Gold: 2.172,98 € -1,75 %
Silber: 25,61 € -3,94 %
Stand: 18.06.2024 von Jörg Bernhard
Anfang Juni veröffentlichte das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Edelmetallhändlers pro aurum eine Umfrage über „Geldanlagen“ und „Gold“. Fazit: Zum 14. Mal in Folge waren die Befragten von dem gelben Edelmetall sehr überzeugt.
forsa-Umfrage: Geldanleger sind von Gold weiter überzeugt

Gold verfügt über die zweitbesten Gewinnperspektiven

Jahr für Jahr werden den Teilnehmern der repräsentativen Umfrage stets dieselben Fragen zu drei Themenkomplexen gestellt. Zunächst müssen Sie mitteilen, welcher Geldanlage sie auf Sicht der kommenden drei Jahre das höchste Gewinnpotenzial einräumen. Danach wird ermittelt, welche Geldanlagen sich tatsächlich im Besitz der Befragten befinden.

Im dritten Schritt sollen dann noch vier Behauptungen über Gold bewertet werden.

Bei der Frage nach der Geldanlage mit dem höchsten Gewinnpotenzial musste sich „Gold“ (26 Prozent) zum zweiten Mal in Folge mit Platz Zwei begnügen. Lediglich „Aktien“ (30 Prozent) wurde noch mehr zugetraut. Geringere Gewinnchancen als „Gold“ werden „Fonds“ (16 Prozent), „Festgeld bzw. Termingeld“ (7 Prozent) und „Anleihen“ (1 Prozent) attestier.

Immerhin 20 Prozent aller Befragten machten hier keine Angaben bzw. trauten sich nicht zu, eine Einschätzung abzugeben.

Besitz von Gold und Silber bei Bundesbürgern eher unterpräsentiert

Obwohl die Umfrageteilnehmer von Gold grundsätzlich überzeugt sind, sprechen die tatsächlichen Besitzverhältnisse eine andere Sprache. Bei Gold- und Silberinvestments schlug gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang der Besitzquote von 14 auf 13 Prozent zu Buche.

Goldbarren bzw. Goldmünzen verzeichneten ebenfalls ein Minus.

Hier stellte sich eine Reduktion 12 auf 11 Prozent ein. Lediglich beim Besitz von Silberbarren bzw. Silbermünzen war ein Zuwachs von 5 auf 6 Prozent registriert worden. Folgende Geldanlagen sind von den Bundesbürgern mitunter deutlich stärker berücksichtigt worden:

  • Tagesgeldkonten 35 %
  • Immobilien 32 %
  • Fondsanteile 27 %
  • Lebensversicherungen 26 %.

Selbst Aktien (22 Prozent) und Festgeld bzw. Termingeld (22 Prozent) sowie Bausparverträge bzw. Bausparpläne (21 Prozent) weisen höhere Besitzquoten aus als die beiden Edelmetalle Gold und Silber auf.

Bundesbürger haben hohe Meinung über Gold

Wie in den Jahren zuvor haben die Befragten zu vier Statements über Gold Stellung bezogen und diese bewertet (siehe Tabelle).

Forsa-Umfrage Thema Gold

Bei drei von vier Thesen fiel die Zustimmung so hoch wie noch nie aus.

Knapp verfehlt wurde ein neuer Rekordwert lediglich bei der Behauptung, dass

„Gold eine gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen“ sei.

Hier stellte sich gegenüber dem Vorjahr zwar ein Anstieg von 75 auf 77 Prozent ein, der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2022 in Höhe von 78 Prozent wurde jedoch nicht erreicht.

Eine rekordhohe Zustimmung erhielt hingegen die Aussage

„Gold ist eine sichere Geldanlage“.

Hier war nämlich ein Zuwachs von 74 auf 77 Prozent zu beobachten.

Mit 65 Prozent erhielt auch die These

„Gold ist eine geeignete Geldanlage für risikoscheue Anleger“

die höchste jemals gemessene Zustimmung (Vorjahr: 63 Prozent).

Selbiges traf auch auf das Statement zu:

„Gold ist zurzeit eine lohnende Anlage, weil die Kurse steigen werden".

Mit einem Anstieg von 50 auf das Allzeithoch von 58 Prozent stellte sich hier mit Abstand der größte Zuwachs ein.

Ausblick für die laufende Woche

Der Krisenwährung Gold kann man – ungeachtet aller Diskussionen um den Zeitpunkt der ersten Zinssenkung – weiterhin ein hohes Maß an relativer Stärke attestieren. Mittlerweile deutet das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group darauf hin, dass wir in diesem Jahr von der Fed insgesamt zwei Zinsreduktionen zu erwarten haben. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario beläuft sich auf fast 70 Prozent. In den kommenden Handelstagen dürften die Akteure an den Goldmärkten daher – neben den für Dienstag und Donnerstag angekündigt Statements diverser US-Notenbanker – mit Argusaugen die Bekanntgabe wichtiger US-Konjunkturindikatoren verfolgen. Für erhöhte Aufmerksamkeit dürften daher am Dienstag aktuelle Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen und zur Industrieproduktion sorgen. Am Donnerstag folgen dann noch diverse Indikatoren zum US-Immobilienmarkt und die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sowie der Konjunkturausblick der Philadelphia Fed. Außerdem dürften die Investoren auch den Goldpreis-Chart genau im Auge behalten, da im Bereich von 2.290 Dollar eine wichtige Unterstützungszone verläuft, die es unbedingt zu verteidigen gilt.

Autor: Jörg Bernhard
Freier Wirtschaftsjournalist
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von Vati | 19.06.2024, 22:14 Uhr Antworten

Gold hin oder her. Ich beobachte Gold seit über 20 Jahren und ich denke das ich zur richtigen Zeit eingekauft habe. Also keine überverkauften ETF. Das Glaskugel lesen einiger Börsianer finde ich lächerlich. Klar sie wollen verkaufen aber ETF? Das geht garnicht. Und Mai - bis anfang August sind meist schlechte Monate für den Goldhandel gewesen und für den Einkauf geeignet. Aber bitte nur physisch und vergesst ETF.

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