Stand: 15.03.2017 von © Gold.de Redaktion EH/GW 0 Kommentare

Gold und Bitcoin gelten als Alternativen zum Papiergeld. Nach der Entscheidung der Securities and Exchange Commission (SEC) am Freitag war der Bitcoin-Kurs kurz eingebrochen, hat inzwischen aber fast sämtliche Verluste wieder wettgemacht. Etliche Gründe sprechen allerdings dafür, dass Gold mittel- und langfristig wesentlich aussichtsreicher ist als Bitcoin.

Leichte Erholung beim Goldpreis: Grund waren die US-Arbeitsmarktdaten. Zwar hat die US-Wirtschaft im Februar Bitcoin und Gold alternative zum Papiergeld mit 235.000 Jobs deutlich mehr Jobs geschaffen als Volkswirte vorhergesagt hatten. Allerdings waren die durchschnittlichen Stundenlöhne um lediglich 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen, was unter den Erwartungen von 0,3 Prozent lag. Die Daten zeigen, dass trotz des angeblich so starken Arbeitsmarkts die Löhne nur relativ langsam steigen, weshalb es von dieser Seite kaum Inflationsdruck gibt. Nach den Daten ist der Wechselkurs US-Dollar/Euro etwas gesunken, während auch die Zinsen für US-Anleihen gesunken sind, wodurch sich der Goldpreis etwas erholt hat.

SEC erteilt Börsennotierung eines Bitcoin-ETFs eine Absage

In den vergangenen Jahren haben sich viele Anleger überlegt, ob sie lieber Geld in Gold oder in Bitcoin investieren sollen, um einen Kaufkraftverlust durch den Besitz von Papiergeld zu verhindern. Zwar war der Bitcoin-Kurs zuletzt kurz über den 1 Unze Gold gestiegen. Allerdings zeigt der jüngste Kursrückschlag bei Bitcoin, wie riskant ein Investment in die Kryptowährung ist. So hatte am Freitag, 10. März die US-Börsenaufsicht SEC einem ersten ETF auf Bitcoin eine Absage erteilt, woraufhin die Notierung abgerutscht ist von knapp 1.300 Dollar bis auf 1.000 Dollar. Inzwischen ist der Kurs aber wieder auf rund 1.230 Dollar gestiegen.

Die SEC hat dem Antrag der Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss auf eine Börsenzulassung eines Bitcoin-ETCs abgelehnt. Die Brüder betreiben die Bitcoin-Börse Gemini und wollen die Kryptowährung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. „Die Kommission stellt fest, dass Bitcoin sich in einem relativ frühen Stadium seiner Entwicklung befindet“, so die SEC. „Die Kommission ist der Überzeugung, dass die bedeutenden Bitcoin-Märkte unreguliert sind.“

China verschärft Regulierung des Bitcoin-Marktes

Von umso größer Bedeutung für die Kursentwicklung von Bitcoin ist der chinesische Markt, läuft laut den Angaben der chinesischen Bitcoin-Börsen mehr als 90 Prozent des weltweiten Handels über ihre Börsen. Experten haben daher wiederholt betont, dass der vorherige starke Anstieg von Bitcoin auf die Kapitalflucht aus China zurückzuführen sei. Nachdem die chinesische Börsenaufsicht der Entwicklung von Bitcoin lange Zeit zugeschaut hatte, verschärft nun die Börsenaufsicht die Regulierung nach und nach.

Zuletzt gaben die chinesischen Bitcoin-Börsen OkCoin, Huobi und BTCChina bekannt, dass die Auszahlung von Bitcoins weiter eingefroren ist und die am 8. Februar verhängte Auszahlungssperre von Bitcoins, die eigentlich nur einen Monat gelten sollte, auf unbestimmte Zeit verlängert worden ist. Derweil untersucht die Börsenaufsicht, ob die Bitcoin-Börsen die Vorgaben einhalten, beispielsweise bezüglich Geldwäsche. Tatsächlich geht es aber hauptsächlich um die Eindämmung der Kapitalflucht. Sie ist wenig verwunderlich, ist doch der chinesische Renminbi gegenüber dem Dollar im Rückwärtsgang, weshalb die Chinesen ihr Geld in Sicherheit bringen wollen. Die Kursentwicklung bei Bitcoin hängt damit maßgeblich von den Entscheidungen der chinesischen Notenbank und damit der Regierung ab.

China ermuntert Bürger physisches Gold zu kaufen

Während China dem bisherigen Boom bei Bitcoin jederzeit ein Ende bereiten könnte, indem China Bitcoins schlicht und einfach verbieten könnte, setzt das Land mehr denn je auf Gold. Laut den offiziellen Angaben besitzt China 1.842,6 Tonnen Gold und belegt damit weltweit den fünften Platz. Etliche Experten sind aber der Überzeugung, dass der tatsächliche Goldbesitz China eher bei 3.000 oder 4.000 Tonnen liegt, denn China will gemeinsam mit Russland die Bedeutung des Dollar als weltweit führende Reservewährung zurückdrängen und stellt damit das Petro-Dollar-System insgesamt in Frage. Um dieses Ziel zu erreichen, baut China seine Goldreserven nach und nach aus. Gleichzeitig ermuntern die Regierung und die Notenbank die Chinesen kräftig physisches Gold zu kaufen. China ist also langfristig an einem deutlich steigenden Goldpreis interessiert.

Der bisherige Anstieg von Bitcoin zeigt das rapide abnehmende Vertrauen der Sparer in Papiergeld unmissverständlich an. Trotz der kräftigen Erholung vom Kursrückschlag liegt der Wert sämtlicher Bitcoins allerdings bei lediglich rund 18 Mrd. Dollar. Damit ist er im Vergleich zum weltweiten Goldmarkt, der sich auf sieben Billionen Dollar beläuft, verschwindend gering. Auf diesen Wert belaufen sich die weltweit vorhandenen und bereits geförderten Goldbestände. Gold ist damit das einzige Geld, das man dem Papiergeld entgegensetzen kann. Die mittel- und langfristigen Perspektiven für Gold sind hervorragend, zumal wenn die weltweiten Zentralbanken weiter massiv Papiergeld drucken und es damit weiter entwerten.

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