Stand: 26.11.2014 von Florian Grummes 0 Kommentare

Seit dem Hoch am 5. September 2011 bei 1.920,00 USD befindet sich der Goldpreis ohne Zweifel in einer groß angelegten Korrektur. Mit einem Abschlag von mittlerweile über 41 % muss man ganz klar von einem Bärenmarkt sprechen, auch wenn viele fundamentale Gründe weiterhin für einen langfristig steigenden Goldpreis sprechen.

Erholung bis an 50-Tageslinie

Ende Oktober wurde die Unterstützungszone bei 1180 USD erwartungsgemäß nach unten durchbrochen. Die Folge war ein schneller Ausverkauf bis auf 1131,30 USD. Im Zuge dieses Kursrutsches erreichte das Sentiment allerdings extreme Pessimismuswerte. Zahlreiche Analysten sahen den Goldpreis unmittelbar bis auf unter 800 USD fallen.

Die professionellen Händler ("smart money") nutzen jedoch die fallenden Notierungen, um ihre zuvor leerverkauften Positionen wieder einzudecken, während das "managed money" (spekulativen Hedgefonds) ihre Leerverkäufe auf Rekordstände ausbauten.

Da auch der Goldmarkt keine Einbahnstraße ist, führte die zu einseitige Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer zu einer für viele überraschenden Kurserholung. In zwei großen Kursschüben konnte sich der Goldpreis zuletzt deutlich bis an die 50-Tagelinie (1.207,60 USD) erholen.


Wird psychologische Marke von 1000 Euro für Gold überwunden?




In Euro gerechnet, und das ist letztlich entscheidend für den europäischen Goldanleger, hielt sich der Abverkauf durch den schwachen Euro in Grenzen. Das Tief vom Dezember 2013 bei 859 EUR wurde bei weitem nicht erreicht. Vielmehr drehte der Euro-Goldpreis genau an den Junitiefs dieses Jahres bei 907 EUR wieder nach oben und konnte in den letzten zwei Wochen bereits deutlich ansteigen.

Auf Sicht der nächsten Wochen deutet nun vieles auf einen weiteren Anstieg bis zur psychologischen Marke von 1000 EUR hin. Ein nachhaltiges Überschreiten käme einem Befreiungsschlag gleich und Euro-Gold hätte dann das Potential bis zum nächsten Widerstand bei ca. 1075 EUR anzusteigen. Seit Jahresbeginn bewegt sich Euro-Gold zwar letztlich seitwärts, gleichzeitig lässt sich aber ein aufsteigendes Dreieck zeichnen, welches im positiven Fall eine mittelfristige Trendumkehr nach oben bedeuten würde. Der RSI-Indikator hat zuletzt scharf nach oben gedreht und besitzt noch genügend Platz, um weitere Kuranstiege zu unterstützen.

Solange der Euro schwach bleibt und sich Gold in US-Dollar weiter erholt, stehen die Chancen für mittelfristig höhere Euro-Goldpreis recht gut. Bedenklich wird es erst bei Kursen unterhalb von 900 EUR. Danach sieht es derzeit nicht aus. Vielmehr baut sich auf dem Euro-Goldchart seit gut einem Jahr bullischer Druck auf.

Gold in Euro: Gelingt der Sprung über die 1000 Euro?
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
Webseite des Autors:
www.goldnewsletter.de
Du hast eine Meinung dazu? Her damit!
Sicherheitsfrage: wie viele Münzen siehst du?
Fragen über Fragen
Ich stimme zu, dass mein Kommentar zur Veröffentlichung auf gold.de gespeichert wird. Du kannst deine Einwilligung jederzeit per Mail an info@gold.de widerrufen. Hier findest du unsere Datenschutzerklärung.

Copyright © 2009-2019 by Gold.de - Alle Rechte vorbehalten

Konzept, Gestaltung und Struktur, sowie insbesondere alle Grafiken, Bilder und Texte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Missbrauch wird ohne Vorwarnung abgemahnt. Alle angezeigten Preise in Euro inklusive MwSt. (mit Ausnahme von Gold), zzgl. Versandkosten, sofern diese anfallen. Verfügbarkeit, Abholpreise, Goldankauf und nähere Informationen über einzelne Artikel sind direkt beim jeweiligen Händler zu erfragen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Handcrafted with in Baden-Württemberg, Germany