| GOLD | 4.748,95 $/oz | 4.059,00 €/oz | 130,50 €/g | 130.500 €/kg |
| SILBER | 75,28 $/oz | 64,35 €/oz | 2,07 €/g | 2.068,90 €/kg |
So hat im Mai dieses Jahres die Ratingagentur Moody"s als letzte der großen Drei die Bonität der USA von „AAA“ auf „AA1“ reduziert, bei stabilem Ausblick.
Zur Erinnerung: Bereits im August 2011 stufte Standard & Poor`s aufgrund der damals eskalierenden Auseinandersetzungen um die Schuldenobergrenze und die steigende Staatsverschuldung das Rating der USA von „AAA“ auf „AA+“ herab. Dies war historisch bedeutsam, da es das erste Downgrade der USA überhaupt durch eine große Agentur war. Im August 2023 folgte Fitch diesem Beispiel und senkte das Rating der USA ebenfalls von „AAA“ auf „AA+“. Begründet wurde dies mit einer „Erosion der Governance“, wiederkehrenden Konflikten um die Schuldenobergrenze und einer hohen, weiter steigenden Staatsverschuldung.
Fitch hat in der vergangenen Woche nach der verlorenen Vertrauensfrage des französischen Ministerpräsidenten François Bayrou die langfristige Bonitätsnote Frankreichs von „AA-“ auf „A+“ gesenkt. Verantwortlich hierfür waren steigende Staatsschulden, politische Instabilität und Zweifel daran, wie das Haushaltsdefizit und die öffentlichen Finanzen mittelfristig stabilisiert werden können.
Bereits im Juni 2025 hat Fitch Österreichs langfristige Kreditwürdigkeit von AA+ auf AA gesenkt, mit stabilem Ausblick. Grund waren unter anderem höhere Staatsdefizite sowie die verschlechterte makroökonomische Lage.
Bei der Bewertung der Schuldentragfähigkeit nutzen Investoren vor allem zwei Kennzahlen: den Schuldenstand in Prozent des BIP sowie das Haushaltsdefizit in Prozent des BIP. In den vergangenen Jahren haben sich diese Indikatoren sukzessive verschlechtert..
Mittlerweile übertrifft der Schuldenberg von sieben G-20-Staaten deren Wirtschaftsleistung.
Staatsschulden in Prozent des BIP
| Land | 2024 | 2014 |
|---|---|---|
| Japan | 236,7 | 233,3 |
| Singapur | 173,1 | 97,1 |
| Italien | 135,3 | 135,4 |
| USA | 124,3 | 102,1 |
| Frankreich | 113,0 | 96,3 |
| Kanada | 110,8 | 85,7 |
| Spanien | 101,8 | 104,4 |
Bei den Haushaltsdefiziten ist innerhalb der G20 ein ähnlich negativer Trend zu beobachten. So weisen für das Jahr 2024 insgesamt sechs bedeutende Wirtschaftsnationen – darunter China und die USA – ein Haushaltsdefizit von über fünf Prozent des BIP aus (siehe Tabelle).
Wichtig zu wissen: In den vergangenen zehn Jahren haben sich bei den meisten Ländern die Kennzahlen mitunter deutlich verschlechtert.
Haushaltsdefizit in Prozent des BIP
| Land | 2024 | 2014 |
|---|---|---|
| Brasilien | -8,5 | -6,0 |
| China | -6,5 | -1,8 |
| USA | -6,4 | -2,8 |
| Frankreich | -5,8 | -4,6 |
| Mexiko | -5,7 | -3,1 |
| Südafrika | -5,0 | -4,3 |
Zwar zählt Deutschland nicht zu den größten Schuldensündern, dessen Staatsfinanzen haben aber ebenfalls seit 2014 gelitten. In diesem Zeitraum hat sich der Schuldenberg von 74,5 auf 62,5 Prozent des BIP reduziert, die Haushaltslage hat sich jedoch deutlich verschlechtert. So verwandelte sich ein Überschuss von 0,6 Prozent in ein Defizit von 2,8 Prozent des BIP.
Mit dem im März beschlossenen Schuldenpaket über 500 Mrd. Euro (über mehrere Jahre) und dem Aufheben der Schuldenbremse für Verteidigungs- und Sicherheitsausgaben ist eine Verschlechterung der Staatsverschuldung Deutschlands praktisch vorprogrammiert.
Für Gold dürfte der globale Schuldenanstieg ein wichtiger Grund für dessen Rekordfahrt der vergangenen Jahre gewesen sein, schließlich existiert bei Goldbarren bzw. -münzen weder ein Kontrahenten- noch ein Totalverlustrisiko. Von Währungen oder Staatsanleihen kann man dies hingegen nicht behaupten.
Am Mittwoch wird die US-Notenbank Fed die US-Leitzinsen aller Voraussicht nach um 25 Basispunkte senken. Laut FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group beläuft sich die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario auf 93,4 Prozent, während ein großer Schritt um 50 Basispunkte als weniger wahrscheinlich gilt (6,6 Prozent).
Ein hohes Maß an Aufmerksamkeit dürfte vor allem die anschließende Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell mit sich bringen.
„Garniert“ wird dieses Top-Event durch die Bekanntgabe diverser wichtiger US-Konjunkturindikatoren. Nach den miserablen Daten vom US-Arbeitsmarkt haben sich die Perspektiven der US-Wirtschaft zuletzt spürbar eingetrübt. Und insbesondere in konjunkturell schwierigen Zeiten erinnern sich erfahrungsgemäß viele Investoren an die „wohltuende Wirkung“ von Gold.
Die Erfolgsgeschichte von Gold dürfte sich daher noch ziemlich lange fortsetzen.
Die Schulden werden weiter anschwellen. Das ist eine mathematische Gewissheit, da das hochkriminelle verzinste und zinsesverzinste Schuldgeldsystem gar nichts anderes ermöglicht. Der Totalcrash ist also vorprogrammiert.
Wohl dem, der sein Vermögen in Edelmetalle wie physisches Gold und/oder Silber umgewandelt hat, denn das kann niemals wertlos werden.