Stand: 19.04.2015  1 Kommentare

Sie wollten ihr Geld gegen Wertverlust schützen - doch jetzt müssen Investoren, die ihr Geld einer Berliner Stiftung anvertraut haben, um ihr Erspartes bangen. Denn bei einer Razzia stießen Ermittler auf einen Tresor mit dubiosem Inhalt. Noch ist nicht klar, ob die Anleger ihr Geld jemals wiedersehen.

Die Behörden waren der Stiftung mit Sitz in einer noblen Berliner Villa bereits länger auf der Spur - und als jetzt bei einer spektakulären Razzia über 120 Beamten in Berlin und Köln zuschlugen, offenbarte sich ein regelrechter Krimi: Unter einem Privathaus im Berliner Stadtteil Zehlendorf hatte eine Stiftung laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" Goldbarren im großen Stil gelagert und an Anleger verkauft. Doch das Gold soll zum Teil gar nicht echt sein, wie die Ermittler bei der Razzia feststellten.

140 Millionen Euro in Gold: Wieviele Barren sind echt?

Die betroffene Stiftung soll laut FAZ die Sorge um die Zukunft des Euros zum Anlass genommen haben, um seit 2011 bundesweit Geld mit dem Versprechen einzusammeln, es in Gold anzulegen. In dem Tresor der Stiftung wurden - der Mengenangaben auf den Barren zufolge - vier Tonnen Gold im Wert von mehr als 140 Millionen Euro vermutet, bei Ermittlungen wurden jedoch zum Teil nur goldfarbene Gegenstände aus Metall gefunden.

Staatsanwaltschaft warnt: Schnelle Rückzahlung der Einlagen unwahrscheinlich

Nun bangen viele Menschen in ganz Deutschland um ihr Geld: Etwa 6.000 Anleger soll die Stiftung betreut und insgesamt 57 Millionen Euro eingesammelt haben. Der Insolvenzverwalter soll dem FAZ-Bericht zufolge die Betroffenen bereits kontaktiert und klargestellt haben, dass eine schnelle Rückzahlung der Einlagen unrealistisch sei. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt bereits wegen Untreue und gewerbsmäßigen Anlagebetrugs.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, soll bei den Ermittlungen auch der Hochsicherheitstresor geöffnet worden sein. Darin haben sich dem Vernehmen nach "goldfarbene Gegenstände aus Metall" befunden, darunter angebliche Fünf-Kilo-Barren, die nur 2,1 Kilogramm schwer und mit billigem Füllmaterial ausgestopft waren. Eine genaue Materialanalyse steht allerdings noch aus, sie gestaltet sich wegen der vielen einzelnen Gegenstände schwierig. Der gesamte Lagerbestand wurde von den Behörden sichergestellt.

Für die Betroffenen leider zu spät, aber Fälle wie diese belegen: Wer beim Investment in Gold auf Nummer Sicher gehen möchte, ist gut beraten, sein Geld besser selbst in physisches Edelmetall anlegen und bei etablierten Fachhändlern kaufen, statt es Dritten zu überlassen.

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Kommentare [1]
  • von pechgehabt | 26.04.2015, 06:58 Antworten

    Haha. Da sieht man mal wieder das nicht alles Gold ist was glänzt. Nur im eigenen Besitz ist Gold was Wert. Versteh immer nicht wie verrückt Leute sind Geld einfach anderen Leuten zu überlassen.

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