochen wurden allerdings nur 200-300 Schließfächer. Warum, ist noch umgeklärt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter überrascht oder gestört worden sein könnten. Tatsächlich wurde vor dem Raub auch der Wachschutz alarmiert, der allerdings nach einer Prüfung von außen wieder abrückte. Warum nicht auch innen in der Bank nachgesehen wurde, ist noch nicht geklärt.

Vermutlich um Spuren zu vernichten, setzten die Täter den Bankraum in Brand. Aus Sicherheitsgründen, weil nicht gewährleistet werden konnte, ob der Tunnel noch sicher ist, wurde ein Roboter der Stadtwerke vorgeschickt. Mit Hilfe des Roboters konnte die ursprünglich angenommene Tunnellänge von 30 Meter auf 45 Meter korrigiert werden. Im Oktober 2010 sei es bereits schon mal zu einem Einbruchsversuch gekommen. Unbekannte hatte versucht, durchs Mauerwerk in die Filiale einzudringen.

Bankschließfach - Kosten, Versicherung und Haftung

Bankschließfächer eignen sich gut zur Lagerung von Edelmetallen. Die jährlichen Kosten eines Schließfach beginnen abhängig von der Größe bei 30-45 EUR bis hin zu 170 EUR für größere Schließfächer. Für Silber ist aufgrund des niedrigeren Materialwertes entsprechend mehr Platz nötig als für Gold, was bedeutet, dass die Lagerung von Silber gleichen Werts teurer sein kann.

Es stellt sich die Frage, wer im Falle eines Bankraubs für den entstandenen Schaden haftet: Für den Inhalt haftet die Bank bei höherer Gewalt wie z. B. einem Bankraub nämlich nicht. Für die Besitzer der Schließfächer hängt es daher davon ab, ob sie eine Versicherung abgeschlossen haben, die für den Schaden aufkommt oder ob möglicherweise die Hausratversicherung haftet. Es gibt spezielle Versicherungen, die in solchen Fällen haften und teilweise bei der Vermietung des Bankschließfachs mit angeboten werden.

Unter bestimmten Bedingungen kann auch bei Hausratversicherungen die Haftung für Bankschließfächer mit eingeschlossen sein. Entweder ist in solchen Verträgen dann konkret von Bankschließfächern die Rede oder diese werden unter dem Stichwort Außenversicherung mit abgesichert. Die Entschädigungssummen sind dabei allerdings häufig begrenzt. Ob eine Haftung eingeschlossen ist, muss im Einzelfall anhand des Versicherungsvertrags erörtert werden.

Kritiker von Bankschließfächern, wie es sie unter Edelmetallbesitzern gibt, mögen sich bestätigt fühlen, Ihre Edelmetalle nicht bei einer Bank zu lagern. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Inhalt des eigenen Bankschließfachs einem Bankraub zum Opfer fällt, ist insgesamt gesehen allerdings vergleichsweise gering ist. Meist zielt die Sorge von Bankschließfach-Kritikern auch eher auf staatliche Eingriffe bei einem Währungscrash bzw. im akuten Krisenfall ab. Wer bei einem Bankschließfach sicher gehen möchte, sollte sich daher eingehend mit den jeweiligen Versicherungsbedingungen vertraut machen.

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Kommentare [1]
  • von abraxas | 27.05.2013, 20:37 Antworten

    Ich frage mich ernsthaft, ob der Staat, selbst bei einem Währungscrash, sich an den Privat-Konten vergreift, beziehungsweise dazu berechtigt wärere. Ist dies schon einmal geschehen und wann? Wenn ja, was könnte da eine Versicherung ausrichten? Höhere Gewalt etc .

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