Stand: 24.01.2018 von Florian Grummes 8 Kommentare

Nachdem die Edelmetallpreise im letzten Quartal 2017 in eine tiefe und zähe Korrekturphase gerutscht waren, kam es pünktlich zum FOMC-Meeting Mitte Dezember zur großen Trendwende. Vor allem die stark überverkaufte Lage und die damit verbundene miserable Stimmung sowie der erneut schwache US-Dollar dürften die fulminante Erholungsrally in den letzten Wochen ermöglicht haben.

So konnte sich der Goldpreis in kürzester Zeit von 1.236 US-Dollar bis auf 1.343 US-Dollar erholen und damit  erfreulicherweise das offene Gap bei 1.345 US-Dollar schließen.

Kurzfristig hat der Goldpreis noch etwas Luft nach oben, die nächste größere Bewegung dürfte aber korrektiv werden und könnte im Bereich um 1.260 - 1.280 US-Dollar erneut eine gute Einstiegsgelegenheit mit sich bringen.

Goldpreis in US-Dollar Tageschart

Die fulminante Rally am Goldmarkt hat nicht nur das charttechnische Bild deutlich aufgehellt, sondern natürlich auch die Stimmung unter den teilweise leidgeplagten Edelmetallanlegern wieder verbessert. Zwar ist die Lage im kurz- bis mittelfristigen Zeitfenster schon wieder überkauft, Verkaufssignale sind bislang aber keine auszumachen.

Der Goldpreis dürfte daher wohl noch mindestens bis zur nächsten starken Widerstandszone um 1.350 – 1.355 US-Dollar ansteigen. Es besteht sogar eine kleine Chance, dass die Bullen die Notierungen schon in der laufenden Welle bis auf 1.370 – 1.380 US-Dollar treiben könnten.

Goldpreis in US-Dollar 23.01.2018 Tageschart


Oberhalb von 1.345 US-Dollar wird die Luft jedoch zunehmend dünn, so dass ein baldiger Rücksetzer immer wahrscheinlicher wird. Dieser dürfte die Notierungen in den Bereich 1.260 – 1.280 US-Dollar zurückführen. Hier verläuft die 200-Tagelinie (1.275 US-Dollar), welche eine mehr als solide Unterstützung und damit das Sprungbrett für eine erneute Rally liefern wird.

Im weiteren Verlauf sollte die Goldpreisentwicklung dann bis Ende Februar bzw. bis in den Frühling stark bleiben. Ein nachhaltiger Ausbruch über 1.400 US-Dollar ist aber wenn überhaupt erst im zweiten Halbjahr realistisch.

Tageschart Goldpreis in Euro

In Euro gerechnet fiel die Erholungsrally etwas schwächer aus, ebenso war der Rücksetzer in den letzten Tagen etwas markanter. Insgesamt bewegen sich die Preise aber weiterhin auf niedrigem Niveau seitwärts und geben derzeit keinen Anlass zur Euphorie. Vor allem der starke Euro deckelt nach wie vor, so dass die Notierungen seit dem Kursrutsch im April 2017 bislang nicht wieder auf die Beine gekommen sind.

Goldpreis in US-Dollar 23.01.2018 Tageschart


Allerdings macht der Blick auf die Terminmarktdaten für den Euro klar, dass die Stärke der Einheitswährung nicht mehr allzu lange anhalten sollte. Im besten Fall sind noch Kurse im Bereich um ca. 1,26 US-Dollar denkbar, dann aber sollte der Euro mindestens in eine große Korrektur übergehen, die wiederum für leicht steigenden Goldpreise in Euro sorgen sollte.


Goldpreis in US-Dollar 23.01.2018 Tageschart


Nachkauflimit unterhalb von 1.080 Euro

Wer das zuletzt empfohlene Nachkauflimit unterhalb von 1.065 Euro genutzt hat, kann derzeit ohne akuten Handlungsbedarf in Ruhe die Preisentwicklung verfolgen.

Für alle diejenigen, die noch immer nicht zumindest 10% ihres Gesamtvermögens in physische Edelmetalle angelegt und damit versichert haben, empfiehlt sich derzeit ein Nachkauflimit unterhalb von 1.080 Euro.

Bitte erwarten sie beim Gold keine fulminanten Kursgewinne, sondern machen sie sich nochmals klar, dass es sich bei Edelmetallen um eine Versicherung gegen dramatische Verwerfungen an den Finanzmärkten handelt!

Auch wenn die Performance im Vergleich zu anderen Anlageklassen in den letzten Jahren eher enttäuschend war, führt an den Edelmetallen als Stabilisator und ruhender Anker kein Weg vorbei.

Gold - Auf den letzten Metern zum Zwischenhoch!
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
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Kommentare [8]
  • von Goldmex | 29.01.2018, 23:34 Antworten

    jawoll.....

    und abwärts geht die reise!!

    ich freu mich auf 1050!

    und auch das wird in 2018 längst nicht die tiefste landung sein...

    woher??
    na ganz easy...mal einfach die aktuellen charts des werten autors hier charttechnisch analysiert...

    den rest drehen die big players schon rechtzeitig an der leerverkaufsschraube...
    ungefähr so wie eben grad, ca. 23:20...wo der kurs nochmal locker um € 6,50 absackte...

    ;-)))

    na denn...niedriger kurs immer wunderbar zum nachkaufen!!!

    ;-P

  • von Mr. Silver | 28.01.2018, 11:28 Antworten

    Auch die Short Positionen bei Gold sind bei den Commercials sehr hoch. Und in den letzten Tagen hat ein Abfluss des Geldes stattgefunden. Eine Korrektur steht sehr nahe. Wenn der Euro auch etwas schwächer wird, gewinnt man wieder nichts in Euro, da das Gold mal schnell um 80 Dollar fallen kann.

  • von Bonnie | 25.01.2018, 20:34 Antworten

    Was soll das?
    Hoch, runter, seitwärtsbewegung des EM Preises.
    Letztendlich wird alles beim Fixing und mit Unterstützung von Leerverkäufen gesteuert.
    Es gibt für die EM keinen Markt welcher sich reguliert. Wie kann es sonst sein, daß Goldkäufe in die Höhe schießen, jedoch der Preis sich seit Monaten sich nicht wirklich bewegt? Eine wirkliche Anpassung an den Markt wird es vorraussichtlich erst nach der Einführung des Petroyuan (voraussichtlich noch 2018) geben . Damit wird der Dollar in das bodenlose stürzen. Der Amerikaner kann dann froh sein wenn er entgegen aller Unkenrufe noch ein paar Unzen in Fort Knox zu liegen hat. Andere Volkswirtschaften welche vom Dollar abhängig sind, inklusive Europa, dürfen anschließend alle Uhren auf "0" stellen und sich auf einen Neubeginn einstellen.
    Geldbestände werden wertlos werden und somit auch Aktien. was habe ich von 1000 Euro Lohn oder Dividente wenn es dafür nur noch ein Brötchen gibt. Kryptowährungen können auch nicht so schnell auf normale Zahlungsmittel umgestellt werden wie dann erforderlich. Was ist wenn die Recheneinheit für diese Währungen gegen Null strebt, was ist sie dann noch wert??? Von Stromausfällen bei einer abgestürzten Volkswirtschaft mal ganz zu schweigen.

    • von Goldsammler | 26.01.2018, 06:49 Antworten

      Wenn sie ihr Gold in den USA verkaufen, haben sie prächtig Gewinn. Würde mir mal den kurs EUR/USD anschauen.
      Ruhe bewahren.

      • von Grandmaster | 28.01.2018, 16:59 Antworten

        Da ich aber nicht mein Gold in den USA verkaufe...ich wohne nämlich in Europa...bringt mir das gar nichts.

    • von Rasputin | 25.01.2018, 22:04 Antworten

      Panik-Bonnie in Action
      Ich würde an Ihrer Stelle nach China oder Nordkorea auswandern.

      • von Bonnie | 25.01.2018, 22:18 Antworten

        ja, Rasputin hat als Wahrsager sein Ende eben nicht vorhergesehen...

  • von Henry Tümmler | 25.01.2018, 13:43 Antworten

    Wir werden in diesem Jahr Gold bei 1100 $ sehen, gute Kaufmöglichkeiten

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