Stand: 25.09.2014  0 Kommentare

Können Edelsteine als Anlage-Alternativen wirklich Münzen und Barren aus Edelmetall das Wasser reichen? Diamanten sind faszinierende Erzeugnisse der Natur und werden von immer mehr Edelmetall-Anlegern entdeckt. Zwar werden auch synthetische Diamanten verkauft, doch wirklich wertvoll sind die Edelsteine nur, wenn sie durch natürliche Zufälle entstanden sind. Wenn dann auch noch Schliff, Farbe, Reinheit und Karat-Zahl stimmen, ist ein Edelstein für manchen Anleger eine echte Alternative zu Gold und Silber.

Edelsteine haben auf den ersten Blick nicht mehr als die erste Silbe mit Edelmetallen gemeinsam. Dennoch sollten sie bei einem umfangreichen Blick auf den Markt der edlen Rohstoffe nicht vergessen werden, immerhin werden bei der Gewinnung von Edelsteinen ähnliche Techniken genutzt, zudem haben Edelsteine für die Schmuckindustrie eine ähnliche Bedeutung wie Gold und Silber - für manche wird die Goldkette mit einem funkelnden Diamanten erst richtig schön und wertvoll.

Diamanten, Rubin, Saphir und Smaragd als Wertanlage

Es ist also nicht verwunderlich, dass sich Diamanten ebenfalls als Wertanlage eignen. Bei ihrer Bewertung spielen vier Eigenschaften eine Rolle: Das Gewicht (gemessen in Karat), die Farbe, die Reinheit sowie der Schliff. Eine untergeordnete Rolle spielt hingegen die Herkunft des Edelsteins. Als besonders selten gelten der Rubin, Saphir und Smaragd. Die Bewertung eines Steins ist für Laien ein praktisch unmögliches Unterfangen, da schon kleine Unreinheiten im Extremfall für Preisunterschiede im fünfstelligen Bereich sorgen können. Zudem sind viele gut gemachte Fälschungen im Umlauf, die von Experten meist sofort erkannt, einem Laien jedoch leicht durchrutschen können.

In Diamanten, Saphire, Rubine, Smaragde und andere Edelsteine investieren
Edelsteine als Wertanlage: Rechnet es sich für normale Anleger, in Diamanten, Saphire, Rubine, Smaragde und andere Edelsteine zu investieren?

In Edelsteine investieren: Kurzfristige Gewinne unwahrscheinlich

Der Kauf eines Edelsteines sollte für Otto Normalverbraucher zu Anlagezwecken normalerweise nicht in Frage kommen. Die überwiegende Masse der angebotenen Steine eignen sich nicht für die langfristige Anlage und ist für Schmuckverarbeiter kaum interessant. Zudem lassen sich mit Edelsteinen wegen der festen Handelskosten kurzfristig keine Gewinne machen. Und die typische Motivation für den Kauf von Gold und Silber - der Schutz vor Inflation und Rezession - passt nicht zum Kauf eines Edelsteins, denn in einer Rezession dürfte die Nachfrage nach Luxusartikeln stark einbrechen.

Wer dennoch einen Teil seines Vermögens in Edelsteine investieren möchte, ist gut beraten, wenn er keine allzu großen Beträge in einen einzelnen Stein investiert - leicht verkäuflich sind besonders solche Steine, die auch von der mittelständischen Schmuckindustrie weiterverarbeitet werden können. Allzu sensationelle Raritäten, die nur über internationale Auktionshäuser verwertet werden können, können im Wert leicht abstürzen, wenn sich kein Liebhaber findet.

Carat, Color, Clarity und Cut: Auswahlkriterien für Diamanten

Münzensammler achten auf die Oberfläche ihrer Schätze, Briefmarkenliebhaber schauen sich die Zacken ganz genau an - doch wie entscheiden Experten über die Qualität eines Diamanten? Die wichtigsten Kriterien lassen sich in einer einfachen Formel zusammenfassen: Vier Begriffe, die allesamt mit dem Buchstaben "c" beginnen, stehen für die wichtigsten Anhaltspunkte. Carat, Color, Clarity und Cut sind das Maß aller Dinge auf dem Diamantenmarkt. Sie geben Aufschluss darüber, wie teuer ein Diamant wirklich ist:

Cut (Schliff) Diamanten sind natürliche Erzeugnisse. Nur beim Schliff des Diamanten greift der Mensch ein - denn erst der Schliff sorgt für das Glänzen und Leuchten, mit dem Diamanten zum Inbegriff von Reichtum und Wohlstand geworden sind. Der Schliff ist eine Kunst für sich, richtige Proportionen und die Anordnung der Facetten entscheidet über das Erscheinungsbild des Diamanten. Hierbei werden vier Qualitätsstufen zwischen "sehr gut" und "gering" unterschieden.
Color (Farbe) Eigentlich wird der Diamant als farbloser Stein bezeichnet - doch wer ins Schaufenster eines Juweliers schaut, entdeckt praktisch alle Farben des Regenbogens. Und tatsächlich ist hochfeines Weiß äußerst selten, genauso wie Diamanten mit einer reinen Farbgebung. Verbreitet sind vor allem gelbe Edelsteine. Heute gibt es insgesamt elf Farbklassen.
Clarity (Reinheit) Bei einem wertvollen Edelstein werden keine Verunreinigungen geduldet. Dabei ist es völlig normal, dass ein Diamant als Naturprodukt auch Einschlüsse von nicht kristallisiertem Kohlenstoff enthält. Dennoch gilt, dass die Reinheit eines Diamanten auch über den Wert bestimmt und der Diamant mit zunehmender Reinheit auch wertvoller wird. Die Bewertung der Reinheit erfolgt in sechs Stufen.
Carat (Karat) Diese Einheit bestimmt das Gewicht und damit auch die Größe eines Diamanten. Ein metrisches Karat entspricht genau 0,2 Gramm oder 100 Punkten. Der Preis eines Brillanten wird mithilfe der Karatzahl berechnet.

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