Stand: 09.08.2017 von Egmond Haidt 8 Kommentare

Der Goldpreis nimmt das Sieben-Wochen-Hoch ins Visier. Gegenüber den Kursgewinnen von Bitcoin sind das aber nur „Peanuts“. Die Schere zwischen Gold und Bitcoin könnte weiter auseinandergehen.

Nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Nordkorea ist Gold als sicherer Hafen gefragt. „Nordkorea sollte den Vereinigten Staaten besser nicht weiter drohen“, sagte Trump. „Oder sie werden mit Feuer und Zorn bekämpft, wie die Welt es noch nicht gesehen hat.“ Diese Aussagen haben bei Investoren die Sorge geschürt, dass die USA Nordkorea angreifen könnten, womit die geopolitischen Risiken eskalieren würden. Nach Trumps Aussagen nähert sich der Goldpreis allmählich dem Sieben-Wochen-Hoch von 1.274 Dollar je Unze. Gegenüber Ende 2016 steht damit ein Anstieg von 10,0 Prozent zu Buche, womit der Goldpreis ähnlich stark gestiegen ist, wie der S&P500.

Nach Abspaltung von Bitcoin Cash ist die Unsicherheit wie weggespült

Die Gewinne sind allerdings mäßig im Vergleich zum Anstieg beim Bitcoinpreis. Der Preis der Kryptowährung eilt von einem Rekordhoch zum nächsten, womit gegenüber Ende 2016 einen Gewinn von mehr als 250 Prozent zu Buche steht. Damit ist der Börsenwert von Bitcoin auf 55,8 Mrd. Dollar gestiegen. Bitcoin hat die Abspaltung von Bitcoin Cash am 1. August problemlos weggesteckt. Nun fokussieren sich die Investoren wieder auf die hervorragenden Perspektiven von Bitcoin, denn im Zuge der Umstellung ist die Transaktionsgeschwindigkeit deutlich erhöht worden. Nach der Umstellung soll ein Block der Blockchain Informationen von bis zu zwei Megabyte speichern – das ist doppelt so viel wie bislang. Die höhere Transaktionsrate dürfte dafür sorgen, dass die Akzeptanz der Kryptowährung weiter deutlich steigt.

Russland setzt auf Bitcoin

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in den vergangenen Jahren alles in seiner Macht stehende unternommen, um die Bedeutung des Dollar als Weltreservewährung zumindest ein bisschen zurückzudrängen. Entsprechend bemerkenswert sind die neuesten Nachrichten aus Russland. So will die russische Firma Russion Miner Coin (RMC) 100 Mio. Dollar einsammeln, womit die russische Bitcoin-Mining-Industrie deutlich ausgebaut werden soll. Einer der Besitzer von RMC ist Dimitry Marinichev, Internet-Ombudsmann der russischen Regierung. Putin hat bereits frühzeitig die guten Aussichten von Kryptowährungen erkannt und Interesse gerade für die Blockchain-Technologie des Bitcoin-Konkurrenten Ethereum geäußert. RMC will vor allem die hohen Überkapazitäten Russlands an Strom nutzen, während die Strompreise niedriger als in China sind. 10 Mio. Dollar von den geplanten Einnahmen sollen dazu genutzt werden, um in Russland Halbleiter zu entwickeln, um den Stromverbrauch der Computer beim Minen (Schürfen) der Bitcoins zu verringern.

Mit der Rekordfahrt bei Bitcoin etablieren sich die Kryptowährungen derzeit immer mehr. Der Börsenwert der zehn führenden Kryptowährungen ist inzwischen auf rund 110 Mrd. Dollar gestiegen. Über die Perspektiven von Bitcoin und Ethereum hatten wir Sie bereits in den Beiträgen „Gold - Notenbanken treiben Investoren in Bitcoin & Co.“, sowie „Kryptowährung Bitcoin & Ethereum: Vergleich zu Gold“ informiert. Derzeit ist noch nicht sichtbar, was einen weitere Rekordfahrt bei Bitcoin & Co. verhindern könnte. Damit könnten die Kursgewinne im Verhältnis zu Gold weiter anwachsen.

Bitcoinpreis steigt weiter trotz Bitcoin Cash-Abspaltung
Egmond Haidt - Nach der Bankausbildung und dem BWL-Studium begann Egmond Haidt im Jahr 2000 als Redakteur bei BÖRSE ONLINE. Seit dem Verkauf von BÖRSE ONLINE an den Finanzen Verlag im Januar 2013 arbeitet Egmond als freier Finanzjournalist und schreibt über Themen wie Wirtschaft, Aktien, Währungen, Rohstoffe und Edelmetalle. Seit der 2008er-Schuldenkrise beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Gold.
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Kommentare [8]
  • von Ralf | 10.08.2017, 20:32 Antworten

    Oh Mann, ich verstehe bei diesem Thema immer nur "BAHNHOF"!!!

    • von bling bling | 11.08.2017, 01:07 Antworten

      wenn trump auf n-korea feuert, ist der emp so groß, dass bitcoin und etherum in r-land nicht handelbar sind, wohingegen gold verstrahlt und somit noch wertvoller wird. siehe goldfinger.

      • von Christian G | 11.08.2017, 18:50 Antworten

        Ich finde Cryptowährungen im Prinzip nicht schlecht... Wäre da nur nicht die Notwendigkeit einer Internetverbindung, wenn man zahlen will. Für alles, was online zu beziehen ist, ist das bestimmt nicht schlecht, da die Verfügbarkeit der Ware genau so ist wie die des Zahlmittels... beides vorhanden, oder beides nicht. Die Bezahlung beim Blackout im Supermarkt wird da schon problematischer. Wobei auch Registrierkassen mit Strom laufen... aber man kann ja auch per Hand Buch führen.
        Verstrahltes Gold hätte den Vorteil, wenn es vergraben ist, dass man es auch wieder mit einem Geigerzähler findet, wenn grad kein Metalldedektor zur Hand ist :)
        Mein FAZIT: Solange es technisch keine Probleme gibt, sind Bitcoin und Co durchaus von Nutzen, um durch eine Währungskrise zu kommen. Ebenso wie Gold und Silber.

        • von Dennis O | 17.08.2017, 16:44 Antworten

          Hi Christian, wieso nicht einfach seine Bitcoin wallet mit einer Debit Karte verknüpfen und einfach damit bezahlen ? ;)

  • von bling bling | 11.08.2017, 01:04 Antworten

    wenn strom in r-land so billig ist, wieso sollen dann 10 mio "dollar" in stromsparchipentwicklung gesteckt werden?

    • von Christian G | 11.08.2017, 19:24 Antworten

      Wenn man billig einkaufen kann, und monetäre Ressourcen zur Verfügung stehen, gibt es doch nichts besseres, als in die Zukunft zu investieren. Wenn nicht jetzt, wann dann?

  • von Mr. Silver | 11.08.2017, 12:46 Antworten

    Neue Märkte steigen schnell und fallen umso schneller. Man sollte sich fragen wo diese Bit Coins gehandelt werden??? Ist dies ein geregelter Markt. Ich glaube nicht. Wenn man weiss wie ein Preis entsteht, sollte man misstrauisch werden. Wieviel Umsatz ist an diesen Börsen täglich zu sehen. Den Gewinn von Gold mit Bitcoin zu vergleichen zeigt das diese Seite immer weiter vom Niveau sinkt. Man kann auch mit Hebelprodukten schnell mal ein paar Hundert Prozent machen, aber auch alles verlieren. Doch man ist dann an geregelten Märkten tätig die Kontrollen haben, und man die Sachen auch wieder los wird.

    • von Christian G | 11.08.2017, 19:18 Antworten

      Vorteil = Nachteil
      Die Autonomie und Unabhängigkeit des BTC ist eben dessen Vorteil und gleichzeitig auch sein Nachteil.

      "Schwarze" Handwerkerleistung ist billiger, allerdings gibt es dann auch keinen Garantieanspruch auf die Leistung. Zudem auch strafbar.

      Jeder ist für sein Handeln selber verantwortlich.

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