Stand: 27.08.2017 von Florian Grummes 3 Kommentare

Der Goldpreis konnte sich seit dem letzten markanten Tiefpunkt am 10.Juli 2017 bei 1.205 US-Dollar wie vermutet deutlich erholen. Dabei gelang zunächst der eindeutige Sprung über die sechs Jahre alte Abwärtstrendlinie (Stand:25.08.2017 ca. 1.245 US-Dollar), was wiederum genügend Kräfte für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bis an die bekannte Widerstandszone um 1.290/1.300 US-Dollar freisetzen konnte. Hier haben sich die Notierungen nun seit gut einer Handelswoche entweder festgelaufen oder festgebissen.

Fakt ist jedenfalls, dass es den Goldbullen offensichtlich gelingt, dieses Niveau nun zu halten, während es hier noch im Frühjahr zweimal zu einem deutlichen Abprallen bzw. zu Rücksetzern kam.

Insgesamt ist das Handelsvolumen an den Finanzmärkten im Sommermonat August wie immer überschaubar und damit nur bedingt aussagekräftig. Der schwache US-Dollar, korrigierende Aktienmärkte sowie konstruktive Edelmetallkurse summieren sich jedoch doch zu einer weiteren Kurschance für die Goldpreisentwicklung.

Auf Euro-Basis bleiben die Edelmetallkurse aufgrund des schwachen US-Dollars weiterhin zurück.

Goldpreis in US-Dollar - Tageschart

Seit gut einer Handelswoche hat sich der Goldpreis mal wieder festgelaufen. Dieses Mal im Bereich um 1.282 bis 1.292 USD. Dabei beträgt die tägliche Handelsschwankung nur noch wenige Dollar.

Auf der Oberseite will der Ausbruch über 1.295 /1.300 USD offensichtlich noch nicht gelingen, während auf der Unterseite bereits oberhalb von 1.280 USD wieder neue Käufer in den Markt kommen. Dieses einschläfernde Spielchen wird sich aber früher oder später nach oben oder unten auflösen.

Die kurzfristig immer noch bullische Ausgangslage gerät jedenfalls erst unterhalb von 1.275 USD etwas in Gefahr, denn dann steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Rücksetzer in Richtung der steigenden 50-Tagelinie (1.254 USD) bzw. des unteren Bollinger Bandes (1.255 USD) deutlich an.

Im schlimmsten Fall kommt es dann sogar zu einem Rückfall bis auf die jetzt ebenfalls steigende 200-Tagelinie (1.230 USD).

Tageschart Goldpreis in Euro 25.08.2017

Auf der Oberseite müssen die Bullen jedoch erst die Zone zwischen 1.295 bis 1.300 USD nachhaltig überspringen, um weiteres Anstiegspotential in Richtung 1.350 USD zu aktivieren. Je länger sich dieser Ausbruch hinzieht, umso mehr wird aus einem „Festgebissen“ ein „Festgelaufen“.

Da die Indikatoren kurzfristig einen überkauften Zustand andeuten, gilt es daher trotz der weiterhin günstigen Saisonalität vorsichtig zu bleiben. Aber selbst ein Rücksetzer in Richtung 1.260/1.255 USD dürfte den anstehenden Ausbruch über 1.300 USD lediglich verzögern und evtl. dem ein oder anderen Nachzügler nochmals eine gute Einstiegschance liefern.

Mittelfristig sollte der Goldpreis in Dollar nach dem erfolgreichen Ausbruch über die Marke von 1.300 USD bis ca. 1.375 USD weiter ansteigen können. Dabei ist laut der saisonalen Statistik erst ab Ende September / Mitte Oktober mit einem etwas größeren Rücksetzer zu rechnen.

Im ganz großen Bild dürfte der Zug in Richtung 1.500 USD bereits gestartet sein, womit Gold im kommenden Frühjahr diese runde und extrem wichtige Widerstandsmarke erstmals seit dem Frühjahr 2013 wieder erreichen könnte.

Tageschart Goldpreis in Euro

Beim Goldpreis in Euro gerechnet gibt es seit dem 9. August endlich wieder ein klares Lebenszeichen der Bullen zu beobachten. In zwei Kursschüben konnten sich der Preis für eine Feinunze Gold immerhin schon bis auf 1.097 EUR erholen.

Angesichts der vorangegangenen Abwärtswelle ist die Erholung aber immer noch überschaubar und eigentlich viel zu klein. Kurzfristig wären auf Grund des Stochastik-Verkaufssignal nochmals leichte Kursrückgänge denkbar.

Tageschart Goldpreis in Euro 25.08.2017

Allerdings stützt die 50-Tagelinie (1.084 USD) das Preisgeschehen bereits ganz knapp unter den aktuellen Niveaus. Das untere Bollinger Band aber liefert Platz bis 1.063 EUR.

Nachkauflimit bleibt bei 1.050 Euro

Das zuletzt genannte Nachkauflimit unterhalb von 1.050 Euro wurde bislang nicht erreicht. Die ruhige Marktlage gibt momentan keinen Anlass dieses Preisniveau anzuheben.

Gold – Knapp unter 1.300 US-Dollar
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
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Kommentare [3]
  • von Goldhahn | 28.08.2017, 14:41 Antworten

    aaahhh!!
    endloch wieder eine von diesen berühmten sachlich abgestimmten und auf wertvollen fakten fundierten gold-chart ananlysen hier...auf gold.de...

    und bitte was ist los?
    im frühjahr 2018 der kurs bei 1500usd???

    na endlich...ich hab´s ja immer gewusst...es geht wieder los und nichts in der welt kann es aufhalten!!

    ich geh sofort los und kauf gold in münzen und barren soviel ich kann!!!

    danke hr. Grummes....danke gold.de!!!

    • von irgendwo aus dem nirgendwo | 28.08.2017, 14:47 Antworten

      Hallo Goldhahn,

      na einen Haufen gefunden, auf dem Sie krähen dürfen?


      Sollten Sie nicht lieber mal schweigen?
      Diese Analysen haben alle ihre Berechtigungen auch diese Interpretation, oder sind Sie Besitzer einer Glaskugel oder könne in die Zukunft sehen?

  • von Goldmann | 28.08.2017, 18:46 Antworten

    Danke Florian,
    Dein Kurs zeigte nach oben. 1300.-$ sind
    Geschichte. 7 Milliarden Menschen wollen Gold. Wenn auch nur in kleinen Mengen.
    Viel Wenig ist ein Viel sagte meine Großmutter.

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