Stand: 14.05.2013  0 Kommentare

Die Serie nach unten revidierter Goldpreisprognosen durch die großen Kreditinstitute wurde am Freitag, dem 10.05.2013, mit neuen Einschätzungen von BNP Paribas und der Deutschen Bank fortgesetzt, die damit auf den Einbruch des Goldpreises vor einigen Wochen reagierten. Der erwartete durchschnittliche Goldpreis für 2013 und 2014 liegt nach Ansicht der Analysten beider Großbanken deutlich über dem Londoner Goldpreis vom Freitag. Die Auswirkung des US-Dollars auf die Goldpreisentwicklung beurteilen die Deutsche Bank und BNP Paribas grundverschieden.

BNP Paribas reagiert auf Kurssturz von über 200 USD

Die französische Großbank BNP Paribas hat ihre Prognose für den durchschnittlichen Goldpreis 2013 um 5 % auf 1.580 USD gesenkt, teilte foxbusiness.com am vergangenen Freitag mit. Der Ausblick auf den Durchschnittspreis des kommenden Jahres liegt mit 1520 USD ebenfalls 5 % unter der früheren Schätzung des Geldinstituts.

Grund für die geringfügig pessimistischere Einschätzung ist der Preisverfall von mehr als 200 USD Mitte April. Vom damaligen Tiefstkurs bei 1.321,50 USD hat sich der Goldpreis allerdings inzwischen merklich erholen können. Am Freitag wurde Gold am London Bullion Market mit 1.426,50 USD fixiert. Der Londoner Preis gilt als weltweiter Referenzpreis für Gold.

Gold sollte in 6 Monaten wieder mehr als 1600 US-Dollar kosten

Gold sollte nach Ansicht der Analysten von BNP Paribas Stephen Briggs und Harry Tchilinguirian in sechs Monaten wieder über 1600 USD notieren, was einem Anstieg von mindestens 12 % entspräche.

Die fortgesetzte Bereitstellung von Liquidität durch die Fed werde in einer Schwächung des US-Dollars resultieren und in der Folge den Preis für das in Dollar gehandelte Gold unterstützen. Zugleich werden Zentralbanken in Schellenländern nach Ansicht der Analysten bei einem sinkenden Dollarkurs weiter Gold zum Zweck der Diversifikation ihrer Devisenreserven zukaufen.

Deutsche Bank erwartet fallenden Goldpreis bis 2015

Mit einem erwarteten durchschnittlichen Goldpreis von 1.533 USD für 2013, 1.500 USD für 2014 und 1.450 USD für 2015 hat die Deutsche Bank ihre Prognose laut der Economic Times um 6 %, 17 % und 25 % nach unten revidiert. Das Kreditinstitut aus Frankfurt beurteilt die Entwicklung der US-Währung und den Einfluss des US-Dollars auf den Goldpreis grundsätzlich anders als die Konkurrenz aus Frankreich.

Man erwartet eine Stärkung des Dollars gegenüber anderen Währungen und geht von einer baldigen Beendigung der quantitativen Lockerung (Ankäufe von Anleihen und Hypotheken) durch die Federal Reserve aus, was zu einer Verringerung der Inflationsängste führen werde. Schutz vor Inflation ist eines der wesentlichen Motive für Anleger und Investoren, Gold zu kaufen.

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