| GOLD | 4.137,67 $/oz | 3.625,55 €/oz | 116,56 €/g | 116.564 €/kg |
| SILBER | 59,88 $/oz | 52,48 €/oz | 1,69 €/g | 1.687,27 €/kg |
Ausgesuchte kursrelevante Termine für Gold, Silber & Co. in der 47. Börsenwoche 2024:
Details zu den Daten, Prognosen sowie historische Zeitreihen finden Sie hier.
Die US-Präsidentschaftswahl überlagerte nachvollziehbarerweise sämtliche andere Einflussfaktoren auf die Edelmetallpreise – so auch die geopolitischen Risiken. Nun kommen diese mit Wucht wieder auf die Wochenagenda zurück und führen beim Goldpreis in US-Dollar (Spot-Markt) zu einer moderaten Stabilisierung:

Eine Unze des gelben Edelmetalls (31,1g) kostet am Montagvormittag ca. 2.952 US-Dollar pro Unze. Ganz aktuell notiert der Goldpreis mit 2.559 US-Dollar wieder knapp über dem im Chart rot eingezeichneten mittelfristigen Abwärtstrend.
Für Euro-Anleger sieht die Entwicklung des Goldpreises aufgrund der anhaltenden US-Dollar-Stärke im Zuge der steigenden US-Renditen (die den Dollar unter Zinsaspekten attraktiver machen) deutlich positiver aus:

Eine Unze Gold kostet in der Gemeinschaftswährung am Spot-Markt 2.463,50 Euro pro Unze bzw. vier Prozent weniger als bei dem Allzeithoch vom 30. Oktober 2024.
Der Grund für den Preisanstieg zu Beginn der Handelswoche sind die Bestrebungen des designierten US-Präsident Donald J. Trump den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine binnen 48 Stunden nach Amtsantritt am 20. Januar 2025 zu beenden.
Die einzige Möglichkeit dies zu tun (ohne die Welt atomar abzulöschen) ist ein Einfrieren des Frontverlaufs unter Einbeziehung in die Verhandlungen von Teilen des durch die Ukraine besetzten Oblast Kursk in Russland von der Größe Berlins.
Um dies zu erreichen haben die drei Staaten der Ukraine gestattet, die gelieferten Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 2.000 Kilometern auch auf russisches Staatsgebiet abzufeuern.
Allerdings bis zum Redaktionsschluss mit einer wesentlichen Einschränkung: Der Einsatz darf nur im Oblast Kursk gegen russische und nordkoreanische Truppen erfolgen.
Dennoch stellt diese nachvollziehbare Entscheidung eine Eskalation dar, auf die Russland zumindest verbal bereits scharf reagiert hat. Wahrscheinlich ist ein Szenario, bei dem Russland seine Angriffe auf die Ukraine intensiviert.
Im Extremfall greift Russland US-Militärbasen außerhalb des NATO-Blocks an. Ein Angriff auf NATO-Territorium gilt als unwahrscheinlich und wäre wohl das Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen.
Trotz Zinssenkungen der US-Notenbank steigen die Renditen am US-Kapitalmarkt zum Wochenbeginn weiter an, was sowohl die Schuldner als auch den Finanzsektor und die gesamte US-Binnenkonjunktur unter Druck setzt.
Die Zinszahlungen sowohl der US-Bundesregierung als auch aller anderen US-Schuldner zusammen haben sich im Verhältnis zu den Staatseinnahmen sowie dem US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf untragbare Niveaus verteuert: geschätzten 29,2 Billionen US-Dollar Bruttoinlandsprodukt für 2024 stehen bereits 5,3 Billionen US-Dollar an Zinszahlungen p. a. gegenüber.
Allein auf Ebene der Bundesregierung belaufen sich die Zinskosten auf knapp 1 Billion US-Dollar (Quelle: https://usdebtclock.org).
Am Montagvormittag überwinden die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen, die als Benchmark-Zins für diverse Kredit- und Darlehensformen dienen, den kurzfristigen Abwärtstrend und bewegen sich wieder in Richtung 4,5 Prozent p. a. – kommend von 0,5 Prozent p. a. vor vier Jahren. Im Zeitverlauf müssen nun immer mehr Schuldner die deutlich höheren Zinsen bezahlen – ebenso wie für Neukreditaufnahmen.

Das bedeutet für viele Haushalte, Kommunen, hoch verschuldete nichtfinanzielle Unternehmen, Banken mit dem Kreditschwerpunkt auf Konsumenten- und Immobiliendarlehen sowie für den Gewerbeimmobiliensektor massive Zinsbelastungen.
Darüber hinaus werden die hohen Renditen zur Konkurrenz für Dividendentitel, Rohstoffe und andere Vermögensanlagen. Das birgt die Gefahr einer Destabilisierung der Finanzmärkte, zumal auch die Kurse der Staatsanleihen bei steigenden Renditen fallen. Damit ist der Vermögenseffekt zu großen Teilen negativ.
Im schlimmsten Fall muss die US-Notenbank, um Verwerfungen bei Banken und am Finanzmarkt zu verhindern oder abzumildern, wieder Geld drucken und US-Schuldpapiere auf die eigene Bilanz nehmen (Quantitative Easing). Eine solche Intervention war in der Vergangenheit v. a. für die Edelmetalle extrem positiv, zuletzt während der Pandemie im Jahr 2020 ab dem 20. März.
In der Folge stieg der Goldpreis von 1.454,08 US-Dollar pro Unze auf 2074,70 US-Dollar pro Unze am 7. August 2024 bzw. um 42,7 Prozent in nur viereinhalb Monaten an.
Der Herr Zipfel hört einfach nicht auf hier auf Gold.de herumzupoltisieren.
"Dennoch stellt diese nachvollziehbare Entscheidung eine Eskalation dar ..."
Kriegstreiberei und Scharfmacherei ist nachvollziehbar? Der militärisch-industrielle Komplex der USA legt dem senilen Greis ein Papier vor und, nichts mehr wissend und irgendwo in Brasilien weilend, steuert auf den großen Krieg zu. Und für den im warmen Sessel sitzenden Mastermind Hannes Zipfel ist das "nachvollziehbar".
Mein Sohn Hannes, 22 Jahre, wird für Sie nicht in den Krieg ziehen und sein Vater nicht Ihre Begeisterung für die ukrainische Wehrhaftigkeit teilen.
Lieber einen Teil der Ukraine an die Russen verlieren als weiter Soldaten in einem mörderischen Krieg verheizen.
Manchmal frage ich mich, wer der größere Verbrecher ist, Putin oder Selinsky, der gewissenlose Aggressor oder der gewissenlose Kriegsverlierer. Beide verheizen Menschen wie Nummern auf Papier.
"Nein, meine Söhne geb ich nicht", singt R. Mey.
So Hannes Z., jetzt aber ab an die Front und nachvollziehbar kämpfen.
Der Optimist kauft Gold, der Pessimist Lebensmittel.
Ich bitte um Quellenangabe für "Um dies zu erreichen haben die drei Staaten der Ukraine gestattet, die gelieferten Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 2.000 Kilometern auch auf russisches Staatsgebiet abzufeuern."