Stand: 26.05.2012  0 Kommentare
Ein Film von Ben Ouattara (DVD)

Geld bedeutet Macht. Doch der international anerkannte Wirtschaftswissenschaftler, Währungsspezialist und leidenschaftliche Euro-Kritiker der ersten Stunde, Professor Dr. Wilhelm Hankel warnt: „Staat und Währung dürfen nicht getrennt werden. Wer sie dennoch trennt, bezahlt es mit dem Verlust der Stabilität der Währung und möglicherweise auch dem Verlust der Stabilität des Staates!“.

Es war einmal der EURO

Worum geht es in dem Film? Wilhelm Hankel: Ich hielt es für eine Herausforderung, einen Film zu machen, der die Grundlagen der Geldwirtschaft auf ganz einfache und verständliche Weise klar legt. Damit jeder verstehen kann, worum es beim Geld geht. Währungsfragen sind bekanntlich etwas komplizierter als eine simple ...

Es war einmal der EURO
Eckdaten zur DVD
Genre: Dokumentarfilm
Produzent: Edeco Internet GmbH
Herstellungsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2010
Spieldauer: 90 min.
Film bestellen: Bei Amazon ansehen

„Es war einmal der Euro...“ blickt hinter die Kulissen der Spekulationsblasen von Geschichte und Gegenwart. Ein Film über die Erfindung des Geldes und ihre Folgen für die Menschheit. Seit es die moderne Geldwirtschaft gibt, bedrohen immer wieder unvorhergesehene Krisen die Wirtschaft und den Wohlstand der Menschen. Jedes der letzten Jahrhunderte hatte „seine“ Finanzkrise.

Wie verhält sich der Anleger in diesem Szenario? Wie schützt er sich selbst? Das 21. Jahrhundert hat kaum begonnen, da bedroht eine diesmal globale Weltwirtschafts- und Finanzkrise nicht nur Arbeitsplätze und Ersparnisse, sondern sogar die Stabilität der Staaten und ihrer Währungen.

Sind Überschuldung des Staates, Inflationierung der Währung, Rettung der Großen in Finanzwelt und Wirtschaft tatsächlich die richtigen Mittel, während Mittelstand und Kleinunternehmer ungeschützt bleiben, um mit dieser Krise fertigzuwerden?

Es ist höchste Zeit diese Entwicklung zu stoppen!

Prof. Dr. rer. pol. Wilhelm Hankel

Einige bedeutende Stationen des Films:

  • Die Entwicklung des römischen Reiches und die Parallelen zu unserer aktuellen Entwicklung
  • Weshalb war das „Projekt“ Euro von vornherein zum Scheitern verurteilt?
  • Die Entstehung einer Krise
  • Das einst durch Gold gedeckte Geld und sein Wandel zu reinem Papiergeld
  • Wie veränderte sich der weltweite Markt durch die Einwirkung der Bankiers?
  • Wozu dient eine Zentralbank?
  • Was wurde in der Krise gemacht und was hätte man stattdessen tun sollen?

Gold.de Rezension:

Professor Wilhelm Hankel erklärt in sehr einleuchtender und nachvollziehbarer Weise den Weg der Währungen von der Antike bis hin zur Gegenwart. Interessant ist dabei vor allem die Geschichte der „Bänker“ – eine Geschichte des Systems von Geldverleih und Zinsforderung, von Geldgier und Maßlosigkeit.

Historisch betrachtet – so weist Prof. Hankel „augenzwinkernd“ hin – wurden Bankiers im Mittelalter hingerichtet, wenn sie mehr „Schuldscheine“ verteilten, als sie Gold zum verleihen hatten. Er sieht in der aktuellen Entwicklung eklatante Übereinstimmungen mit den historischen Begebenheiten, denn auch heute würden die Großbanken nach dem selben Muster verfahren. Großbanken, die schon lange nicht mehr unter staatlicher Kontrolle stehen und dem Gemeinwohl dienen, sondern nur noch auf eigene Gewinne aus sind und auch dadurch die vergangene Krise mit verschuldet haben.

Doch was passiert heute? Nicht der Kunde – und somit der Geschädigte – erhält Zuspruch oder gar Schutz durch den Staat und dessen Institutionen. Nein, die Banken müssen von den Geschädigten sogar noch mit mehreren Hundert Milliarden Euro unter Schirmherrschaft der deutschen Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück „gerettet“ werden! Wobei Rettung in diesem Kontext mit Helfen rein gar nichts zu tun hat – es ist nur ein anderes Wort für Um- oder Verschulden. Da die benötigten Finanzmittel überwiegend von deutschen Steuerzahlern stammen, kann es auch als sukzessive Enteignung des deutschen Steuerzahlers bezeichnet werden – und ist selbstverständlich völlig legal.

Was also mit Einführung des Euros im Jahr 1999 begonnen hatte (und schließlich zu einer faktischen Halbierung des deutschen Privatvermögens führte), wurde im Rahmen einer „Finanzkrise“ 2007 und durch Errichtung des ESM/ EFSF-Konstruktes 2011 konsequent fortgeführt. In dieser Szenerie von unvorhersehbaren und unglücklichen Entwicklungen zu sprechen, fällt zunehmend schwerer.

Prof. Hankel schafft es mit einer gewissen Leichtigkeit, die schwer zugänglichen Themen interessant und greifbar zu vermitteln. So spricht er bei der sogenannten Bankenrettung von einem Rettungsfond (damalige Höhe: 700 Mrd. Euro), der die gesamten Steuereinnahmen Deutschlands über den Zeitraum von ca. zwei Jahren beinhaltet. Ein stimmiger Vergleich, um eine unfassbar große Zahl besser einordnen zu können.

Man kann ihm neidlos bescheinigen, dass er die Gabe besitzt, derart komplexe Zusammenhänge in anekdotenhafter Erzählweise zu vermitteln. Hört man ihm zu, so gewinnt man unweigerlich den Eindruck, als könne er noch stundenlang weiter ohne Manuskript erzählen.

„Es war einmal der Euro“ zählt somit unzweifelhaft zu den sehenswertesten und interessantesten kritischen Zeitdokumenten, die darüber hinaus einen Prime-Time-Sendeplatz in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten verdient hätte .

„Eine Währung die man retten muss, ist keine mehr “ Wilhelm Hankel

© Gold.de Redaktion
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