Stand: 29.07.2017 von Florian Grummes 8 Kommentare

Den gesamten Juni über war am Goldmarkt die typische Frühsommerkorrektur zu beobachten. Diese führte den Goldpreis vom Hoch bei 1.295 USD zurück bis auf 1.205 USD. Dieser Tiefpunkt wurde am 10.Juli erreicht. Zu diesem Zeitpunkt war das Sentiment extrem pessimistisch, bullische Analysten gab es so gut wie gar keine mehr und die kommerziellen Händler hatten ihre Shortpositionen in die fallenden Kurse hinein deutlich zurückgefahren.

So kam die deutliche Erholung in den letzten Wochen nicht überraschend, sondern fügt es sich sehr gut in den erwarteten Fahrplan ein. In kürzester Zeit hat der Goldpreis bereits seine sechsjährige Abwärtstrendlinie bei ca. 1.257 USD erneut erreicht und versucht diese nun endlich nachhaltig zu überwinden.

Ein Wochenschlusskurs oberhalb von 1.260/1.265 USD liefert somit ein starkes Ausbruchssignal, denn die sechsjährige Abwärtstrendlinie wurde seit dem Sommer 2016 insgesamt bereits sechsmal attackiert. Der erfolgreiche Ausbruch scheint nun also im Gange und müsste den Goldpreis in den kommenden sieben bis zehn Monaten in Richtung 1.500 USD katapultieren können.

Goldpreis in US-Dollar Tageschart

Am Mittwoch dieser Woche erreichte der Goldpreis in Dollar erneut die sechsjährige Abwärtstrendlinie und kann sich seitdem bislang knapp oberhalb dieser extrem wichtigen Linie halten. Noch ist hier keine eindeutige Entscheidung gefallen, das Kursgeschehen ist aber klar bullisch.

Die Tatsache, dass sich der Goldpreis in relativ kurzer Zeit erneut bis an diese Abwärtstrendlinie herangearbeitet hat, spricht für einen baldigen Durchbruch. Nach mittlerweile sechs Attacken ist diese Linie aufgeweicht. Ein Ausbruch wäre das beste Chartsignal seit sechs Jahren am Goldmarkt und würde vermutlich nicht nur eine starke Dynamik lostreten, sondern auch für eine direkte Aufwärtswelle bis mindestens 1.295 USD, vermutlich aber eher bis 1.370 USD sorgen.

Goldpreis in EuUS-Dollar Tageschart 28.07.2017

Da die Stochastik zudem vom überkauften Zustand in den eingebetteten und ultrabullischen Zustand konvertiert ist, bleibt der Trend klar nach oben gerichtet und ist bis auf weiteres festgezurrt. Kurzfristig immer mögliche, vorerst aber unwahrscheinliche, Rücksetzer könnten bereits an der wieder steigenden 50-Tageline (1.249 USD) aufgefangen werden. Alternativ müsste jetzt allerspätestens die 200-Tagelinie (1.229 USD) ein solides Fundament liefern.

Darüberhinaus brachte das saisonale Muster im Durchschnitt der letzten 40 Jahre im August und September starke Kursanstiege und stützt somit den Goldmarkt in diesen Wochen ganz erheblich.

Im großen Bild dürfte der Zug in Richtung 1.500 USD bereits gestartet sein. Kurzfristig ist ein Ausbruch über 1.260 USD und in der Folge ein Kursanstieg bis ca. 1.290 USD zu erwarten

Tageschart Goldpreis in Euro

In Euro gerechnet bleibt die Kursentwicklung in den letzten Wochen überschaubar bzw. enttäuschend. Mehr als eine Stabilisierung ist hier aufgrund des starken Euros bislang nicht gelungen, denn seit dem Tief bei 1.056 EUR kam es nur zu einem Anstieg bis auf 1.080 EUR. Das hat jedoch bereits ausgereicht, um die Stochastik wieder in die überkaufte Zone zu befördern. Somit hat sich bereits erneut Rückschlagspotential aufgebaut.

Charttechnisch bleibt die Lage damit angeschlagen und die Goldpreisentwicklung könnte noch bis ca. 1.050 EUR abtauchen. Hier verläuft der enorm wichtige Aufwärtstrend, welche dem Treiben der Bären ein Ende bereiten sollte.

Goldpreis in Euro Tageschart 28.07.2017

Auf der Oberseite wäre die fallende 50-Tagelinie (1.102 EUR) ein erstes Erholungsziel. Im nächsten Schritt wäre dann auch ein Wiedersehen mit der 200-Tagelinie (1.131 EUR) denkbar. Beide Durchschnitte fallen derzeit aber und verstärken damit den nach wie vor schwachen Gesamteindruck.

Im großen Bild liegen die Chancen aber weiterhin auf der Oberseite. Die günstigen Gold- und Silberkurse sollten daher in diesen Tagen unbedingt genutzt werden.

Neues Nachkauflimit bei 1.065 Euro

Das zuletzt genannte Nachkauflimit unterhalb von 1.085 Euro hat problemlos gegriffen und für einen günstigen Kurs zum Gold kaufen gesorgt.

Kommt es zu einem weiteren Rücksetzer, wäre ein Nachkauflimit von 1.060 EUR sinnvoll, um von den günstigen Kursen zu profitieren. Insgesamt liefert die deutliche Korrektur derzeit hervorragende Einstiegskurse für antizyklische Investoren.

Goldpreis am oberen Ende des 6 jährigen Abwärtskanal
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
Webseite des Autors:
www.goldnewsletter.de
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Kommentare [8]
  • von Goldgräber | 31.07.2017, 12:37 Antworten

    Hat diesen Artikel wirklich ein richtiger Mensch geschrieben? Ganz ehrlich, mir kommt das vor als hätte das irgendein Bot verfasst. So schreibt kein Mensch aus Fleisch und Blut.

    • von Toddi | 17.08.2017, 16:11 Antworten

      Wohl wahr...:) das war Bernd das Brot....Die Chart Interpretation erinnert mich sehr an die politische Bühne oder an Wilhelm Busch mit dem Zitat aus Maler Klecksel ...dort wo man nichts versteht, der Schnabel um so leichter geht..
      Wie immer froh gelaunt aus der bunten Republik
      der Toddi

  • von Klaus | 31.07.2017, 12:39 Antworten

    Selten habe ich eine derart übertrieben euphorische Stimmung bei der Auslegung eine Charts gelesen. Hier schingt wohl eher ein insgeheim gehegter Wunschgedanke mit, das sich der Goldpreis nun denn endlich wieder zu neuen Höhen schwingt. 1500; da sind wohl noch ein paar kräftige Hürden zu überwinden bevor dieser Kurs erreicht wird.
    Der Chart alleine - vor allem der 2-Jahreschart - zeigt jedoch ein anders Bild. Und das ist bestenfalls als Neutral einzustufen.

  • von Hein | 31.07.2017, 13:49 Antworten

    Alles nur Meinungsmache und Kaufanimation um den Kurs hoch zu kriegen...

  • von Dr. Sonneberger | 31.07.2017, 18:47 Antworten

    Goldgräber hat völlig recht. So einen völlig zusammenhanglosen Schwachsinn kann nur ein Computerprogramm generieren. Ich glaube das der geneigte Leser hier auf den Arm genommen werden soll.

  • von Hein | 01.08.2017, 09:30 Antworten

    Es ist doch so, wenn man sich mal den 6 oder 12 Monats chart ansieht, dann liegt der Preis in € immer noch tiefer als der tiefste Punkt in diesem Zeitraum.
    Ja klar sollte man sich antizyklisch verhalten aber hier von einer Wende zu sprechen halte ich für übertrieben.
    Gewiss werden sich die Kurse erholen.
    Vor allem dann, wenn die Welt begreift, dass die USA elffach überschuldet sind.
    Die Schuldenlast besträgt 107% des Bruttoinlandsproduktes und die Verbraucher sich noch 10 mal mehr verschuldet.
    Ich verstehe nicht, wie ein solches Land eine AAA Bewertung haben kann. Die sind fast auf den Stand von Griechenland.
    Da kann man mal sehen was Meinungsmache, Politik uns Selbstüberschätzung ausmachen.

  • von Michael K. | 03.08.2017, 18:57 Antworten

    Der Goldpreis kann noch fallen, am Tag X (Herr Draghi arbeitet fleißig daran) wird der Euro endgültig wertlos. Dann bleibt uns nur noch unser Gold. Deshalb weiterhin Gold kaufen, die einzige alternative..

    • von M | 14.08.2017, 17:51 Antworten

      Gold und Silber

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