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Stand: 02.09.2025 von Jörg Bernhard
Vergleicht man nach acht Monaten die diesjährige Performance des Dollarindex mit der des S&P 500 und von Gold, so gibt es einen eindeutigen Sieger. Während die US-Währung 2025 fast zehn Prozent verloren hat, gewann der S&P 500 zehn Prozent und Gold verteuerte sich um über 31 Prozent.
Gold schlägt Dollar & Aktien: 2025 mit 30 % Rendite vorn

Gold „glänzt“ nicht nur bei der Rendite

Und diese Diskrepanz zwischen den verschiedenen Anlageklassen scheint keine kurzfristige Entwicklung zu sein, schließlich weist der Goldpreis auf Sicht von drei Jahren dank seiner seither erzielten Verdopplung eine annualisierte Rendite von 26 Prozent aus, während der Dollarindex in den vergangenen drei Jahren einen Rückgang um 10,7 Prozent verzeichnete und der US-Aktienindex seither (+64,6 Prozent) auf eine annualisierte Rendite von 18 Prozent kam.

Eine Outperformance der US-Aktien stellt sich erst bei einem Betrachtungszeitraum von fünf bzw. zehn Jahren ein. Dabei sollten Anleger allerdings eines auf keinen Fall außer Acht lassen: Mit einem Investment in den S&P-500-Index waren – trotz dessen breiter Diversifikation auf 500 Unternehmen – weitaus stärkere Nerven erforderlich als bei einem Goldinvestment.

Dies kommt beim Vergleich der Risiko-Kennzahl Volatilität (siehe Tabelle) besonders gut zum Ausdruck.

Chancen und Risiken: Gold und S&P-500 im Vergleich

Xetra-GoldS&P-500-ETF
Rendite (1 Jahr)29,5 % p.a.10,4 % p.a.
Rendite (3 Jahre)18,9 % p.a.12,1 % p.a.
Rendite (5 Jahre)12,0 % p.a.14,8 % p.a.
Rendite (10 Jahre)11,2 % p.a.13,7 % p.a.
Volatilität (1 Jahr)11,6 % p.a.17,0 % p.a.
Volatilität (3 Jahre)11,5 % p.a.14,7 % p.a.
Volatilität (5 Jahre)11,8 % p.a.15,1 % p.a.
max. Drawdown (1 Jahr)-5,3 %-7,6 %
max. Drawdown (3 Jahre)-7,3 %-13,0 %
max. Drawdown (5 Jahre)-17,2 %-24,0 %
Sharpe Ratio (1 Jahr)1,960,89
Sharpe Ratio (3 Jahre)1,230,79
Sharpe Ratio (5 Jahre)0,590,79
Quelle: www.extraetf.com

Risikobereinigte Rendite versus Performance

Anleger sollten bei der Bewertung von Investments nicht allein auf die absolute Performance achten, sondern stets die risikobereinigte Rendite berücksichtigen. Ein hoher Gewinn klingt zwar attraktiv, sagt jedoch wenig darüber aus, wie viel Risiko eingegangen werden musste, um diesen zu erzielen. So kann bspw. eine Jahresrendite von zehn Prozent deutlich attraktiver sein als eine mit 15 Prozent, wenn die Schwankungen geringer und die Verlustrisiken begrenzt sind. Kennzahlen wie die Sharpe Ratio setzen Rendite ins Verhältnis zur Volatilität oder zu Verlustphasen und geben damit ein klareres Bild über die Effizienz eines Investments.

Gerade in volatilen Märkten ist es entscheidend, nicht nur die Höhe, sondern auch die Stabilität der Renditen im Blick zu behalten. Eine gute Kennzahl, um das Risiko besser einzuordnen, stellt auch der maximal Drawdown dar. Dieser misst den größten prozentualen Rückgang eines Anlagewertes oder Portfolios vom höchsten Punkt bis zum tiefsten Punkt innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Er zeigt also das maximale Verlustpotenzial während einer Abwärtsphase auf, bevor sich der Kurs wieder erholt.

In der nachfolgenden Tabelle wurden die Risikokennzahlen des Gold-ETFs mit der höchsten Marktkapitalisierung (XETRA-Gold) dem vergleichbaren Top-ETF im Bereich US-Aktien (iShares Core S&P 500 UCITS ETF) gegenübergestellt. Das Ergebnis ist eindeutig – in sämtlichen Belangen fallen die jeweiligen finanzmathematischen Risikokennzahlen bei Gold besser als bei der S&P-500-Variante aus.

Ausblick für die laufende Woche

Dem Goldpreis fehlte am Montag nicht mehr viel, um ein neues Rekordhoch zu markieren. Sorgen um die Inflation und die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed sowie die gestiegene Hoffnung auf eine Serie von Zinsreduktionen in den USA waren für die jüngste Aufwärtstendenz maßgeblich verantwortlich.

Aus charttechnischer Sicht bewegt sich die Krisenwährung derzeit in einer massiven Widerstandszone, deren nachhaltiges Überwinden aber relativ schwierig werden dürfte. In den kommenden Handelstagen steht eine regelrechte Flut an wichtigen US-Konjunkturindikatoren zur Bekanntgabe an.

Vor allem die Updates zum US-Arbeitsmarkt dürften für ein hohes Maß an Spannung sorgen – insbesondere der für Freitagnachmittag angekündigte Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums.

Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich im August die Arbeitslosenrate von 4,2 auf 4,3 Prozent erhöht haben und die Zahl neu geschaffener Stellen von 73.000 auf 75.000 leicht gestiegen sein.

Nur zur Erinnerung: In den Jahren 2021 (Juli: 931.000), 2022 (Februar: 869.000), 2023 (Januar: 444.000) und 2024 (Dezember: 323.000) übertrafen die damaligen Jahreshochs die aktuellen Werte um ein Vielfaches.

Aus diesem Grund sorgt sich die US-Notenbank Fed derzeit besonders stark um den US-Arbeitsmarkt.


Der Tag des Goldes 

GOLD.DE initiiert den 7.9. als neuen Branchentag für echte Werte.

Der 7. September ist bewusst gewählt: Dieses Datum steht für die Ordnungszahl 79 des Elements Au (lat. aurum = Gold). Als führende Vergleichsplattform für Edelmetallpreise etablieren wir diesen neuen Aktionstag als Zeichen für Vertrauen in echte Werte und als Impuls für mehr Sichtbarkeit von Gold in Gesellschaft, Medien und Handel.

Jedes Jahr widmen wir den Tag des Goldes einem Schwerpunkt, der die Vielseitigkeit und Bedeutung des Edelmetalls beleuchtet. Zum Auftakt steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt – genauer gesagt:

„Gold im Kreislauf der Zukunft“

Namhafte Experten und Autoren werden das edle Metall und dessen Gewinnung sowie Verwendung unter diesem Punkt für Sie detailliert beleuchten und es gibt ab dem 7.9. insgesamt 10 x 1 g Goldbarren von C. HAFNER zu gewinnen.

Mehr dazu in Kürze!

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Stand: 02.09.2025
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von Helmut Hohendahl | 06.09.2025, 15:19 Uhr Antworten

Der Goldpreis steigt rasant und kennt keine Charttechnik wenn der Anleihemarkt höhere Renditen schreibt.

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