| GOLD | 5.010,58 $/oz | 4.354,90 €/oz | 140,01 €/g | 140.013 €/kg |
| SILBER | 80,89 $/oz | 70,31 €/oz | 2,26 €/g | 2.260,52 €/kg |
ESG steht für Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. In der Goldbranche heißt das konkret:
Die ESG-Kriterien verändern die Goldproduktion in mehrfacher Hinsicht:
Unternehmen, die ESG-Vorschriften erfüllen, beispielsweise durch den Einsatz saubererer Technologien, ein besseres Abfallmanagement oder eine umfassendere Überwachung, müssen oft vorab investieren. Das kann Förderprojekte verteuern oder verzögern.
In Regionen mit schwacher Regulierung, politischen Unruhen, Konflikten oder schlechten Arbeitsrechten steigt das Risiko von Verzögerungen, Strafen oder Investitionsverlusten. ESG-Schwächen wirken dabei wie ein Risikozuschlag.
Wenn Minen aus ESG-Gründen geschlossen oder eingeschränkt werden, sinkt kurzfristig das Neuangebot. Gleichzeitig steigen Anforderungen an neu erschlossene Projekte, was die Produktionskosten erhöht.
Diese sind oft weniger reguliert, arbeiten unter schwierigen Umwelt- und Sozialbedingungen. Die Integration in ESG-Standards ist schwierig.
Während die Angebotsseite durch Förderung langfristig ESG-bedingt verändern wird, gibt es auch kürzere Hebel – das Recycling und Wiederverwertung:
Bereits heute stammt ein erheblicher Teil des globalen Goldangebots aus recyceltem Material (z. B. Schmuck, Elektronik). Je höher der Goldpreis, desto attraktiver wird Recycling. ESG-Anforderungen erhöhen die Nachfrage nach sauber zurückgewonnenen Gold.
Die Royal Mint betreibt Anlagen, die Gold aus Leiterplatten etc. extrahieren, was nicht nur Umweltvorteile bringt, sondern auch die Abhängigkeit von neuem Bergbau senken kann. Ein besonders deutliches Praxisbeispiel für verantwortliches Recycling ist die deutsche Scheideanstalt C. Hafner in Wimsheim/Pforzheim. Das Familienunternehmen gilt heute als eine der führenden Adressen in Europa, wenn es um Edelmetall-Technologie und urbane Kreislaufwirtschaft geht.
Verbraucher und Investoren verlangen Herkunftsnachweise und ESG-Zertifikate – besonders bei Gold, das in Schmuck, Münzen oder Technologie verwendet wird. Firmen, die Rückverfolgbarkeit bieten, haben Wettbewerbsvorteile.
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Wie wirkt sich all das auf den Goldpreis und die Nachfrage aus?
| Faktor | Wirkung auf Nachfrage / Preis |
|---|---|
| Steigende ESG-Standards | Dämpfung des Angebots, da Produzenten Mehrkosten tragen und Projekte strenger bewertet werden |
| ESG-bewusste Anleger | Höhere Nachfrage nach zertifiziertem, „sauberem“ Gold möglich |
| Politik und Regulierung | CO₂-Steuern, Umweltauflagen, Importbeschränkungen können Kostenstruktur verändern |
| Recycelbares Gold & E-Waste | Erhöht das verfügbare Angebot bei steigender Nachfrage – kann Preisdruck lindern, aber Recycling hat Grenzen (Qualität, Aufwand) |
Ein aktueller Report etwa hebt hervor: Für Goldminen wird inzwischen ESG-Performance zur Pflicht, nicht nur Kür. Wer in Finanzierung, Genehmigungen oder Partnerschaften schwach abschneidet, riskiert Nachteile.
ESG-Kriterien sind kein bloßer Trend mehr, sondern strukturprägende Faktoren für Gold als Rohstoff und Anlageform. Sie beeinflussen:
Für Anleger bedeutet das: Sie sollten nicht nur auf den aktuellen Goldpreis, die Zinsen und geopolitische Risiken achten, sondern auch auf Nachhaltigkeit und Transparenz.
Ein Ansatz der schneller wieder in der Versenkung verschwinden wird, als er Zeit zur Recherche gebraucht hat! In einem Jahr ist nicht mehr entscheidend welche und wie viele grüne Mascherl sich Gold umgehängt hat, sondern ob man welches hat oder noch bekommen kann.