Stand: 14.02.2014  0 Kommentare

Schon den alten Römern galt Gold als Triebfeder des Krieges. Der siegreiche Napoleon schmückte ganz Paris mit dem gelben Edelmetall und die Nazis rafften unter Hitler in Europa so viel Gold zusammen wie sie nur bekommen konnten. Zwischen Gold, Macht, Krieg und auch Verbrechen hat schon immer ein oft unheilvoller Zusammenhang bestanden.

Die TV-Dokumentation "Die Macht des Goldes" begibt sich auf Spurensuche, die von Schiffswracks auf dem Meeresgrund bis in die virtuelle Welt der modernen Finanzmarktspekulation führt, in der vor allem Großbanken das Sagen haben.

Von der Goldjagd der Nazis...

Die Rolle des Goldes im 2. Weltkrieg bildet einen der Schwerpunkte der Dokumentation. Hitlers Deutschland war bei Kriegsbeginn so gut wie pleite und benötigte das Edelmetall, das in den Tresoren der Zentralbanken ganz Europas lagerte, um seine Armeen zu finanzieren. Frankreich und Großbritannien ging es ähnlich. Die beiden Länder versuchten, so viel Gold wie möglich in die Sicherheit Nordamerikas zu bringen und es so dem Zugriff der Nazis zu entziehen.

Während Hitler das Gold in Ländern wie den Niederlanden und Ungarn einheimsen konnte, entgingen ihm die britischen und französischen Goldreserven. Ein großer Teil davon schaffte die Überquerung des Atlantiks. Das britische Gold floss schließlich in die US-amerikanische Rüstungsindustrie. Die Aufträge des Vereinigten Königreichs hatten einen großen Anteil daran, dass die Vereinigten Staaten die wirtschaftliche Krise der 30er Jahre überwinden konnten. Frankreichs Gold hingegen wurde für den Wiederaufbau nach dem Krieg zurückbehalten.

...über geborgene Schätze...

Nicht alles Gold der Briten und Franzosen gelangte auf dem Weg nach Nordamerika ans Ziel. Viele Ladungen versanken auf dem Meeresgrund, nachdem die transportierenden Schiffe von deutschen U-Booten versenkt worden waren.

Schiffswracks aus dem 2. Weltkrieg enthalten jedoch keineswegs die einzigen Schätze, die heute auf dem Boden der Ozeane liegen. Laut Angaben der Vereinten Nationen befinden sich rund drei Millionen Wracks aus vielen Jahrhunderten auf dem Meeresgrund, nicht wenige davon mit Gold und Silber beladen.

Unternehmen wie Odyssee Marine aus Tampa, Florida haben es sich zum Ziel gesetzt, die versunkenen Edelmetalle zu bergen. Mit modernstem Hightech-Gerät ausgestattet, gelingt es den Schatzsuchern, das Gold und Silber wieder ans Tageslicht zu holen. Das Ergebnis ist nicht selten ein Rechtsstreit um Besitzansprüche, die mitunter eine Jahrhunderte umfassende Beweisführung erfordern.

So barg Odyssee Marine vor der Küste Portugals einen Goldschatz von 600.00 Münzen. Das Gold stammte von einer spanischen Fregatte, die im Jahr 1804 von Großbritannien versenkt worden war. Doch auch Peru meldete Ansprüche an. Schließlich hätten die Spanier das Gold geraubt und zwar von den Inkas. Spanien konnte seine Forderungen aber schließlich mithilfe der USA durchsetzen.

Hier können Sie die vollständige TV-Dokumentation "Die Macht des Goldes" ansehen:


...und moderne Goldmarktmanipulation...

Inzwischen spielen militärische Auseinandersetzungen beim Kampf um das Gold, der heute zu weiten Teilen ein Kampf um den Goldpreis ist, keine Rolle mehr. Das modernen Kriegsgerät befindet sich in Form von Computer-Algorithmen in den Handelsräumen sogenannter Bullion-Banken (übersetzt etwa: Goldbarrenbanken). Die Schlachtfelder sind Warenterminbörsen wie die COMEX in New York.

Der langjährige Kenner des Goldmarkts Andrew Maguire findet in der Dokumentation klare Worte zum Vorgehen der Banken an den Gold- und Silbermärkten. Nach seiner Einschätzung handelt es sich eindeutig um illegale Preismanipulationen. Binnen Sekunden laden die Bullion-Banken massive Verkaufsaufträge an den Terminbörsen ab, sodass die Preise plötzlich und deutlich fallen.

Investoren, die sich gegen Verluste absichern wollen, reagieren nun ihrerseits mit weiteren Verkaufsauftragen und verstärken so den Preisverfall. Die Bullion-Banken erhalten so die Möglichkeit, Gold und Silber kurze Zeit nach Ihren Verkäufen günstiger zurückzukaufen und erhebliche Gewinne einzufahren.

... bis hin zur Frage: Wo ist das Gold?

Bei diesen unterstellten Manipulationen wechseln keineswegs echte Edelmetallbarren den Besitzer. Es werden lediglich Ansprüche auf solche Barren gehandelt. Das Verhältnis von Ansprüchen und verfügbaren Barren wird in der Fernsehdokumentation mit 100:1 angegeben.

Die Tatsache, dass mehr Gold verkauft wird, als vorhanden ist, muss sich keineswegs auf Terminbörsen wie die COMEX beschränken. Westliche Zentralbanken sollen in großem Umfang Gold an Bullion-Banken verliehen haben, die es dann ihrerseits verkauften, meist an staatliche oder private Interessenten aus aufstrebenden Schwellenländern.

Wie viel Gold befindet sich heute tatsächlich noch im legendären Fort Knox und den anderen Goldlagerstätten der USA und Europas? Genaue Aussagen darüber lassen sich nicht treffen, denn ordentliche Bestandsprüfungen haben entweder überhaupt noch nie oder vor vielen Jahrzehnten stattgefunden.

Du hast eine Meinung dazu? Her damit!
Sicherheitsfrage: wie viele Münzen siehst du?
Fragen über Fragen
Ich stimme zu, dass mein Kommentar zur Veröffentlichung auf gold.de gespeichert wird. Du kannst deine Einwilligung jederzeit per Mail an info@gold.de widerrufen. Hier findest du unsere Datenschutzerklärung.

Copyright © 2009-2019 by Gold.de - Alle Rechte vorbehalten

Konzept, Gestaltung und Struktur, sowie insbesondere alle Grafiken, Bilder und Texte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Missbrauch wird ohne Vorwarnung abgemahnt. Alle angezeigten Preise in Euro inklusive MwSt. (mit Ausnahme von Gold), zzgl. Versandkosten, sofern diese anfallen. Verfügbarkeit, Abholpreise, Goldankauf und nähere Informationen über einzelne Artikel sind direkt beim jeweiligen Händler zu erfragen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Handcrafted with in "Schwäbisch Sibirien", Germany