Stand: 22.08.2014  0 Kommentare

Wie Reuters am 19. August 2014 berichtete, haben drei weitere Banken Lizenzen für Goldimporte nach China erhalten: zwei chinesische Institute und ein ausländisches Geldhaus. Experten sehen die neuen Zulassung weniger als einen Hinweis auf zu erwartende steigende Goldeinfuhren, sondern als einen weiteren Schritt auf dem Weg Chinas, Einfluss auf den Goldpreis zu gewinnen.

Goldimport Lizenzen China: Zahl importberechtigter Banken steigt auf 15

Mit Standard Chartered, der Shanghai Pudong Development Bank und der China Merchants Bank steigt die Zahl der importberechtigten Geldinstitute auf 15. Die britische Standard Chartered ist nach der ebenfalls britischen HSBC und der australischen ANZ erst die dritte ausländische Bank, die Gold nach China einführen darf.

Bei den chinesischen Banken, die ebenfalls neue Importgenehmigungen erhalten haben handelt es sich um die Shanghai Pudong Development Bank und die China Merchants Bank. Beide zählen zu den aktivsten Handelsteilnehmern an der SGE (Shanghai Gold Exchange), Chinas zentraler Goldbörse. "Wir sind aktive Händler und warten bereits seit über einem Jahr auf die Lizenz. Bisher importieren wir noch nicht, werden aber bald damit beginnen", so eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem Umfeld einer der Banken.

Ziele: Einfluss auf den Goldpreis, Internationalisierung des Yuan

Die Vergabe von neuen Importlizenzen (auch) an ausländische Banken ist vor allem im Zusammenhang mit der für September geplanten Eröffnung einer internationalen Goldhandelsplattform an der SGE von Bedeutung. Ein verstärkter Zugang internationaler Marktteilnehmer zum chinesischen Goldmarkt soll den Einfluss Chinas auf die Goldpreisentwicklung stärken.

Der globale Referenzpreis für Gold wird derzeit beim Londoner Gold Fixing festgelegt. China - der weltweit größte Förderer und Importeur des Edelmetalls - spielt bei der Preisfindung bisher keine nennenswerte Rolle. Neben einem größeren Einfluss auf den Goldpreis soll der internationale Goldhandel in Shanghai auch der Internationalisierung der chinesischen Währung dienen. Die Kontrakte werden nicht in US-Dollar, sondern in Yuan gehandelt.

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Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"