Stand: 08.01.2015 von © Gold.de Redaktion WZ/DA 0 Kommentare

Der Start ins neue Jahr ist ein willkommener Anlass, um die Preis-Prognosen der vergangenen Monate auf den Prüfstand zu stellen. Und dabei zeigt sich: Nicht nur die Gold-Pessimisten, die einen Absturz prognostizierten, haben sich kräftig verschätzt. Auch die Optimisten, die eine Fortsetzung der Hausse vorhersahen, sind 2014 kräftig über das Ziel hinaus geschossen.

Das Jahr 2013 endete mit einem kleinen Goldpreis-Schock, zumindest wurden einige Marktbeobachter von der Prognose des Investment-Hauses "Goldman Sachs" überrascht. Die Rohstoffanalysten des Geldhauses versicherten damals, dass der Goldpreis bis Ende 2014 auf 1.050 US-Dollar fällt. Mehrfach hat Chefanalyst Jeffrey Currie diese Zielmarke ausgerufen und im März 2014 sogar auf 1.000 Dollar pro Feinunze reduziert.

Jetzt, wo das Jahr 2014 zu Ende geht, steht fest: Die Prognose von "Goldman Sachs" zählt zu den schlechtesten des Jahres, denn Gold beendete das Jahr 2014 mit einem Preis von 1183 US-Dollar.

Jahresfazit: Konsolidierung zwischen Hausse und Crash

Doch auch die positive Stimmung, die auf dem Edelmetallmarkt zum Jahresanfang 2014 herrschte, war nicht angebracht. Die ersten Banken hatten damals begonnen, ihre Preisprognosen für Gold nach oben zu korrigieren. Die UBS-Bank hatte beispielsweise im März 2014 ihre Prognosen für den Goldpreis angehoben, bis April 2014 sollte das Preisziel bei 1280 Dollar und bis Juni 2014 bei 1350 Dollar liegen.

Die technischen Analysten von Citi Futures hatten für Gold ein Entwicklungspotenzial bis 1400 US-Dollar ausgemacht. Die meisten Analysten erwarteten also leicht steigende Notierungen - und wurden von der Euro-Schwäche auf dem falschen Fuß erwischt, denn Gold hat alle genannten Werte in diesem Jahr nicht erreicht.

Zum Anfang des Jahres 2015 lohnt ein Blick auf eine besondere Goldpreis-Wette, welche inzwischen eine kleine Tradition begründet: Um die Güte der Prognosen zu prüfen, führt die "London Bullion Market Association" eine jährliche Untersuchung durch - sie befragt eine Reihe renommierter Analysten von großen Banken und Beratungsunternehmen zu ihren Goldpreisprognosen und kürt zum Jahresende den Gewinner.

Preiswürdig war aber kaum eine Prognose - zwischen 2008 und 2011 lagen die von der LBMA vorausgesagten Mittelwerte um fünf Prozent unter den tatsächlichen Kursen. Die durchschnittliche Vorhersage für 2012 lag um 5 Prozent zu hoch, während sie im folgenden Jahr sogar um 25 Prozent zu bullisch war.

Doch in diesem Jahr sieht es ganz so aus, als hätten die Experten ausnahmsweise einmal nicht am Ziel vorbei geschossen: Die Tipps lagen bei einem Durchschnittspreis von 1219 Dollar je Feinunze - und der durchschnittliche Goldpreis des Jahres 2014 liegt nach Berechnungen von gold.de bei 1.266,18 US-Dollar.

Analyst Institut 2014
Tom Kendall Credit Suisse Securities (Europe) $1080
Anne-Laure Tremblay / Stephen Briggs BNP Paribas $1095
Mitul Kotecha Credit Agricole $1105
Robin Bhar Societe Generale $1135
René Hochreiter Allan Hochreiter (Pty) $1150
Jeffrey Rhodes / Edward Meir INTL Commodities $1165
Bart Melek TD Securities $1175
Philip Klapwijk Thomson Reuters GMS $1176
Joni Teves / Edel Tully UBS $1200
Suki Cooper Barclays Capital $1205
Thorsten Proettel LBBW $1210
Bhargava Vaidya B.N. Vaidya & Associates $1235
Matthew Turner / Jonathan Butler Mitsubishi Corporation International (Europe) $1245
Rohit Savant CPM Group $1250
Martin Murenbeeld DundeeWealth Economics $1250
William Adams Fastmarkets $1260
Peter Fertig QCR Quantitative Commodity Research $1260
Frederic Panizzutti MKS (Switzerland) $1262
Ross Norman Sharps Pixley $1274
Eddie Nagao Sumitomo Corporation $1275
David Jollie Mitsui & Co Precious Metals Inc $1280
James Steel HSBC $1292
Carsten Fritsch Commerzbank $1300
Alexander Zumpfe / Sonia Hellweg Heraeus $1305
Wolfgang Wrzesniok-Rossbach Degussa Goldhandel $1315
Quelle: Jährliche Goldpreisprognosen der Mitglieder der London Bullion Market Association Angegeben ist jeweils die Prognose für den Durchschnittspreis für eine Feinunze in 2014
Kommentar zum Artikel schreiben
Sicherheitsfrage: wie viele Münzen sehen Sie?
Fragen über Fragen

Copyright © 2009-2018 by Gold.de - Alle Rechte vorbehalten

Konzept, Gestaltung und Struktur, sowie insbesondere alle Grafiken, Bilder und Texte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Missbrauch wird ohne Vorwarnung abgemahnt. Alle angezeigten Preise in Euro inklusive MwSt. (mit Ausnahme von Gold), zzgl. Versandkosten, sofern diese anfallen. Verfügbarkeit, Abholpreise, Goldankauf und nähere Informationen über einzelne Artikel sind direkt beim jeweiligen Händler zu erfragen. Alle Angaben ohne Gewähr. Sie betrachten die Seite: Gold.de - Gold und Silber kaufen im Preisvergleich

Handcrafted with in Baden-Württemberg, Germany