| GOLD | 4.695,25 $/oz | 4.007,80 €/oz | 128,85 €/g | 128.854 €/kg |
| SILBER | 87,18 $/oz | 74,42 €/oz | 2,39 €/g | 2.392,66 €/kg |
Besonders häufig sind Fälle, in denen auf Online-Plattformen, auf denen Privatverkäufe stattfinden, Münzen oder Barren aus Edelmetall angeboten werden. Dort wird mit Begriffen gearbeitet, die Vertrauen oder persönliche Verbundenheit schaffen sollen:
„Nachlass“, „Sammlung“, „geerbt“, „Fundstück“ oder „Verkauf wegen persönlicher Notlage“.
Für Käufer klingt das oft nach einer Gelegenheit. Tatsächlich sind es meist aber genau die Situationen, in denen Vorsicht geboten ist.
Auch für erfahrene Anleger ist es bei Fälschungen sehr schwer, auf Basis von Bildern die Echtheit zu bestimmen. Gerade bei historischen Anlagemünzen, die Gebrauchsspuren aus ihrer Umlaufzeit aufweisen, ist dies nochmal deutlich schwerer als bei modernen Bullionmünzen. In der täglichen Praxis erleben wir, dass besonders solche Stücke problematisch sind, die knapp unter Marktpreis angeboten werden. Auch das Argument, man könne sich einfach in der Mitte des üblichen Spreads treffen, klingt im ersten Moment für schnäppcheninteressierte Käufer nach einer guten Vorgehensweise. Der vermeintliche Rabatt ist dann oft genau der Köder, der den Käufer in Sicherheit wiegen soll.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Beim Edelmetallkauf ist der Preis natürlich relevant. Ein seriös gehandeltes Stück von einem etablierten Anbieter hat seinen Preis jedoch nicht nur wegen des Metalls, sondern auch wegen der durch den Händler erfolgten Echtheitsprüfung, der Dokumentation für den Käufer und der späteren Handelbarkeit.
Das ist der entscheidende Punkt: Ein echtes Anlageprodukt ist nicht nur heute günstig, sondern auch morgen problemlos verkäuflich. Ein zweifelhafter Kauf hingegen spart vielleicht beim Einstieg ein paar Euro, kostet später aber oft Zeit, Nerven und im schlimmsten Fall sogar den gesamten Einsatz.
Genau deshalb ist die Herkunft so wichtig. Bei bekannten Münzen und Barren aus standardisierten Quellen weiß der Käufer, was er bekommt. Bei unbekannten Verkäufern, unklaren Importen oder Gelegenheitsangeboten ist das Risiko deutlich höher. Leider wird dieses Risiko häufig unterschätzt, weil das Produkt äußerlich solide aussieht.
Im Grunde folgen viele dieser Fälle demselben Muster: Zuerst wird mit einem sehr guten, aber nicht völlig unrealistischen Preis gelockt, dann wird über eine Geschichte Vertrauen aufgebaut. Hinzu kommt in Zeiten von Rekordpreisen die Hoffnung, einen seltenen Vorteil erkannt zu haben und ihn für sich nutzen zu können.
Das gilt selbstverständlich nicht nur für Münzen oder Barren, sondern auch zum Beispiel für Goldschmuck. Wer etwa Schmuck aus vermeintlich günstigen Herkunftsländern kauft, erwartet oft einen Preisvorteil. In der Praxis sehen wir jedoch häufig, dass unklare Legierungen, ungenaue Deklarationen, schlechte Verarbeitung oder überzogene Versprechen den tatsächlichen Wert relativieren. Schmuck ist ohnehin schwerer zu beurteilen als standardisiertes Anlagegold.
Was im Urlaub, auf einer Plattform oder über einen privaten Kontakt „günstig“ wirkt, kann sich später als kaum veräußerbar oder minderwertig herausstellen. Zwar können Kosten für Verarbeitung, Handelsmargen oder auch Steuern in anderen Ländern günstiger sein, der Goldpreis selbst ist weltweit jedoch identisch und ein „Schnäppchen“ auf den Materialwert nahezu ausgeschlossen.
Besonders wichtig ist für Käufer auch zu wissen, wie der Umgang mit gefälschter Ware aussieht. Selbstverständlich sehen wir in der Praxis, dass in den meisten Fällen der Kunde nicht der Betrüger, sondern selbst der Betrogene ist. Wird eine Fälschung erkannt, erfolgt in der Regel eine Sicherstellung als Beweismittel und die Übergabe an die zuständigen Ermittlungsbehörden.
Aus Sicht eines Edelmetallhändlers sind die besten Käufe oft die unspektakulären. Bekannte Produkte, klare Spezifikationen, etablierte Händler, nachvollziehbare Rechnungen und transparente Herkunft sind keine langweiligen Nebensachen, sondern die eigentliche Grundlage eines guten Kaufs.
Wer privat kaufen möchte, sollte daher besonders streng prüfen:
Und ganz wichtig: Wenn Unsicherheit besteht, lieber vorher prüfen lassen als hinterher auf einem Fehlkauf sitzen. Bei Edelmetallen gilt oft eine einfache Regel: Erst Sicherheit, dann Preis.
Edelmetalle sind für viele Anleger gerade deshalb attraktiv, weil sie Substanz, Werthaltigkeit und Unabhängigkeit verkörpern. Aber genau diese Stärke wird ausgenutzt, wenn unseriöse Anbieter mit vermeintlichen Schnäppchen arbeiten. Wer Gold oder Silber kauft, sollte daher nicht nur an den Moment des Kaufs denken, sondern insbesondere an den Moment des Wiederverkaufs.
Denn am Ende entscheidet nicht, wie günstig ein Stück gekauft wurde, sondern ob es auch tatsächlich das ist, wofür es gehalten wird. Und genau darin liegt der Unterschied zwischen einem cleveren Kauf und einem teuren Irrtum.
In unseren Filialen sehen wir leider immer wieder Fälle, die auf den ersten Blick harmlos wirken: Eine Münze wurde „von privat“ gekauft, der Preis lag deutlich unter dem Markt, der Anbieter wirkte freundlich, die Fotos sahen ordentlich aus. Erst im Zuge des Verkaufswunsches stellt sich dann heraus, dass es sich nicht um eine echte Anlageprägung handelt, sondern um eine Fälschung. Und dann ist aus dem vermeintlichen Schnäppchen schnell ein Totalausfall geworden.
Wie gehen Sie vor? Teilen Sie Ihre Meinung gerne in den Kommentaren.
Ich habe auch schon Gold von Privatverkäufern erworben. Dabei habe ich mich auf Münzen spezialisiert, da diese meiner Meinung nach etwas schwieriger zu fälschen sind als Barren.
Trotzdem bin ich kein Fachmann und mit einem gesunden Misstrauen ausgestattet.
Ich traue mir auch nicht zu, eine ganze Unze im Stück von einem Privatmensch zu kaufen, schon gar nicht gegen Vorkasse und Versand.
Aber bei kleinen Stückelungen wie z.B. 2,5 mexikanische Pesos oder 1/8 Unze Deutscher Wald oder Singvögel empfinde ich das Risiko einer Fälschung als relativ gering.
Und die Summe bei einem Totalverlust wegen einer Fälschung hält sich halt bei einer 2,5 Pesos Münze in Grenzen.
Kurz und gut: Goldmünzen und Barren bei einem seriösen Edelmetallhändler kaufen. Die Seite Gold.de ist dabei äußerst hilfreich.
Eine Anmerkung noch zu angeblichen Fachleuten und Verbraucherzentralen, die sich dauernd äußern, wenn es um die Sicherheit beim Goldkauf im Onlinehandel geht.
Jedes Mal erzählen die den gleichen Blödsinn von wegen, man soll auf keinen Fall in Vorkasse gehen, sondern AUSSCHLIESSLICH sichere Zahlungsmethoden verwenden.
Ich kenne keinen einzigen seriösen Edelmetallhändler, der mir jemals angeboten hat, mir eine Goldmünze auf Rechnung zu schicken. Auch wenn ich 10 Jahre lang Stammkunde dort bin.
Das ist schlicht und einfach das gängige Geschäftsmodell eines Edelmetallhändlers. Diese Händler lassen sich auf keine Zahlungsmöglichkeit ein, an der sie ein Risiko tragen müssen, warum auch?
Und das sollten sich diese sogenannten Experten von den Verbraucherzentralen einfach mal hinter ihre Ohren schreiben!
Wohlgemerkt, ich meine hier SERIÖSE Händler! Händler, deren Namen ich an dieser Stelle nicht nennen darf und werde, die werden mir ihre WERTVOLLEN Silbergedenkprägungen natürlich auch weiter auf Rechnungskauf und sogar mit Ratenzahlung anbieten.
Ich kaufe bzw. verkaufe nur bei zertifizierten Händlern über Gold.de. Somit kann ich mit Gewissheit sagen, immer sicher einzukaufen.