Stand: 10.12.2015  2 Kommentare

Nicht Grips, sondern ausschließlich Muckies haben Einbrecher bewiesen, als sie sich auf Beutezug in der baden-württembergischen Stadt Esslingen befanden. Um an ein paar Goldbarren heranzukommen, schleppten sie den gesamten Tresor von dannen.

Von Intelligenz keine Spur, dafür umso rabiater. Eine Spur der Zerstörung haben offenbar muskelbepackte Diebe bei einem kräftezehrenden Einbruch in ein Haus in Esslingen (Baden-Württemberg) hinterlassen. Da sie es letztlich nicht schafften, an den vielversprechenden Inhalt eines Tresors zu gelangen, wuchteten sie den kompletten Geldschrank aus seiner Verankerung und schafften ihn weg. Der Safe selbst wog rund ein Zentner. Die Beute in Form von Goldbarren dagegen "nur" ein paar Unzen.

Tresor aus Mauerwerk gebrochen

Wie die Online-Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten vergangenen Donnerstag (03.12.15) berichtete, hebelten die Täter zuerst ein Fenster im Erdgeschoss des Hauses auf. Dann durchwühlten sie das Gebäude auf Wertgegenstände. Dabei stießen sie auf einen fest an die Wand montierten Tresor. Da die lediglich im Aufhebeln geübten Kerle es nicht vermochten, den Safe zu knacken, brachen sie den 50 kg schweren Panzerschrank vollständig aus dem Mauerwerk heraus, hievten ihn aus dem Haus hinaus und flüchteten damit in einen nahe gelegenen Wald. Dort ließen die Gauner abermals ihre Muskeln spielen und brachen den Tresor den Angaben zufolge mit "brachialer" Gewalt auf. Laut Bericht waren in dem nun zerstörten Tresor, der am Tag darauf von Forstarbeitern gefunden wurde, Goldbarren, einige nicht näher bezeichnete Münzen und Persönliches im Wert von insgesamt 10.000 Euro gelagert gewesen.

Panzerbrecher haben schwer geschuftet

Neben der Beute richteten die Übeltäter zudem einen Schaden von rund 1.000 Euro an, hieß es. Auf welche Weise genau die Panzerbrecher es jedoch vermochten, einen fest verschraubten Panzerschrank herauszuhebeln, ihn unbemerkt abzutansportieren und anschließend gewaltsam zu öffnen, geht aus dem Bericht zwar nicht hervor. Fest steht allerdings, dass sie dafür nicht nur einiges an Staub aufgewirbelt und Schweiß vergossen haben müssen. Regelrecht geschuftet müssen sie haben, die armen Taugenichtse. Und ihre unaufhaltbare Gier nach Beute hat sie dabei zu Meistern der brachialen Gewalt werden lassen.

Goldbarren hatten Gewicht von drei Tafeln Schokolade

Doch wenn man nun der Annahme halber den geraubten Wert des Tresorinhalts komplett den Goldbarren zuschreibt, dürfte es sich auf Grundlage des derzeitigen Goldpreises also um etwa 10 Unzen Gold gehandelt haben. Das entspricht einem Gewicht von etwas mehr als drei Tafeln Schokolade. Für all den Aufwand, den sie betrieben hatten, dürften die schwer arbeitenden Ganoven sicherlich mehr erwartet haben. Auch wenn es keinen Trost für die Opfer der zerstörerischen Tat spendet - aus Sicht der Gangster ging der Raubzug eigentlich so richtig daneben. Vielleicht kann ja die herbe Enttäuschung der Diebe den Wohnungsinhabern im Nachhinein ein wenig Genugtuung verleihen. Schade nur, dass es sich bei dem Tresor nicht um eine leere Attrappe gehandelt hat. Dann hätten sich die Täter durch ihr hohlköpfiges, stumpfes Vorgehen vollends lächerlich gemacht.

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Kommentare [2]
  • von Gästin | 11.12.2015, 10:19 Antworten

    "Grips", nicht "Krips", oder war da was mit Rechtschreibreform ?
    [ Anmerkung der Redaktion: Vielen Dank für Ihren Hinweis, wir haben den Artikel nun entsprechen angepasst. ]

  • von Schokoladenfreund | 10.12.2015, 18:10 Antworten

    Ich kauf mir jetzt auch nen Tresor.
    Dann lager ich aber meine Tafeln Schokolade ein.
    Denn Gold kann man ja nicht essen (sagen die Bashing-Medien immer).
    Da ist es doch besser, die Schokolade sicher einzulagern.
    Was ein Glück für die Besitzer, dass nur Gold drin war, und keine Schokolade!

    ;-)

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