Stand: 10.12.2016 von © Gold.de Redaktion FG/GW 0 Kommentare

Noch immer steckt der Goldpreis in seiner Anfang Juli begonnen Korrektur. Nach den beiden dynamischen Einbrüchen im Oktober und November hat sich die Lage in den letzten zwei Handelswochen auf sehr tiefem Niveau um 1.170 US - Dollar stabilisiert bzw. zumindest beruhigt. Von den bullischen Marktkräften fehlt aber weiterhin jede Spur, so dass es bislang noch nicht zu einer wirklich nennenswerten Gegenbewegung auf die vorangegangenen Verluste gekommen wäre.

Vielmehr blicken die Marktteilnehmer mal wieder gebannt auf die in der nächsten Woche anstehende FED - Zinssitzung. Eine Zinsanhebung dürfte mittlerweile vollständig eingepreist sein, so dass bereits ein etwas zurückhaltenderes Statement von Fed - Chefin Janet Yellen eine Erholung am Goldmarkt einleiten könnte.

Bis dahin allerdings bleibt der Goldpreis auf der Suche nach dem finalen Tief der über fünf Monate andauernden Korrektur.

Tageschart Gold in US - Dollar

Der Tageschart fängt die letzten sechs Monate des Preisgeschehens am Goldmarkt ein. Vom Hoch Anfang Juli hat der Goldpreis in der Spitze mittlerweile knapp 220 US - Dollar verloren. Damit wurden etwas mehr als 61,8% der vorangegangenen Aufwärtsbewegung zurückgenommen.

Auffällig ist, dass dem Goldpreis trotz der offensichtlichen Schwäche in den letzten zwei Wochen zumindest noch immer ein Tagesschlusskurs oberhalb dieser Retracement Marke bei 1.170 US - Dollar gelungen ist. Gleichzeitig bestätigen die Goldminenfonds und -aktien die neuerlichen Tiefs bereits seit Mitte November nicht. Auch der Silberpreis kann sich etwas besser halten. Die Chance, dass es sich in den letzten fünf Monaten daher nur um einen Rücksetzer im neuen übergeordneten Aufwärtstrend handelt ist also noch nicht vom Tisch!

Goldpreis US - Dollar Tageschartanalyse

In jedem Fall melden alle kurz - bis mittelfristigen Indikatoren eine stark überverkaufte Lage sowie ansatzweise erste Kaufsignale. So hat der MACD - Indikator erstmals seit Mitte Oktober wieder ein Kaufsignal generiert. Zudem scheint auch die Stochastik langsam aber sicher nach oben drehen zu wollen. Allerdings müssen die Bullen jetzt in Kürze liefern, sonst droht im umsatzschwachen Vorweihnachtshandel schlimmstenfalls ein Rutsch bis in die Region um 1.120 US - Dollar. Hier liegt das 76,4% - Retracement, welches die wirklich allerletzte Unterstützung darstellt, bevor die Marke von 1.045 US - Dollar in den Blick der Anleger geraten würde.

Ohne Frage wurde im Zuge der Korrektur die heiß gelaufene Spekulation am Terminmarkt vollständig bereinigt und somit alle schwachen Hände, Trendfolger und sonstige Spekulanten abgeschüttelt.

Ein antizyklisches Kaufsignal liegt hier aber noch nicht vor. Vielmehr sind die Terminmarktdaten derzeit als neutral einzustufen. Positiv wird ab Mitte Dezember die Saisonalität, welche dem Goldpreis dann bis Ende Januar wohlgesonnen bleibt.

In der Summe droht dem Goldpreis kurzfristig betrachtet noch ein finaler Abverkauf bis in den Bereich 1.115 – 1.150 US - Dollar, bevor dann aber mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit mindestens eine mehrwöchige V - förmige Erholung zu erwarten ist. Ob diese dann das Zeug zu mehr hat, wird sich allerdings erst im Frühjahr 2017 herauskristallisieren.

Tageschart Gold in Euro

Aufgrund des schwachen Euros präsentiert sich das Bild für den europäischen Anleger nicht ganz so negativ. Zwar musste der Euro - Goldpreis seit Anfang Juli ebenfalls deutlich Federn lassen, aber ausgehend vom Tief bei 1.079 Euro ist hier seit vier Handelstagen bereits eine deutliche Erholungsbewegung zu beobachten. Können die Bullen die ersten zarten Kaufsignale des MACD - Indikators sowie der Stochastik untermauern, wird eine Rally bis zur fallenden 50 - Tagelinie (1.038 Euro) in den kommenden Wochen und Monaten möglich.

Goldpreis in Euro Tageschartanalyse

Allerdings ist die ehemalige Unterstützungszone zwischen 1.100 Euro und 1.115 Euro jetzt ein ernstzunehmender Widerstand, welcher zunächst aus dem Weg geräumt werden muss. Sollten die Bären dem Goldpreis noch einen letzten Schlag versetzen können, kann es im Extremfall dann auch in Euro gerechnet nochmals zu Kursen unterhalb von 1.080 Euro kommen.

Nachkauflimit bei 1.080 Euro

Erneut konnte man mit dem zuletzt genannten Nachkauflimit bei 1.130 Euro relativ günstig in den Markt einsteigen. Da noch immer ein Restrisiko nach unten vorhanden ist, macht ein tiefes Nachkauflimit bei 1.080 Euro auf Sicht der nächsten ein bis zwei Wochen Sinn.

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