| GOLD | 4.409,41 $/oz | 3.827,00 €/oz | 123,04 €/g | 123.041 €/kg |
| SILBER | 65,47 $/oz | 56,82 €/oz | 1,83 €/g | 1.826,81 €/kg |
Die jüngste Rekordfahrt des Goldpreises dürfte vor allem auf die enorme Nachfrage bei Gold-ETFs zurückzuführen sein. Während in den Jahren 2023 und 2024 noch Abflüsse von 244,2 bzw. 6,8 Tonnen registriert wurden, drehte in diesem Jahr die Stimmung komplett.
Seit Ende Dezember gab es nämlich Zuflüsse in Höhe von 472,7 Tonnen zu beobachten, von denen 256,3 Tonnen auf die Region Nordamerika entfiel, gefolgt von Europa (110,6 Tonnen) und Asien (100,2 Tonnen).
Da die von asiatischen Gold-ETFs hinterlegten Goldmengen mit 316,6 Tonnen die vergleichbaren Werte in Nordamerika (1.906,8 Tonnen) und Europa (1.398,2 Tonnen) deutlich unterschreiten, herrscht weiterhin erhebliches Nachholpotenzial.
Durch die geopolitischen und handelspolitischen Verwerfungen wurde vielen Notenbanken eindrucksvoll vor Augen geführt, dass sich Devisenreserven westlicher Industrienationen zu einem Klumpenrisiko mit Verlustgefahr entwickeln können.
Deshalb stocken viele Zentralbanken seit Jahren ihre Goldreserven auf und denken sogar ernsthaft über Bitcoin-Reserven nach. Mittlerweile besitzen bereits fünf Länder Bitcoin im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar – allen voran die USA (22,2 Mrd. Dollar) und China (21,7 Mrd. Dollar).
Seit vielen Jahren übertreffen die Goldkäufe der Notenbanken deren kumulierten Verkäufe um ein Vielfaches. Allein im vergangenen Jahr belief sich das Kaufvolumen der Top-5-Käufer (Polen, Türkei, Indien, China und Tschechien) auf 304,22 Tonnen, während sich die Top-Verkäufer (Philippinen, Kasachstan, Singapur, Thailand und Finnland) 2024 lediglich von 63,74 Tonnen Gold getrennt haben.
Zur Erinnerung: Allein in den Jahren 2022, 2023 und 2024 beliefen sich die jährlichen Nettokäufe des Zentralbankensektors auf jeweils mehr als 1.000 Tonnen (siehe Grafik). Dass sich deren starke Kauflaune ins Gegenteil verkehrt, gilt derzeit als ausgesprochen unwahrscheinlich.
Quelle: World Gold Council
Eine dritte wichtige Käufergruppe kann derzeit an der US-Terminbörse ausgemacht werden. Dort haben große Terminspekulanten (Non-Commercials), die bei Gold-Futures ein besonders großes Rad drehen, in den vergangenen Monaten besonders stark auf Gold gesetzt.
Allein seit Mitte Mai stockten sie ihre Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) von 161.200 auf 249.500 Kontrakte (+54,8 Prozent) auf. Auf dem Papier entspräche dies einer Goldmenge von immerhin mehr als 274 Tonnen.
Nachlassendes Kaufinteresse kann man derzeit – bedingt durch den deutlich gestiegenen Goldpreis – lediglich in der Schmuckbranche ausmachen. Chinesen und Inder gelten bei Goldschmuck als extrem preissensibel. Der letztmalige Anstieg der Goldnachfrage des Schmucksektors war mit 2.252,8 Tonnen 2021 registriert worden.
Der Goldpreis macht derzeit keinerlei Anstalten, sich in nennenswertem Umfang zu verbilligen. Dank miserabler US-Arbeitsmarktdaten überwand er zeitweise sogar die Marke von 3.600 Dollar. Mittlerweile besteht laut FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent, dass wir am 17. September eine Zinssenkung um 50 Basispunkte sehen könnten.
In den kommenden Handelstagen dürften sich die Marktakteure für aktuelle Nachrichten von der „US-Inflationsfront“ stark interessieren. Los geht´s am Mittwoch mit den Produzentenpreisen, gefolgt von den Konsumentenpreisen am Donnerstag.
Laut von Trading Economics veröffentlichten Analystenumfragen sollen sich die Erzeugerpreise im August um 3,3 Prozent p.a. und die Konsumentenpreise um 2,9 Prozent p.a. verteuert haben – von Entspannung keine Spur.
Da viele Investoren in der Anlageklasse Gold noch nicht sonderlich stark investiert sind, fallen die Chancen nach wie vor höher als die Risiken aus. So halten z.B. die Analysten von Goldman Sachs einen Goldpreis von 5.000 Dollar für möglich, falls nur rund ein Prozent des privat gehaltenen US-Staatsanleihemarkts in Richtung Gold gelenkt werden sollte.
Nicht auszudenken, was wohl passiert, wenn eine Umschichtung in Höhe von zehn Prozent erfolgt.
Werbung für gefährlichen Unsinn finde ich nicht so toll, wie für sogenannte "ETFs" und sogenannte "Bitcoins".
"Papiergold" (ETFs / Zertifikate) und digitales Gedöns (Bitcoins und ähnlicher Unfug) sind allesamt leere Versprechungen, auch wenn "ETFs" angeblich mit physischem Gold gesichert sind. Wer in sowas potenziell Unsicheres investiert, muss noch sehr viel lernen - und das am besten noch VOR dem Zusammenbruch des hochkriminellen verzinsten und zinsesverzinsten Schuldgeldsystens. Ein solcher passiert ungefähr alle 70 bis 80 Jahre (Hyperinflation / Geldentwertung).
Wer seine Lebensleistung und sonstiges finanzielles Vermögen nicht komplett verlieren will, der sollte Giral- und Scheingeld zu etwas machen, was Wert hat und immer Wert haben wird: ECHTES Gold und Silber.