Stand: 15.04.2013  0 Kommentare

Nach Ansicht von Johann A. Saiger sind die seit einigen Wochen extrem negativen Darstellungen der Goldpreis-Aussichten verantwortlich für die jüngste Verkaufswelle bei Goldminenaktien. Die Panikverkäufe interpretiert der Herausgeber des Midas Investment Reports im Interview mit dem DAF (Deutsches Anleger Fernsehen) als deutliche Anzeichen für das bevorstehende Ende der Baisse bei den Minenwerten. Auch beim Goldpreis sieht der Finanzexperte den Boden bald erreicht und hält an seinem Kursziel von 5.000 USD fest.

Ein fortgesetzter Kursrückgang im HUI (dem wichtigsten Referenzindex für Goldminenaktien) bis zum Low des Jahres 2008 ist nach Ansicht Saigers äußerst unwahrscheinlich. Damals sei Gold innerhalb von drei Monaten von 1.000 USD auf 680 USD abgestürzt und habe beim HUI zu einem Tiefststand von 150 Punkten geführt. Von diesem Preisniveau beim Gold sei man noch weit entfernt.

Des Weiteren fehle heute ein der Subprime-Krise vergleichbarer Deflationsschock, der 2008 nicht nur beim Gold, sondern auch an den Aktien- und Rohstoffmärkten für drastisch einbrechende Kurse gesorgt hatte. Dennoch rät Saiger dazu, mit dem Einstieg bei Goldminenaktien zu warten, bis sich der HUI deutlich von seinen Tiefstständen im April dieses Jahres abgesetzt hat.

In der momentanen Preisschwäche bei den Edelmetallen sieht Saiger ein Ergebnis von Preisinterventionen. Ziel der Interventionen sei es, eine Flucht der Anleger aus den krisengeplagten Währungen in Gold, dem letzten sicheren Hafen, zu verhindern. Zugleich weisen charttechnische Indikatoren sowie die Nettopositionen der Commercials im Commitment of Traders Report darauf hin, dass sich der Goldpreis nahe der zu erwartenden Tiefstkurse befinde.

Als wesentliche Risiken in den wichtigen Währungsräumen nennt Saiger eine erneute Zuspitzung der Eurokrise, wie sie sich in Zypern angedeutet hat, die fortgesetzten fiskalischen Schwierigkeiten und fiskalpolitischen Auseinandersetzungen in den USA sowie die bewusst inflationsfördernde Politik der Bank of Japan.

Parallel seien Anzeichen für einen Mangel an verfügbarem physischen Gold feststellbar: eine drastische Verknappung in Indien und Thailand, schrumpfende Lagerbestände an der Warenterminbörse COMEX und seit dem 01. April auch die Ankündigung der Bank ABN AMRO, für Derivate auf Gold keine physischen Lieferungen mehr auszuführen.

Deshalb hält Saiger an seiner Goldpreisprognose von 5000 US-Dollar in zwei Jahren fest und bezweifelt zugleich, dass sich der Euro so lange halten werde. Es könne daher auch schon früher zu sensationellen Kurshochs kommen. Die euphorische Stimmung an den Aktienmärkten hingegen stellt für den Finanzfachmann ein absolutes Warnsignal dar. Hier sei durchaus ein baldiges böses Erwachen möglich.

Hier geht es zum DAF-Videobeitrag
(Video vom 12.04.2013)
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