Stand: 24.10.2013  0 Kommentare

Anders als Geld scheint Gold tatsächlich auf Bäumen zu wachsen oder zumindest in einigen Bäumen enthalten zu sein. Den Nachweis haben australische Wissenschaftler erbracht, die Spuren des Edelmetalls in den Blättern von Eukalyptusbäumen gefunden haben: ein Indiz für einen goldhaltigen Untergrund. Die Entdeckung hat das Potential, die Explorationskosten der Minengesellschaften zu senken, meint Dr. Mel Lintern, Geochemiker bei Australiens CISRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation) in einem Videobeitrag am 23. Oktober 2013.

Kleinste Mengen Gold in Blättern

Ein herbstlicher Nachmittagsspaziergang unter Bäumen wird auch nach dieser Entdeckung den Kauf von Goldmünzen oder Goldbarren nicht ersetzen können. Die in den Blättern enthaltenen Mengen Goldes sind dafür zu gering und mit dem bloßen Auge noch nicht einmal wahrnehmbar.

"Nach unseren Berechnungen wären 500 Bäume nötig, um genug Gold für einen Goldring zu gewinnen", sagt Dr. Lintern. Um dem Edelmetall auf die Spur zu kommen, nutzen der Wissenschaftler und sein Team ein Australian Synchrotron genanntes Gerät, das in der Lage ist, detaillierte dreidimensionale Röntgenbilder aufzunehmen. Dieser Nachweis des Goldes stellt sicher, dass sich das Edelmetall tatsächlich in den Zellen der Pflanzen befindet und nicht im Staub, der sich auf den Blättern abgelagert hat.

Bäume "trinken Gold"

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die untersuchten Eukalyptusbäume im australischen Bundesstaat Western Australia das Gold buchstäblich "trinken", bei der Aufnahme von Wasser also kleinste Goldpartikel in die tiefwurzelnden Pflanzen gelangen. Da Gold vermutlich schon in sehr geringen Mengen für die Bäume giftig ist, wird es in die Zweige und Blätter transportiert, wo es dann abgesondert werden kann.

Kostengünstige und umweltfreundliche Exploration

Für die Goldminengesellschaften birgt die Entdeckung die Möglichkeit, neue Wege bei der Exploration in unzugänglichem Terrain zu beschreiten. "Das Gold in den Blättern sagt uns, dass wir ein Goldvorkommen unter den Füßen haben und in einigen von uns durchgeführten Untersuchungen lagen diese Vorkommen bis zu 30 Meter unter der Oberfläche. Das entspricht der Höhe eines zehngeschossigen Gebäudes", sagt Dr. Lintern und fährt fort:

"Bohrungen sind sehr nützlich, aber auch sehr teuer. Durch die Analyse der Vegetation an der Oberfläche lassen sich die Explorationskosten senken, sodass das von den Unternehmen eigesparte Geld für andere Dinge verwendet werden kann. Darüber hinaus ist die Prüfung der Pflanzen eine sehr umweltfreundliche Art und Weise der Exploration."

Die bisherigen Untersuchungsergebnisse lassen nach Einschätzung des Wissenschaftlers aber noch viele Fragen offen. "Wir wissen bisher nur, das manche Bäume Gold aufnehmen und andere nicht. Weitere Forschung wird nötig sein, um zu klären, warum das so ist, bevor wir eine verlässliche neue Exloprationstechnik entwickeln können", sagt Dr. Lintern. Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Thema.

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