Stand: 24.01.2017 von © Gold.de Redaktion JB/GW 0 Kommentare

Der Goldpreis verbuchte in der vergangenen Woche das vierte Wochenplus in Folge. Weil die Hoffnung auf bessere Zeiten aufgrund des Gebarens von Donald Trump zusehends schwindet, führte dessen Malus zu einem Bonus bei Gold.

2017 überwiegen bei Gold die Kaufargumente

Das gelbe Edelmetall begrüßte das neue Handelsjahr mit dem Überwinden der Marke von 1.200 Dollar. In der Spitze übertraf der Goldpreis sein Mitte Dezember markiertes Zehnmonatstief um fast neun Prozent. Dieser Aufwärtsdrang geriet kurzzeitig ins Stocken, als Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch aufgrund der guten Lage am US-Arbeitsmarkt und der in Richtung zwei Prozent anziehenden Inflation für das laufende Jahr erneut mehrere Zinsschritte nach oben in Aussicht gestellt hatte. Derzeit stellen diese Zinsspekulationen und die damit einhergehende Dollarstärke jedoch den einzigen Belastungsfaktor hinsichtlich eines Goldinvestments dar.

Die Liste der Kaufargumente für Gold ist hingegen relativ lang. Politiker wie Putin, Trump, May, Erdogan u.a. dürften die Garanten dafür sein, dass die Welt in den kommenden Monaten und Jahre geopolitisch, wirtschaftspolitisch und finanzpolitisch eher unsicherer als sicherer werden dürfte. Sollte Trump einen Handelskrieg gegen China, Europa oder möglicherweise die ganze Welt anzetteln, dürfte eine Kapitalflucht in den sicheren Hafen Gold nicht ausbleiben.

Während in den USA in den vergangenen Wochen und Monaten eher das Gegenteil der Fall war, finden europäische Anleger weiterhin Gefallen an Gold.

Damoklesschwert „Brexit“

In der vergangenen Woche kündigte die britische Premierministerin Theresa May einen „harten Brexit“ an. Die Unsicherheit darüber, für wen dieser besonders hart wird, dürfte das Kaufinteresse nicht nur in Kontinentaleuropa, sondern vor allem auf der britischen Insel verstärken. Für die deutsche Exportwirtschaft könnte der Brexit aufgrund der ungewissen Handelsbeziehungen und der bereits eingetretenen massiven Pfundschwäche massive Nachteile mit sich bringen.

Nur zur Erinnerung: Seit dem Jahr 2009 haben sich die deutschen Exporte nach Großbritannien von 53,24 Milliarden auf 89,28 Milliarden Euro (2015) um mehr als zwei Drittel erhöht. Der Plan von Theresa May, aus dem EU-Binnenmarkt auszutreten, um sich auf den globalen Freihandel zu konzentrieren, scheint nicht völlig durchdacht zu sein und birgt sowohl für die Eurozone als auch für Großbritannien erhebliche Risiken. Da sich nicht absehen lässt, wer bei dieser Scheidung gewinnen und wer verlieren wird, sind die Auswirkungen des Brexit bislang vor allem eines: unkalkulierbar.

DEG warnt vor Falschgold

Die Deutsche Edelmetall-Gesellschaft e.V. (DEG) hat in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass Betrüger derzeit versuchen, falsche Goldbarren inklusive gefälschter Kaufbelege unter die Anleger zu bringen.

Waldemar Meyer, der Vorstandsvorsitzende der DEG, wies darauf hin, dass die Betrugsmasche „falscher Goldbarren plus gefälschter Kaufbeleg“ besonders häufig beim 1-Unzen-Goldbarren der australischen Perth Mint aufgetreten sei.

Grundsätzlich seien jedoch alle eingeschweißten, geblisterten Goldbarren betroffen. Entsprechende Betrugsversuche seien sowohl im Handel von privat an privat als auch im Internethandel aufgetreten. Professionelle Edelmetallhändler seien ebenfalls betroffen gewesen, hätten Betrugsversuche bei den obligatorischen Überprüfungen aber schnell erkannt.

Um sich vor Betrügern oder Fake-Shops wirksam zu schützen, sollten Anleger vor allem bei renommierten Händlern Gold kaufen. Bei nicht marktkonformen „Schnäppchenpreisen“ ist stets Vorsicht geboten.

Eine große Auswahl an seriösen Anbietern und deren tagesaktuellen Preisen finden Sie mittlerweile seit acht Jahren auf gold.de. Derzeit sind Preisvergleiche von über 20.000 Produkten etablierter Händler möglich.

Ausblick für die laufende Woche

Am vergangenen Freitag hat Donald Trump in den USA das Ruder übernommen. Nun darf man gespannt sein, was Amerika und dem Rest der Welt blüht. Mit Blick auf die Staatsfinanzen scheint der Plan, Steuern zu senken und die Staatsausgaben massiv zu erhöhen für überschwänglichen Optimismus nicht sonderlich geeignet zu sein.

Umstritten ist Donald Trump nicht nur als Politiker, sondern auch als Unternehmer. Mit insgesamt vier Pleiten hat er sich für das höchste Amt der USA nicht gerade qualifiziert. Solche Erfolgsgeschichten lassen sich wohl nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten schreiben.

Nach Mexiko und China hat sich Trump mittlerweile auch auf die deutsche Automobilindustrie „eingeschossen“ und wird damit seinem Ruf als „Trumpeltier“ weiterhin gerecht. Aber Ungemach droht auch in anderen Regionen. Insbesondere Europa scheint im Angesicht von Brexit, Griechenland, Italiens Bankenkrise sowie den Wahlen in Holland, Frankreich und Deutschland ziemlich angeschlagen zu sein.

In einem solchen Umfeld sollten sich Anleger vor allem eine Frage stellen: Was spricht auf lange Sicht eigentlich gegen ein Goldinvestment? Im Grunde genommen herzlich wenig.

Kommentar zum Artikel schreiben
Sicherheitsfrage: wieviele Münzen sehen Sie?
Fragen über Fragen

    Copyright © 2009-2017 by Gold.de - Alle Rechte vorbehalten

    Konzept, Gestaltung und Struktur, sowie insbesondere alle Grafiken, Bilder und Texte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Missbrauch wird ohne Vorwarnung abgemahnt. Alle angezeigten Preise in Euro inklusive MwSt. (mit Ausnahme von Gold), zzgl. Versandkosten, sofern diese anfallen. Verfügbarkeit, Abholpreise, Goldankauf und nähere Informationen über einzelne Artikel sind direkt beim jeweiligen Händler zu erfragen. Alle Angaben ohne Gewähr. Sie betrachten die Seite: Gold.de - Gold und Silber kaufen im Preisvergleich

    Handcrafted with in Baden-Württemberg, Germany