Stand: 26.10.2016  0 Kommentare

Der Goldminenbetreiber Gold Fields Limited will die Lebensdauer seiner Goldminen in Ghana um weitere acht Jahre verlängern. Dafür reinvestiert das Bergbauunternehmen 1,4 Milliarden US-Dollar in alte Lagerstätten.

Der südafrikanische Goldminenbetreiber Gold Fields Limited mit Sitz in Johannesburg wird die Goldförderung in seinen Damang Goldminen in Ghana nicht wie ursprünglich geplant im kommenden Jahr beenden. Stattdessen reinvestiert das Unternehmen 1,4 Milliarden US-Dollar in den weiteren Ausbau des umfangreichen Goldminen-Komplexes. Durch die Erschließung weiterer Lagerstätten soll die Lebensdauer der dortigen Goldminen bis ins Jahr 2024 verlängert werden. Das teilte der Konzern am vergangenen Montag (24.10.16) per Presseerklärung mit.

Goldproduktion wäre fast eingestellt worden

Bei den betreffenden Goldminen im Südwesten von Ghana handelt es sich um einen Komplex mit mehreren Tagebauminen unterschiedlicher Größe. Auf dem mehr als 8.000 Hektar großen Konzessionsgelände wird bereits seit 1997 eine groß angelegte Goldproduktion betrieben. Rechtlich sind die Damang Goldminen als eine einzige Mine zu betrachten die sich somit zu den größten Goldminen der Welt gesellen darf. Seit Beginn der Goldförderung vor knapp 20 Jahren wurden dort bislang mehr als vier Millionen Unzen (124,4 Tonnen) Gold abgebaut. Doch eigentlich war die Lebensdauer dieser Goldminen auf höchstens 20 Jahre veranschlagt. Und tatsächlich wäre dort die Goldproduktion im kommenden Jahr fast eingestellt worden.

Gold Fields: Ausbeutung aus tiefer liegenden Lagerstätten

Doch wie der Goldminenbetreiber mitteilte, hat man sich im Hauptquartier von Gold Fields nun für eine gewaltige Reinvestition entschieden, welche die profitable Lebensdauer der Goldminen durch die Ausbeutung aus tiefer liegenden Lagerstätten des Edelmetalls verlängern soll. Eine entsprechende Vorvereinbarung mit der ghanaischen Regierung soll bereits im vergangenen März ausgehandelt worden sein. Letztere hält, wie beim industriellen Goldabbau in Ghana üblich, 10 Prozent der Anteile an diesen Goldminen. Die verbleibenden 90 Prozent befinden sich hingegen vollumfänglich in den Händen von Gold Fields Limited.

Goldminen: Zusätzliche 48,5 Tonnen Gold in acht Jahren

Den Angaben zufolge wird die gesamte, neu zu investierende Summe über den veranschlagten Zeitraum von acht Jahren fließen. Im Zuge des weiteren Ausbaus der Goldminen wird unter anderem auch die existierende Grube der größten Tagebaumine schrittweise bis auf eine Tiefe von 417 Metern erweitert. Dort seien weitere "hochgradige Goldvorkommen" anzutreffen, hieß es. Im Laufe der verlängerten Lebensdauer der Goldminen erwarte man demzufolge eine zusätzliche Goldproduktion von insgesamt 1,56 Millionen Unzen (rund 48,5 Tonnen).

Durchschnittlich 200.000 Unzen Gold pro Jahr

Dafür müsse ein Erzkörper in der Größenordnung von 32 Millionen Tonnen abgebaut werden, wobei der Goldgehalt im Durchschnitt 1,65 Gramm Gold pro Abraumtonne betrage, so der Goldminenbetreiber. Die gesamten anfallenden Kosten pro geförderter Unze Gold (All-in-sustaining costs - AISC) sollen demnach bei 950 Dollar liegen. Mit diesen Zahlen werden die Damang Goldminen im Verlauf der kommenden acht Jahre auch weiterhin durchschnittlich knapp 200.000 Unzen (ca. 6,2 Tonnen) Gold pro Jahr abwerfen und damit für nicht ganz ein Zehntel der gesamten Goldproduktion des internationalen Bergbauunternehmens Gold Fields verantwortlich zeichnen.

Goldminenbetreiber wird an fünf großen Börsen gehandelt

Der Goldförderer betreibt insgesamt sechs produzierende Goldminen in Australien, Peru, Südafrika und Ghana, vier weitere Projekte befinden sich derzeit noch in der Entwicklungsphase. Aus allen produzierenden Minen wird für das laufende Jahr von einer Goldproduktion in Höhe von 2,1 bis 2,15 Millionen Unzen (65,3 bis 66,9 Tonnen) ausgegangen. Im Jahr 2015 war Gold Fields Limited der weltweit siebtgrößte Goldproduzent nach Goldausstoß. Der Goldminenbetreiber wird gleich an fünf großen Börsen der Welt gehandelt. Diese sind die Johannesburger Börse (JSE), der New York Stock Exchange (NYSE), der NASDAQ Dubai, die Schweizer Börse (SIX) sowie die Euronext Brüssel.

Jeder Arbeitsplatz in einer Goldmine versorgt acht Menschen

Nach Angaben von Gold Fields wird die Verlängerung der Lebensdauer der Damang Goldminen gleichsam auch den "bedeutenden sozialen und finanziellen Nutzen" für Ghana und insbesondere die umgebenden Gemeinden weitertragen. Denn von den rund 1.850 neuen und alten Arbeitsplätzen in und um die dortigen Goldminen werden mehr als die Hälfte von lokalen Arbeitern aus der Region eingenommen. Laut Gold Fields kann davon ausgegangen werden, dass in Ghana durch jeden direkten Arbeitsplatz in einer Goldmine im Durchschnitt acht weitere Menschen ein Auskommen haben beziehungsweise versorgt werden können.

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