Stand: 26.10.2015  0 Kommentare

Die Royal Canadian Mint hat im Oktober 2015 die 18. Ausgabe der 2011 begonnenen Serie "20 Dollars for 20 Dollars" mit dem Motiv "Gingerbread Man" vorgestellt. Die Silbermünze besitzt ein Gewicht von 7,96 Gramm, eine Auflage von 200.000 Exemplaren und wird in der Prägequalität "Specimen" verausgabt. Die als "Specimen" bezeichneten Münzen werden in einem speziellem Prägeprozess mit ausgesuchten Ronden in einer Zweifach-Prägung hergestellt. Nach der Prägung werden diese besonders sorgfältig und schonend in geschützten Auffangbehältern transportiert und vor der Verpackung einzeln auf Unversehrtheit kontrolliert. Ausgeliefert wird die Münze mit beiliegendem Echtheitszertifikat in einer durchsichtigen Münztasche, die in eine farbig gestaltete Karte eingelassen ist.

Motivseite der Gingerbread Man 2015 Silbermünze

Die Motivseite der Silbermünze zeigt einen Gingerbread Man oder Pfefferkuchenmann, der eine Zuckerstange in den Händen hält und mit erhobenen Armen den schneebedeckten Abhang eines Hügels herunterrutscht. Im Hintergrund sind die Silhouetten eines Mannes und einer Frau sowie die Umrisse mehrerer Nadelbäume zu erkennen. Im oberen Randbereich der Motivseite sind das Ausgabeland "CANADA" sowie das Erscheinungsjahr "2015" eingeprägt.

Am unteren Rand der "Gingerbread Man 2015" Münze sind das Edelmetall der als "FINE SILVER" in Englisch und als "ARGENT PUR" in Französisch genannt und die Feinheit "9999" sowie der Nennwert "20 DOLLARS" ausgewiesen. Im rechten Bereich stehen die Buchstaben "CRR" für Chris und Rosina Reid, die sich für die Gestaltung der Motivseite der aus der Serie "20 Dollars for 20 Dollars" stammenden Gingerbread Man Specimen Silbermünze verantwortlich zeichnen. Das Finish in "Specimen" zeigt das Motiv mit glänzender und den Hintergrund mit mattierter Oberfläche, sodass ein maximaler optischer Kontrast entsteht.

Wertseite der Gingerbread Man Münze aus der Serie 20 Dollars for 20 Dollars

Auf der Wertseite der Gingerbread Man Münze ist Susanna Blunts Portrait von Elizabeth II. zu sehen. Die britische Königin ist offizielles Staatsoberhaupt Kanadas. Blunts Repräsentation zeigt die Queen mit einem Ohrring und einer Halskette geschmückt. Auf der Schulter sind Susanna Blunts Initialen "SB" eingeprägt. Das Motiv ist von einem breiten Randbereich umgeben, auf dem links "ELIZABETH II" und rechts "D. G. Regina (für "Dei Gratia Regina" = "von Gottes Gnaden, Königin") zu lesen ist.

Eckdaten der Gingerbread Man Specimen Silbermünze

Land Kanada
Prägeanstalt Royal Canadian Mint
Erscheinungsjahr 2015
Nennwert 20 CAD (Kanadische Dollars)
Edelmetall Silber
Feinheit 9999/1000
Gewicht 7,96 g
Durchmesser 27 mm
Münzrand geriffelt
Prägequalität Specimen
Auflage der Gingerbread Man 2015 (maximal) 200.000
Mehrwertsteuer 19 % oder differenzbesteuert
Designer Chris and Rosina Reid / Susanna Blunt

Über das Motiv "Gingerbread Man"

Beim Gingerbread Man handelt es sich um ein beliebtes Weihnachtsgebäck mit menschenähnlichem Umriss, das aus Lebkuchen oder Pfefferkuchen (englisch: gingerbread) besteht. Die Idee, Lebkuchen in Form von Menschen zu backen, soll auf Elizabeth I. von England zurückgehen, die ihren hochrangigen Gästen das Gebäck gerne als essbares Ebenbild zum Verzehr überreichte.

Die populäre Leckerei inspirierte im 19. Jahrhundert einen namentlich heute unbekannten Autor zu einem Märchen. In diesem Märchen backt eine alte, kinderlose Frau einen Jungen aus Pfefferkuchen (engl. Gingerbread), der dann aus dem Ofen springt und davonläuft. Der Gingerbread Man entkommt der alten Frau und ihrem Mann sowie weiteren Menschen und auch Tieren, bevor er schließlich von einem Fuchs gefressen wird.

Das Märchen wurde im Jahr 1875 unter dem Titel "The Gingerbread Boy" im amerikanischen St. Nicholas Magazine veröffentlicht. Der Titel deutscher Übersetzungen und Nacherzählungen lautet meist "Der Pfefferkuchenmann". Heute ist der Gingerbread Man in den USA und Kanada eine bekannte volkstümliche Figur und seine essbaren Vorbilder nach wie vor in der Weihnachtszeit sehr beliebt. Das Motiv des zum Leben erwachenden und flüchtenden Essens findet sich auch in europäischen Märchen und Sagen wie zum Beispiel "Vom dicken, fetten Pfannkuchen ".

Über die Serie "20 Dollars for 20 Dollars"

Die Silbermünzen aus der Serie "20 Dollars for 20 Dollars" werden seit 2011 von der Royal Canadian Mint herausgegeben und von der kanadischen Prägeanstalt zum eingeprägten Nennwert von 20 Kanadischen Dollars verkauft. Die Prägezahlen der einzelnen Ausgaben liegen bisher zwischen 200.000 und 350.000 Exemplaren. Bei der Wahl der Motive bedient sich die Royal Canadian Mint einem breiten Themenspektrum. Vertreter der kanadischen Tierwelt sind ebenso zu finden, wie Sportereignisse, Comicfiguren und historische Ereignisse wie das Diamantene Thronjubiläum von Königin Elizabeth II im Jahr 2012.

Jahrgang Motiv Auflage
2011 Maple Leaf (Ahornblatt) 200.000
2011 Canoe (Kanu) 250.000
2012 Polar Bear (Eisbär) 250.000
2012 Queen's Diamond Jubilee (Diamantenes Jubiläum der Queen) 250.000
2012 Farewell to the Penny (Abschied vom Penny) 250.000
2012 Magical Reindeer (Magisches Rentier) 250.000
2013 Hockey (Hockey) 250.000
2013 Wolf (Wolf) 250.000
2013 Silver Iceberg (Silberner Eisberg) 225.000
2013 Santa (Weihnachtsmann) 225.000
2014 Canada Goose (Kanadagans) 225.000
2014 Bobcat (Rotluchs) 225.000
2014 Summertime (Sommerzeit) 200.000
2014 Snowman (Schneemann) 200.000
2015 FIFA Women's World Cup (Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen) 200.000
2015 Bugs Bunny (Bugs Bunny) 200.000
2015 Superman (Superman) 350.000
2015 Gingerbread Man (Pfefferkuchenmann) 200.000

Die (vermeintliche) Nennwertabsicherung

Für eine Münze mit einem Gewicht von 7,96 g oder gut 1/4 oz ist der Nennwert von 20 Kanadischen Dollars (CAD) sehr hoch. Zum Vergleich: Der fast 4-mal so schwere Maple Leaf Silver 1 oz der Royal Canadian Mint hat einen Nennwert von 5 CAD. Bietet die Serie "20 Dollars fror 20 Dollars" also durch ihren Nennwert einen Schutz vor einem fallenden Silberpreis? Theoretisch trifft das zu, denn die Münzen sind gesetzliches Zahlungsmittel in Kanada.

In der Praxis ist dies jedoch nicht relevant, weil trotz des Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels keinerlei Annahmeverpflichtung der Münzen seitens der kanadischen Banken besteht. Diese dürfen, ebenso wie gewöhnliche Geschäfte, die Münzen zwar zum Nennwert annehmen, aber sie müssen es eben nicht tun. Typischerweise stellt sich die Frage des Verkaufs zum Nennwert für Münzbesitzer nicht, da die Nennwerte normalerweise nur einem Bruchteil des tatsächlichen Edelmetallwerts entsprechen.

Du hast eine Meinung dazu? Her damit!
Sicherheitsfrage: wie viele Münzen siehst du?
Fragen über Fragen
Ich stimme zu, dass mein Kommentar zur Veröffentlichung auf gold.de gespeichert wird. Du kannst deine Einwilligung jederzeit per Mail an info@gold.de widerrufen. Hier findest du unsere Datenschutzerklärung.

Copyright © 2009-2019 by Gold.de - Alle Rechte vorbehalten

Konzept, Gestaltung und Struktur, sowie insbesondere alle Grafiken, Bilder und Texte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Missbrauch wird ohne Vorwarnung abgemahnt. Alle angezeigten Preise in Euro inklusive MwSt. (mit Ausnahme von Gold), zzgl. Versandkosten, sofern diese anfallen. Verfügbarkeit, Abholpreise, Goldankauf und nähere Informationen über einzelne Artikel sind direkt beim jeweiligen Händler zu erfragen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Handcrafted with in Baden-Württemberg, Germany