Stand: 28.01.2015  0 Kommentare

China hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Gold importiert als im Jahr davor. Laut offizieller Statistik sind die Goldimporte in 2014 um knapp ein Drittel gesunken.

Die Rolle von China als weltgrößter Goldkonsument könnte von kurzer Dauer sein. Erst im Jahr 2013 hatte China ein Rekordjahr verzeichnet und Indien den Rang des weltgrößten Goldkonsumenten abgelaufen. Doch laut offizieller Statistik sind bereits ein Jahr später die Goldimporte ins Reich der Mitte wieder um fast ein Drittel gesunken.

Goldimporte sinken um ein Drittel

Nach Angaben der Statistikbehörde von Hong Kong betrugen die Goldimporte von China im vergangenen Jahr 750 Tonnen. Das entspricht einem Rückgang von 32 Prozent, oder knapp einem Drittel, gegenüber dem Vorjahr, wie Bloomberg berichtet. In 2013 hatte China noch rund 1.109 Tonnen importiert, fast doppelt so viel wie in 2012, und so viel wie nie zuvor.

Anti-Korruptions-Kampagne in China entmutigt Kauf von Gold

Den Angaben zufolge sind die Goldimporte auf das chinesische Festland allein im vergangenen Dezember um 36 Prozent gegenüber Dezember 2013 von rund 87 Tonnen auf knapp 59 Tonnen gefallen. Der Rückgang sei allerdings erwartet worden, wie die Analystin Helen Lau laut Bericht  betonte. Grund dafür seien eine Schwächung der Nachfrage nach Schmuck und Luxusgütern, was eine Folge des harten Durchgreifens der chinesischen Regierung gegen die allgegenwärtige Korruption sei. Auch der World Gold Council hatte in einem Bericht im vergangenen August bereits darauf hingewiesen, dass die Anti-Korruptions-Kampagne der Zentralregierung in China "den Kauf von Barren und Münzen sowie Luxus-Geschenkartikel stark entmutigt hat".

Goldimporte und Nachfrage langfristig intakt

Der World Gold Council betonte aber auch, dass die langfristige Nachfrage nach Gold in China "intakt" sei. Man erwarte, dass der Goldkonsum bis zum Jahr 2017 auf mindestens 1.350 Tonnen jährlich ansteigen wird. Übereinstimmend sagte die Analystin Helen Lau: "Die Nachfrage wird sich in diesem Jahr stabilisieren, da die Chinesen Gold traditionell als ein Symbol für Glück betrachten und bereit sind, Goldprodukte zu erwerben".

China und Indien dominieren 

China hatte erstmals im Jahr 2013 Indien als weltgrößten Goldkonsumenten überflügelt. In beiden Ländern ist die Nachfrage nach Gold traditionell sehr stark. Mit einer kombinierten Bevölkerung von rund 2,7 Milliarden Menschen haben China und Indien im Jahr 2013 rund 70 Prozent der weltweiten Goldproduktion konsumiert. Vor acht Jahren lag dieser Anteil noch bei knapp 32 Prozent, wie Gold.de im November berichtete. Demnach geht diese Entwicklung geht Hand in Hand mit rasant steigenden Pro-Kopf-Einkommen, die sich in den vergangenen zehn Jahren in diesen Ländern ungefähr verdreifacht haben. Noch im Jahr 1980 spielten China und Indien praktisch keine Rolle auf den internationalen Edelmetallmärkten. Heute wird die globale Nachfrage von diesen Ländern dominiert. 

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