Stand: 22.09.2016 von Mr. Gini 0 Kommentare

Der Herbst des Jahres 2016 ist gekommen. Dieser Herbst könnte relativ "stürmisch" an den Märkten werden. In Europa stehen einige wichtige Abstimmungen an. So etwa in Italien, aber auch in Österreich und Ungarn. Und dann kommt ja noch die mit Hochspannung erwartete US-Präsidentschaftswahl im November. Wird es Donald Trump bis ins Zentrum der Macht, ins Weiße Haus schaffen? Was werden die Folgen für die Wirtschaft, für die Finanzmärkte sein?

Unsicherheit Trumpf

Fragen über Fragen also. Sicher scheint, dass die Unsicherheit weiter enorm hoch sein wird. Und da wird sich der ein oder andere Investor wohl Gedanken machen, ob in diesen unsicheren Zeiten ein Gold-Investment doch erwägenswert wäre. Zumindest auf relativ kurze Sicht bis zum Januar 2017. Immerhin hat der Goldpreis auf Dollar-Basis wieder knapp 70 Dollar vom Hoch bei um die 1380 Dollar je Unze nachgegeben. Auch für Investoren in der Euro-Zone wurde es in den letzten Wochen wieder deutlich günstiger. In der Spitze kostete Gold 1232 Euro die Unze. Nun sind wir wieder bei um die 1172 Euro die Unze Gold angekommen. Das ist schon was.

Gezielte Eingriffe?

Höchst interessant in dem Kontext ist auch, was die Fondsmanager der Hamburger Vermögensverwaltung Mack & Weise mit Blick auf den Rückgang des Goldpreises insbesondere im Monat August 2016 schreiben. Im jüngst veröffentlichten Marktkommentar gehen die Hanseaten davon aus, dass mehrere massive "Fire-Sale"-Papiergoldverkäufe dafür gesorgt hätten, dass im Urlaubsmonat August der Preis für die Unze des gelben Edelmetalls in der Spitze um rund 70 Dollar verloren hätte. Die Fondsmanager nennen auch konkrete Daten, wann diese "chirurgischen Eingriffe" erfolgten. So sei es am 5. August nach Börsenschluss in Europa binnen vier Sekunden um 19 US-Dollar je Unze Gold nach unten gegangen. Und dann hätte es auch noch am 24.8. einen Eingriff gegeben. Hier sei eine wichtige Unterstützung, welche hohe charttechnische Bedeutung hatte, nach unten gebrochen worden. Dies habe eine wohl von den Initiatoren erhoffte Welle von Stopp-Loss-Verkäufen ausgelöst.

Auch Silber und Minen unter Druck

Kein Wunder also, dass im Rahmen dieser Eingriffe auch der Silberpreis mit unter die Räder kam. Anfang August lagen wir hier in der Spitze bei Kursen von gut 20,6 Dollar je Unze Silber. Auf Euro-Basis lag der Silberpreis bei fast 18,4 Euro. Seither ging es wieder deutlich bergab. Und zwar parallel mit der Goldpreisentwicklung bis auf gut 16,8 Euro die Unze. Wie immer bei Abwärtsbewegungen beim Goldpreis erwischt es den Minensektor besonders heftig. Zugegeben, die Minen sind 2016 bereits sensationell gut gelaufen. Der NYSE Arca Goldbugs Index verdreifachte sich seit Jahresanfang fast. Jetzt wurde der steile und starke Anstieg etwas korrigiert. In der Spitze lag der Index bei Werten um 285 Anfang August. Jetzt ging es wieder in Richtung 220 nach unten. Immerhin, für Investoren, die den Mut hatten, bei um die 100 am Jahresanfang einzusteigen, bleibt noch ein satter Gewinn übrig.

Wie geht es weiter?

Fragt sich nun bloß, wie es im weiteren Verlauf des Jahres 2016 weitergehen wird. Rein mit Blick auf den Goldpreis sind die Perspektiven bis zum Januar 2017 zumindest aus rein saisonaler Betrachtung nicht schlecht. Von Mitte September bis Januar stehen saisonal betrachtet die Ampeln auf "grün" (mehr dazu auch unter:http://seasonalcharts.de/classics_gold.html). Und auch die Hamburger Vermögensverwalter von Mack & Weise sind für den GESAMTEN Edelmetallsektor positiv gestimmt. Die Hanseaten betonen in dem Kontext, dass vor dem Hintergrund der immer größer werdenden Schäden, die die aktuelle Geldpolitik anrichten würde, auch die jüngsten Eingriffe nichts an den positiven Aussichten für den ganzen Edelmetallkomplex ändern würden. Nur am Rande erwähnt sei, dass die Vermögensverwalter die Eingriffe am Goldmarkt im August als "Interventions-Spielchen" bezeichnen. Diese "Spielchen" seien letztlich auch immer wieder eine Chance. Und zwar zum Einstieg und Nachkauf für Investoren mit Weitsicht, so das Fazit der Fondsmanager.

Gold - Gute Einstiegschance vor aufziehenden Herbststürmen?
Mr. Gini - Der Autor befasst sich schon seit vielen Jahren hauptberuflich mit den Ungleichge- wichten und strukturellen Problemen der Welt- wirtschaft, insbesondere des Weltfinanzsystems. Der Autor vertritt die Ansicht, dass die Krise erst dann beendet ist, wenn die globale Überschuldungskrise gelöst ist. Sprich, wenn das Verschuldungsniveau auf ein für die Volkswirtschaften tragfähiges Niveau geschrumpft ist.
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