Stand: 26.09.2016  0 Kommentare
Gold - Aureus Münze von Kaiser Nero gehoben

Archäologen haben eine seltene Goldmünze mit dem Portrait des römischen Kaisers Nero gehoben. Fundort und Prägejahr des so genannten Aureus sind für die Wissenschaftler von Bedeutung.

Archäologen der amerikanischen Universität von North Carolina (UNC) sind bei wissenschaftlichen Grabungen am Berg Zion in Jerusalem auf eine Aureus Goldmünze aus den frühen Herrscherjahren von Nero, Kaiser von Rom, gestoßen. Wie die UNC vergangene Woche in einer Presseerklärung mitteilte, sei es das erste Mal überhaupt, dass eine Goldmünze dieser Art bei wissenschaftlichen Grabungen in Jerusalem geborgen werden konnte.

Portrait des jungen Nero, Kaiser von Rom

Den Angaben zufolge konnte das Prägejahr der Goldmünze anhand der Inschriften recht genau bestimmt werden. Laut dem Historiker und Numismatiker David Jacobsen aus London wurde der besagte Aureus zwischen den Jahren 56 und 57 n. Chr. geschlagen. Damit fällt die Goldmünze mit dem Abbild von Kaiser Nero in die frühe Regentschaft des Herrschers. Nero war von 54 bis 68 n. Chr. Kaiser von Rom. Entsprechend zeigt die nun gefundene Goldmünze das Portrait des jungen Nero, der zum betreffenden Zeitpunkt nicht älter als 20 Jahre gewesen sein konnte. Allerdings ist Nero auch nicht alt geworden. Im Alter von 30 Jahren hatte er bereits den Hass des römischen Senats auf sich gezogen, musste fliehen und wurde in den Selbstmord gezwungen.

Goldmünze von plündernden Soldaten übersehen

Laut Mitteilung wurde die Goldmünze bei umfangreichen Grabungen in den Überresten antiker Villen gefunden und ist deshalb in mehrerer Hinsicht von Bedeutung. Anhand der Goldmünze mit Kaiser Nero als Motiv könne den freigelegten Gebäuden nicht nur ein eindeutiges Datum zugeordnet werden. Es zeige sich zudem, dass die römische Besatzungsmacht in der damaligen Oberstadt von Jerusalem präsent war und die untersuchten Villen zu diesem "späten Zeitpunkt" noch bewohnt waren, hieß es. Etwas mehr als ein Jahrzehnt später, im Jahr 70 n. Chr., kam es schließlich zur vollständigen Zerstörung Jerusalems durch die römische Armee. Das Wissenschaftsportal Science Daily schreibt dazu, es sei wahrscheinlich, dass diese Goldmünze von plündernden Soldaten übersehen worden ist nachdem die Stadt dem Erdboden gleichgemacht worden war.

Apostel Paulus wird im Prägejahr in Jerusalem verhaftet

Dem Grabungsleiter und UNC-Gastprofessor Shimon Gibson zufolge ist der Fund dieses Aureus "außergewöhnlich". Noch nie sei in Jerusalem eine "Münze dieser Art" bei wissenschaftlichen Grabungen aufgetaucht. "Diesen Münztyp findet man normalerweise nur in privaten Sammlungen, wo es keine eindeutigen Hinweise auf den Urspungsort gibt", betonte Gibson. Darüber hinaus teilte die UNC mit, dass es sich bei dem identifizierten Prägejahr der Goldmünze um dasselbe Jahr handelt, in dem der Apostel Paulus seine letzte Reise nach Jerusalem unternommen hatte. Paulus wurde im Jahr 56 n. Chr. in Jerusalem verhaftet, eingekerkert und schließlich nach Rom überstellt. Dort wurde er wenige Jahre später im Zuge der Christenverfolgung unter Kaiser Nero hingerichtet.

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