Stand: 03.02.2016  0 Kommentare

Die Deutschen lieben ihr Gold. Schätzungen zufolge wurden hierzulande im vergangenen Jahr rund 120 Tonnen Gold in Form von Münzen und Barren abgesetzt. Das macht Deutschland zum weltweit drittgrößten Markt für Anlagegold.

Lediglich in China und Indien, den mit Abstand größten Goldkonsumenten der Welt, wird mehr Gold verkauft als in Deutschland. Selbst die USA müssen sich beim Goldabsatz weit hinter der Bundesrepublik anstellen. Gründe für die anhaltend hohe Nachfrage sehen Beobachter unter anderem in der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Doch auch die traditionellen Berührungsängste der Deutschen mit Wertpapieranlagen, insbesondere Aktien, machen Deutschland laut einem Bericht des ARD-Portals Boerse.ARD (vom 22.01.16) zum weltweit drittgrößten Markt für Anlagegold.

Gold im Wert von 3,8 Milliarden Euro

Den Angaben zufolge haben die Deutschen im letzten Jahr so viel Gold gekauft wie seit mindestens vier Jahren nicht mehr. Der Goldabsatz zu Anlagezwecken belief sich demnach auf rund 120 Tonnen in Form von Goldmünzen und Goldbarren mit einem geschätzten Handelswert von 3,8 Milliarden Euro. Offenbar seien viele Deutsche überzeugt, dass eine Anlage in physischen Münzen oder Barren einen besseren Schutz vor einem eventuellen Zusammenbruch des Finanzsystems oder gar einem Krieg biete, als dies eine Anlage in Wertpapieren zu leisten vermöge, hieß es. Selbst ein fallender Goldpreis (rund minus 10 Prozent in 2015, Anm. die Red.) spiele bei den Anlageentscheidungen der deutschen Anleger keine Rolle.

Auch Silber verzeichnet Absatzrekorde

Neben der soliden Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren ist dem Augenschein nach auch das Kaufinteresse nach physischem Silber deutlich gestiegen. Dem ARD-Bericht zufolge hätten manche Händler und Handelsbanken für das vergangene Jahr sogar Absatzrekorde für das weiße Edelmetall gemeldet. Allein etwa bei der BayernLB sei in 2015 mehr als doppelt so viel physisches Silber abgesetzt worden wie noch im Jahr davor. Mit insgesamt 720 Tonnen Silber habe man dort im letzten Jahr so viel des Edelmetalls verkauft wie nie zuvor. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 sollen es noch etwas mehr als 300 Tonnen gewesen sein. Insgesamt habe die BayernLB im vergangenen Jahr 768 Tonnen physischer Edelmetalle gehandelt, was dem Gewicht von 40 vollbesetzten Reisebussen entspreche, hieß es. Davon entfielen knapp 48 Tonnen auf den Handel mit physischem Gold - gut sechs Tonnen mehr als im Jahr davor.

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