Stand: 17.11.2017 von Florian Grummes 15 Kommentare

Seit mehr als neun Wochen stecken die Edelmetalle mittlerweile in einer Korrektur. Nach einem scharfen Abverkauf im September, bei dem der Goldpreis zunächst von 1.357 US-Dollar bis auf 1.260 US-Dollar zurückfiel, kam es Mitte Oktober zu einer vorübergehenden Zwischenerholung. Diese endete jedoch ziemlich jäh bei 1.306 US-Dollar und initiierte einen neuerlichen Abverkauf in Richtung 1.263 US-Dollar.

In den letzten siebzehn Handelstagen bewegte sich der Goldpreis daraufhin in einer sehr engen Handelspanne zwischen 1.265 und 1.285 US-Dollar, ohne dass sich die Bullen oder Bären durchsetzen konnten.

Angesicht der Lethargie in den letzten drei Wochen und den nach wie vor ungünstigen Terminmarktdaten scheint die Korrektur aber insgesamt noch nicht ausgestanden

Vielmehr dürfte es sich aktuell um die vermeintliche Ruhe vor dem Sturm handeln. Erst ab Mitte Dezember ist mit einem finalen Tief und der Trendwende nach oben zu rechnen.

Tageschart Goldpreis in US-Dollar

Tageschart Goldpreis in US-Dollar

Die zähe Seitwärtsphase der letzten Tage hat sicherlich sowohl die Bullen als auch die Bären jede Menge Nerven gekostet, gleichzeitig wiegen sich beiden Seiten in trügerischer Sicherheit. Dennoch bleiben die Bären im Vorteil, denn die Bewegung hat letztlich die überverkaufte Lage bereinigt, ohne dass die Bullen in irgendeiner Weise Landgewinne für sich verbuchen konnten.

Ähnlich wie am Freitag (10.11.2017) spätnachmittag wurde auch am Dienstagmorgen unvermittelt eine größere Verkaufsorder auf den Gold Futures-Markt geworfen. Offensichtlich soll so der Widerstand der Bullen gebrochen werden.

Charttechnisch betrachtet deuten die sich zusammenziehenden Bollinger Bänder jedenfalls eine baldige größere Bewegung an. Angesichts des frischen Stochastik Verkaufssignals in Verbindung mit dem etablierten Abwärtstrend, ist der Weg des geringeren Widerstands auf der Unterseite zu finden. Zwar könnte die leicht steigende 200-Tagelinie (1.263 US-Dollar) nochmals für ein kurzes Aufbäumen der Bullen sorgen, im Anschuss sind aber wohl tiefere Kurse bis in den Bereich 1.205 - 1.235 US-Dollar zu erwarten. So könnte der Goldmarkt die ehemalige sechsjährige Abwärtstrendlinie von oben testen.

Im Anschluss und unter der Voraussetzung, dass die Terminmarktdaten mit der kommenden Abwärtswelle tatsächlich bereinigt werden, dürften sich die Bullen zurückmelden und für eine positives erstes Quartal 2018 sorgen.

Möglicherweise liefert das kommende Tief dann auch endlich den Startschuss für eine neue Aufwärtsbewegung in Richtung 1.500 US-Dollar. Weiterhin empfiehlt sich also eine abwartende Haltung. Wer jetzt geduldig ist, wird in ein bis zwei Monaten vermutlich sehr gute Einstiegsgelegenheiten finden können.

Goldpres in Euro Tageschart

Tageschart Goldpreis in Euro

In Euro gerechnet steckt die Goldpreisentwicklung ebenfalls in einer engen Seitwärtsphase. Zu Wochenbeginn sind die Notierungen wieder klar unter die 50-Tagelinie (1.095 Euro) gerutscht. Das insgesamt schwache Kursgeschehen sowie die Verkaufssignale bei den Indikatoren lassen in den kommenden Wochen einen Abverkauf bis zur entscheidenden Aufwärtstrendlinie im Bereich um 1.060 - 1.070 Euro erwarten.

Dort wäre Gold dann aber wieder ein guter Kauf, denn solange die Marke von 1.060 Euro nicht deutlich unterschritten wird, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend weiterhin intakt.

Nachkauflimit jetzt bei 1.065 Euro

Mit dem empfohlenen Nachkauflimit unterhalb von 1.060 Euro kamen sie bislang nicht zum Zuge. Eine minimale Anhebung des Limits auf 1.065 Euro macht jetzt Sinn, um in den kommenden Wochen bei der drohenden Abwärtswelle günstig und antizyklisch einsteigen zu können.

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Gold - Kurz vor dem Finale der Korrektur
Florian Grummes - Florian Grummes ist unabhängiger Finanzanalyst und Berater sowie internationaler Referent mit über 20 Jahren Erfahrung auf den Finanzmärkten. Dabei hat sich Herr Grummes auf die Edelmetalle, Kryptowährungen und die technische Analyse spezialisiert. Mit der Kombination aus technischer, fundamentaler sowie Sentiment Analyse gelingt ihm häufig eine akkurate Konklusion und Prognose zum Goldmarkt.
Webseite des Autors:
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Kommentare [15]
  • von dirk | 24.11.2017, 18:24 Antworten

    Egal ob rauf oder runter...letzlich ist es sicherer als währungen, die ganz schnell entwertet werden können, auch virituales geld... sicher sind nur edelmetalle, weil es diese überall auf der welt gibt, weil sie begrenzt sind, und kieselsteine als anhalt nicht taugen und diamanten um bei steinen zu bleiben auch nicht, weil es zu viele qualitätsunterschiede gibt und kaum jemand sich damit aus kennt, dieas alles ist bei gold und silber anders .

  • von Ilse van der S. | 22.11.2017, 19:18 Antworten

    Eine Aufwärtsbewegung zum Jahreswechsel ist ausgeschlossen

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