Stand: 26.10.2012  0 Kommentare

Gold war schon immer begehrt

Gold Schmuck

Zwar ist Gold auf der ganzen Erde aufzufinden, das aber nur in sehr geringen Mengen. Die Seltenheit machte Gold schon immer zu einem begehrten Gut - sei es als Tausch- oder Kultobjekt oder einfach nur als Schmuck. Ganz gleich, welche Kultur herrschte und in welcher Entwicklungsstufe sich der Mensch befand, Tauschhandel, ob mit Vieh, Getreide oder Münzen, Gold begleitet uns seit Menschengedenken. Die Tauschobjekte fungierten dabei als Zahlungsmittel, die einen bestimmen Gegenwert in Form eines anderen Tauschobjekts hatten.

Gold bietet sich durch seine Eigenschaften als Tauschobjekt an

Gold zog den Menschen durch seine Seltenheit, seine Beschaffenheit und sein Glitzern in den Bann. Wahrscheinlich führte Krösus, ein legendärer König der Lyder, 560 vor Christus Gold als Währung ein. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. Gold kann nicht in beliebiger Menge hergestellt, gefälscht oder vermehrt werden und ist überaus vielseitig einsetzbar. Seine besondere Beschaffenheit machte es möglich, Gold zu be- und verarbeiten.

Gold war und ist die fortschrittlichste Währung

Die wohl wichtigsten Verwendungen fand Gold in der Münzprägung, als Legierung und in der Schmuckverarbeitung. Da Gold seine Verbreitung in allen Kulturen fand und gleichermaßen überall einen hohen Stellenwert genoss, etablierte sich das Edelmetall als weltweites Zahlungsmittel. Damit war Gold schon vor Jahrtausenden eine fortschrittlichere Währung als jede jetzt genutzte Papierwährung. Denn der Gültigkeitsbereich erstreckte sich über den gesamten Erdball und nicht nur auf einzelne Länder oder Länderzusammenschlüsse.

Die Größe des Goldvorrats entschied über Aufstieg oder Fall eines Staates. Kriege und Kultur wurden mit Gold finanziert, Aufstände der Armeen durch Goldmangel entfacht und Seeschlachten wegen des südamerikanischen Goldes geführt.

Schon vor 6.000 Jahren wurde Gold gefördert

Gefördert wurde Gold bereits 4.000 Jahre vor Christus. Im südlichen Mesopotamien, zwischen Euphrat und Tigris, stießen die Sumerer auf Gold und betrieben die erste Goldmine. Auch die Ägypter kannten Gold bereits 3.000 Jahre vor Christus.

Für Gold wurden ganze Kulturen ausgelöscht

Inka Gold
Gold-Statue der Inka © University of Minnesota Duluth

Zu den sagenumwobenen Kulturen mit großem Goldreichtum zählt zweifelsohne das Volk der Inka. Ihre Herrschaft über weite Teile des westlichen südamerikanischen Küstenabschnitts überdauerte mehrere Jahrhunderte. Die Inka legten im Jahr 1200 mit der Stadtgründung von Cusco den Grundstein für eine Jahrhunderte währende Kultur. Erst im Jahr 1532, als Francisco Pizarro an der peruanischen Küste landete, sahen sich die Inka mit einer Übermacht konfrontiert, der sie nichts entgegenzusetzen hatten.

Die europäische Militärmaschinerie, mit Schusswaffen und Kanonen ausgerüstet, traf auf einen Gegner, der nur über rudimentäre Militärtechnik verfügte. Sperre, Lassos und Keulen waren gegen die Schusswaffen heillos unterlegen. Pizarro erbeutete ca. 180 Tonnen Gold und 16.000 Tonnen Silber. Ganze 34 Tage sollen die Schmelzöfen gebrannt haben, um die Edelmetalle in transportfähige Barren zu formen. Das damals erbeutete Gold entspricht heute einem Gegenwert von fast acht Milliarden Euro.

Spanien sicherte sich auch durch das Inka-Gold seine Vorherrschaft auf den Weltmeeren und etablierte sich vollständig als Weltmacht. Nur vierzig Jahre nach der Ankunft Pizarros war die Inka-Kultur weitestgehend ausgelöscht.

Ein ähnliches Schicksal ereilte die Azteken. Auch sie verfügen über Tonnenweise Gold. Nachdem der Kontinent im 15. Jahrhundert entdeckt worden war, kamen die Spanier schnell mit den Azteken in Kontakt. Dabei schenkten die Ureinwohner den Spaniern Schmuck aus reinem Gold. Zurück in der Heimat, machte die Nachricht vom Goldreichtum der Azteken schnell die Runde.

Im 16. Jahrhundert folgte Hernandez Cortez dem Ruf des Goldes und traf auf König Montezuma. Abermals überschüttete ein Aztekenkönig seinen Gast mit Gold. Daraufhin begannen die Spanier das ganze Land nach der Quelle abzusuchen und löschten nach und nach das Volk der Azteken aus. Die meisten Goldfunde wurden eingeschmolzen und nach Spanien verschifft.

Goldrausch: Goldwäscher fördern für 24 Mrd. Euro in Gold

Gold waschen

Ein weiteres "goldenes" Zeitalter markiert ein Fund im Jahr 1848 in der kalifornischen Kleinstadt Coloma am "American River". James Marshall grub sich einen Graben für das Wasserrad seiner Sägemühle. Als er den Sand und die Kiesel aus seinem Graben wegspülte, stieß er auf einige Goldnuggets. Die Nachricht vom Goldfund verbreitete sich in Windeseile und entfachte so den kalifornischen Goldrausch.

Binnen eines Jahres kamen 90.000 Goldsucher aus allen Herren Länder nach Kalifornien, um ihr Glück bei der Goldsuche zu finden. Die Pioniere nannten sich "forty-niners" und machten sich zur Aufgabe, die besten Fundstellen ausfindig zu machen. Denn schnell war klar, dass das Gold nicht wahllos verstreut war. Sie konzentrierten sich auf die lukrativen Flussbiegungen und wuschen dort mittels Goldpfannen den Sand aus.

In immer wiederholenden Abläufen kreisten sie ihre Goldpfannen, um so den leichten Sand vom Gold zu trennen. Insgesamt wurden in den Flussläufen Kaliforniens 570 Tonnen Gold gefunden - heutiger Wert fast 24 Milliarden Euro.

Technik brachte den Goldsuchern weitere Funde im Wert von 60 Milliarden Euro

Der Goldrausch zog immer mehr Glücksritter an, sodass sich die Suche auf die Talhänge ausweitete. Dort trafen die Goldsucher auf noch größere Vorkommen. Denn im Laufe von Millionen von Jahren wusch sich die Flussrinne immer tiefer aus, sodass ältere Flussläufe trocken lagen und Goldadern zum Vorschein kamen. Mit Hilfe von starken Wasserstrahlen lösten sie den Sand und konnten weitere 1.400 Tonnen Gold abbauen, die heute einen Wert von fast 60 Milliarden Euro haben. Es war der erste Einsatz rudimentärer Fördertechnik.

Schon vor 160 Jahren gruben sich Goldminen einen Kilometer in die Erde

Durch den enormen Zustrom von Goldsuchern war das Flussgold bald erschöpft, sodass die Suche nach der Quelle, die in den Bergen vermutet wurde, den Schlussakt des kalifornischen Goldrausches markierte. Schnell stießen sie auf Quarzadern, die mit Gold versetzt waren. Als klar wurde, dass die Quarzadern meilenweit durchs Land zogen, wandelte sich die Goldsuche grundlegend.

Industrielle Minenbetreiber durchlöcherten das kalifornische Hochland mit Hunderten von Abbaugebieten und schufen für Tausende von Männern Arbeit. Die Minen konnten gigantische Ausmaße annehmen. So verfügte die 1853 eröffnete Alleghany Mine über ein Tunnelsystem von 60 Kilometern, das bis zu einem Kilometer tief in die Erde reichte.

Der Goldsucher zogen von Fund zu Fund

Bereits 1880, nur 32 Jahre nach der Entdeckung von James Marshall, wurden die Goldfunde seltener. Als im benachbarten Nevada neue Goldvorkommen entdeckt wurden, machten sich Heerscharen von Goldsuchern auf, um ihr Glück in den Hügeln der Wüste zu finden.

Das dünn besiedelte Wüstenland blühte auf und lieferte den Stoff für zahlreiche Wildwest-Klassiker. Goldgräber-Städte wurden im ganzen Bundesstaat gegründet und genossen einen zweifelhaften Ruf. Denn hier machten sich Goldsucher auf eigene Faust auf, um nach dem seltenen Edelmetall zu suchen.

Aufgrund der sequenziellen Verteilung der Goldvorkommen in Nevada gab es Stellen mit sehr hohem Goldanteil gleich gefolgt von Stellen mit sehr geringem Goldvorkommen. Neid und Missgunst führten zu Streitigkeiten, Schießereien und einer hohen Mordrate.

In Nevada wurden insgesamt 1.100 Tonnen Gold abgebaut, bis 1920 die Vorkommen immer mühsamer erreichbar wurden und der Goldrausch allmählich zu Ende ging. Zurück blieben Dutzende Geisterstädte.

Gold im Wert von 30 Milliarden Euro versank im Meer

Gold im Meer versunken - Schatzsucher

Das funkelnde Edelmetall bildet den Stoff für zahlreiche Geschichten, Märchen und Mythen. Aber auch in der realen Welt gibt es sagenumwobene Goldschätze, auf dessen Suche sich Profi- und Hobbyschätzjäger tagtäglich machen. Die Schatzsuche geht sogar so weit, dass Firmen darin ihre Kernaufgabe sehen. Technologisch bestens ausgestattet begeben sie sich beispielsweise auf die Suche nach versunkenen Schiffen, die nach historischen Aufzeichnungen große Goldschätze mit an Bord hatten.

Und tatsächlich ist ihre Mühe hin und wieder von Erfolg gekrönt. Das verwundert nicht, wenn man den Schätzungen über versunkene Schiffswracks kennt. Über drei Millionen Schiffe warten auf dem Meeresgrund auf ihre Entdeckung. Wie viele davon Schätze an Bord hatten, ist ungewiss. Allerdings gelten noch heute rund 3000 Schiffe allein der spanischen Krone als vermisst, die vor einem halben Jahrtausend auf der Silberroute der Konquistadoren, beladen mit Gold und Silber der Inkas, Mayas und Azteken in der Karibik untergingen.
Experten schätzen den Wert von versunkenen Gold- und Silberschätzen auf 30 Milliarden Euro.

Seit jeher gehen Menschen auf Schatzsuche

Schon im vergangenen Jahrhundert gab es spektakuläre Funde. So entdeckte Howard Carter im ägyptischen Tal der Könige das Grab des Tutanchamuns. Am 16. Februar 1923 öffnete er die Grabkammer und entdeckte dabei umfangreiche Grabbeigaben aus Gold. Der wohl bedeutendste Fund stellt die Totenmaske Tutanchamuns dar, der gemeinsam mit einem goldenen Schrein, Wächtern und dem Thron gefunden wurde.

Die damals entdeckten Reliquien können heute größtenteils im ägyptischen Museum in Kairo bestaunt werden. Im Tal der Könige wurden bereits mehrere Dutzend Gräber entdeckt. Archäologen gehen davon aus, dass noch nicht alle entdeckt worden sind. Immer wieder von Hobbyarchäologen als Erfolgsbeispiel angeführt wird der sogenannte Schatz von Troja. Als Heinrich Schliemann, ein Amateurarchäologe, der eigentlich deutscher Kaufmann war, von 1871 bis 1879 Teile der Stadt Troja freilegte, machte er am 31. Mai 1873 eine sagenhafte Entdeckung.

Unter den Mauerresten stieß er auf goldene Vasen, Diademe, Arm- und Stirnbänder und anderen Goldschmuck. Er taufte den Schatz auf den Namen "Priamos" und übergab ihn dem Völkerkunde Museum in Berlin. Nach 1945 gelangte der Schatz von Troja nach Moskau, wo er 1987 wiederentdeckt wurde.

Während Howard Carter und Heinrich Schliemann die Goldschätze eher zufällig fanden und ihr Interesse nicht der Schatzsuche, sondern der Archäologie galt, zeigten im Jahr 2003 John Morris und Greg Stemm, dass auch eine systematische und langjährig gezielte Schatzsuche zum Erfolg führen kann.

Die S.S. Republic sank am 18. Oktober 1865 auf ihrem Weg von New York nach New Orleans, als sie von einem Sturm erfasst wurde. 20.000 Goldmünzen sollen sich an Bord befunden haben. Nach zwölf Jahren entdeckten die beiden Schatzsucher vor der Küste Georgias, in 516 Metern Tiefe, das Wrack der S.S.Republic. Doch bevor jemand Goldmünzen auf dem Grund des Meeres finden kann, wurde das Metall von anderen Menschen in einem aufwendigen Prozess der Erdkruste abgerungen.

Du hast eine Meinung dazu? Her damit!
Sicherheitsfrage: wie viele Münzen siehst du?
Fragen über Fragen
Ich stimme zu, dass mein Kommentar zur Veröffentlichung auf gold.de gespeichert wird. Du kannst deine Einwilligung jederzeit per Mail an info@gold.de widerrufen. Hier findest du unsere Datenschutzerklärung.

Copyright © 2009-2019 by Gold.de - Alle Rechte vorbehalten

Konzept, Gestaltung und Struktur, sowie insbesondere alle Grafiken, Bilder und Texte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Missbrauch wird ohne Vorwarnung abgemahnt. Alle angezeigten Preise in Euro inklusive MwSt. (mit Ausnahme von Gold), zzgl. Versandkosten, sofern diese anfallen. Verfügbarkeit, Abholpreise, Goldankauf und nähere Informationen über einzelne Artikel sind direkt beim jeweiligen Händler zu erfragen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Handcrafted with in Baden-Württemberg, Germany