Stand: 30.03.2015  8 Kommentare

In Frankreich soll in Zukunft das Bezahlen mit Bargeld drastisch eingeschränkt werden. Laut französischem Finanzministerium soll damit dem Terrorismus das Leben schwer gemacht werden. Die Zeitung Le Parisien dagegen spricht von einer "Jagd auf Bargeld". Davon sei auch Gold betroffen.  

"Die Jagd auf Bargeld ist eröffnet" titelte die französische Zeitung Le Parisien vergangene Woche. Gemeint waren die drastischen Maßnahmen, die der französische Finanzminister Michel Sapin zuvor angekündigt hatte. Denn die Möglichkeiten, mit Bargeld zu bezahlen, werden in Frankreich künftig drastisch eingeschränkt. .

Jagd auf Bargeld: Maximal 1.000 Euro in bar

Die wohl drastischste Maßnahme des Finanzministers dürfte laut Bericht wohl das ab 1. September 2015 geltende Verbot sein, mit mehr als 1.000 Euro in bar zu bezahlen.

Die Zeitung Le Parisien sieht speziell in dieser Maßnahme eine "regelrechte Jagd auf Bargeld". Bisher lag das Maximum für Franzosen bei 3.000 Euro. Für Touristen soll das Maximum von 15.000 Euro auf 10.000 Euro gesenkt werden.

"Wichtige und schwunghafte Branchen wie der Luxus-Sektor, die dank Bargeld bestehen, wollen das nicht", sagte ein Kritiker der Maßnahmen laut Bericht.

Kontrolle von Bargeld auch bei Fremdwährungen

Wer in Frankreich künftig Bargeld von einer Währung in eine andere tauschen will und der Betrag 1.000 Euro überschreitet, muss einen Ausweis vorlegen. Diese Maßnahme soll ab dem 1. Januar 2016 gelten.

Der Durchschnitt der Transaktionen liege ohnehin bei 800 Euro, sagte Finanzminister Sapin.  Bisher lag die Grenze offenbar bei 8.000 Euro

Frankreich wird große Geldflüsse systematisch überwachen

Alle Ein- oder Auszahlungen bei Banken, die 10.000 Euro überschreiten, müssen künftig automatisch von den Banken an die französische Finanz-Behörde TracFin gemeldet werden.

"Jede Ein- oder Auszahlung in bar, die 10.000 Euro überschreitet, muss künftig systematisch von den Banken an die TracFin gemeldet werden", sagte Sapin laut Le Parisien. Diese Maßnahme trete in Frankreich am 1. Januar 2016 in Kraft..

Frankreich macht auch Jagd auf Gold

Die Meldepflicht betrifft auch physische Wertgegenstände wie Gold oder Schmuck, wenn sie per Post oder Fracht-Transfer von oder nach Frankreich verschickt werden.

Ab dem 1. Januar 2016 müssen laut Finanzminister Sapin "alle Fracht-Transfers, die physisches Kapital beinhalten", vorab den zuständigen Behörden gemeldet werden, berichtet Le Parisien.

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Kommentare [8]
  • von Druide | 04.04.2015, 22:18 Antworten

    Die spinnen, die Gallier!!!

  • von Uncle Tom | 04.04.2015, 16:43 Antworten

    Damit hat Frankreich sich ins eigene Schwert gestürzt. Wenn sie auf die Menschen losgehen meinen zu müssen, kacken sie ab. Auch Franzosen haben Beine und die Bäume sind auch außerhalb Frankreichs grün.
    Natürlich meine ich nicht den bunten und kulturbereichernden Teil Frankreichs vor den Toren Paris´, Toulouses und Marseilles, sondern den kalkweiße Restfranzose mit Hirn und Verstand.

    Wirklich Kriminelle benutzen seit der Abschaffung des Bankgeheimnisses sowieso kein Bargeld mehr. Da gibt es Alternativen ohne Ende.

    Der Terrorismus wird ohnehin nicht mit Bargeld bezahlt, sondern mit
    virtuellen Sachwerten, wie Jungfrauen..........

    Laßt euch nicht verunsichern: Am Ende setzt sich der Markt durch, die Beschlüsse einer französischen Regierung interessieren auf der Welt keine Kakerlake.

  • von L.Neubert | 02.04.2015, 20:05 Antworten

    Die totale Kontrolle wird mit aller Kraft vorbereitet, und die meisten "Demokraten" machen mit. Vor allem die, die es am meisten betrifft, unsere Jugend interessiert das wohl meistens am allerwenigsten. Siehe z.B. Durchschnittsalter Pegieda. also macht weiter mit facebock, Words app u.s.w. Datenschutz ade, genau wie beim Plastikgeld. alles voll im Trend,
    anonymes Gold und Silber paßt in diese Welt überhaupt nicht hinein, also müssen die, die es noch haben, an die Kandare. Völlig logisch.

  • von weiter.denken | 01.04.2015, 19:01 Antworten

    Kapitalverkehrskontrollen werden heute früh vorbereitet. Für alle, die "Goldfinger" kennen: Das ganze Problem, das den Geheimdienst auf seine Spur gesetzt hat, war die Devisen-/Kapitalverkehrskontrolle. Es konnte nicht einfach jeder Devisen hinbringen, wo er will.
    Bald kann man vielleicht seine Euro nicht mehr in Schweizer Franken, Dollar, Rubel oder Gold umtauschen.
    Aber sinnlose Finanztransaktionen wie Hochfrequenzhandel und erfundene Luftderivate müssen natürlich bleiben - steuerfrei und unkontrolliert. Das ist wichtig für die Realwirtschaft.

  • von Miki | 01.04.2015, 09:23 Antworten

    Der Überwachungs-Staat greift immer weiter durch. Nach Belgien und Italien führt auch France die Bargeld-Überwachung und totale Kontrolle ein!

    Langfristig wollen die Politiker Bargeld vollkommen abschaffen !

    Und die meisten Verbraucher geben dem Treiben auch noch Nahrung indem sie überall - selbst beim Discounter mit Plastik-Karte zahlen.

    Nur eine Frage der Zeit - wann diese Maßnahme auch in BRD eingeführt wird.

    Demnächst werden wir ja auch durch die PKW-Maut vom Staat oder BND überwacht.

    Ade´ mit den Grundrechten und der Freiheit

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