Stand: 26.11.2016  0 Kommentare

8.700 Tonnen: Auf diese stolze Menge addiert sich laut Informationen von Spiegel Online der private Goldbesitz der Deutschen. Damit liegen die Bundesbürger nicht nur vor den staatlichen deutschen, sondern sogar vor den weltgrößten US-amerikanischen Goldreserven von 8.135 Tonnen. Darüber hinaus ist der Trend zum Goldkauf ungebrochen. In den vergangenen zwei Jahren hat sich sowohl die absolute Menge des Goldes in Privatbesitz als auch der Anteil der Goldbesitzer in der Bevölkerung erhöht.

Deutsche besitzen Gold im Wert von über 330 Milliarden

Die deutschen haben in den vergangenen Jahren kräftig Gold gekauft. Alleine seit 2014 hat sich der private Goldbesitz von 8.200 Tonnen um 6,1 Prozent auf 8.700 Tonnen erhöht. Der Wert des Goldes, in Form von Goldmünzen, Goldbarren und Goldschmuck entspricht der stattlichen Summe von gut 333 Milliarden Euro.

In diesem Betrag ist sogenanntes Börsengold, also Gold, das privat in ETCs (Exchange Traded Commodities) gehalten wird, noch gar nicht eingerechnet. Nimmt man diese Anteile mit hinzu, ergibt sich eine Summe von 376 Milliarden Euro. Das entspricht für physisches Gold einem Anstieg um 33 Prozent und für „Börsengold“ und physisches Gold zusammengenommen einem Anstieg um 31 Prozent seit 2013.

Drei von vier Bürgern planen Goldkäufe

Laut einer repräsentativen Umfrage der Steinbeis-Hochschule Berlin aus dem 3. Quartal 2016 ist die Goldkauflaune der deutschen ungebrochen. 77,7 Prozent der 2.000 befragten erwachsenen Bundesbürger gaben an, in Zukunft Gold zu kaufen. 15,3 Prozent waren unentschlossen und nur 7,1 Prozent schlossen Goldkäufe in der Zukunft aus.

Im 1. Quartal 2010 hatten sich noch ein völlig anderes Bild gezeigt. Damals planten nur 42 Prozent der erwachsenen Deutschen Goldkäufe, 23,4 Prozent waren unentschieden und 34,6 Prozent sagten aus, sicher kein Gold kaufen zu wollen.

Anteil der Goldbesitzer deutlich gestiegen

Die Lust Goldkauf macht sich auch am Gold besitzenden Anteil der deutschen Bevölkerung deutlich bemerkbar. Inzwischen liegt dieser Anteil bei 75 Prozent, vor nur zwei Jahren zählten erst 67 Prozent der Deutschen zu den Goldbesitzern.

Im Durchschnitt besitzt jeder erwachsene Bundesbürger nun 69 Gramm des gelben Edelmetalls. Das sind vier Gramm mehr als vor zwei Jahren. Als besonders kauffreudig zeigen sich die Bewohner der süddeutschen Bundesländer. Hier liegt der durchschnittliche Goldbesitz bei 85 Gramm, während die Bevölkerung im Osten mit 45 Gramm am wenigsten Gold hält.

Der Unterschied ist aber vermutlich weniger in einer größeren Affinität zu Gold in Süddeutschland zurückzuführen als auf recht deutliche Einkommensunterschiede in den verschiedenen Bundesländern.

So betrug das verfügbare Nettoeinkommen 2015 beim Spitzenreiter Bayern 1.631 Euro und in Baden-Württemberg 1.586 Euro. Das Schlusslicht bildete Mecklenburg-Vorpommern mit 869 Euro und auch in Sachsen lag der Betrag mit 895 Euro nur unwesentlich höher.

Gründe für Goldkäufe der Deutschen

Als  Motivation für den Goldkauf gaben 34,7 Prozent der Befragten an, Gold sei eine gute Geldanlage und der Kauf diene dem Werterhalt. Der Gedanke an die eigene Altersvorsorge sowie Schutz vor Krisen und Inflation waren mit 15 Prozent und 12,3 Prozent ebenfalls wichtige Motivationen für den Goldkauf.

Nur 2,3 Prozent der Befragten gaben an, Gold auf Empfehlung zu kaufen und ein ebenfalls sehr geringer Anteil von 2,9 Prozent nutzt Gold als Mittel der Diversifikation im Portfolio.

ETCs im 3. Quartal 2016 besonders stark gefragt

Die jüngsten Daten des World Gold Council zum 3. Quartals 2016 legen die Vermutung nahe, dass sich die Goldkäufe der Deutschen in den Monaten Juli bis September im nicht physischen Bereich der ETCs stattfinden. Die Konsumentennachfrage nach Goldschmuck, Goldbarren und Goldmünzen ging im 3. Quartal von 24,1 Tonnen um 35 Prozent auf 20,5 Tonnen zurück.

Zugleich flossen dem größten deutschen ETC Xetra-Gold,  um 109, 7 Tonnen zu. Das entspricht einem sehr deutlichen Anstieg um 85 Prozent.Der Grund für diese Beliebtheit von „Börsengold“ ist vor allem im hohen Goldpreis des 3. Quartals zu suchen. In der Spitze kostete Gold in London 1.370 Dollar beziehungsweise 1.235 Euro.

Eine steigende Goldpreisentwicklung macht ETC-Anteile in der Hoffnung auf schnelle Gewinne attraktiv, während ein niedriger Goldpreis oft von physischen Anlegern genutzt wird, die das Edelmetall langfristig halten möchten.

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